Nikes Pace-Plan ist mehr als eine weitere Runde von Stellenstreichungen: Der Sportartikelkonzern will sein Betriebsmodell über mehrere Jahre neu aufstellen. Dazu gehören eine modernisierte Lieferkette, ein geplanter Campus in Bengaluru, eine neue regionale Struktur und Änderungen bei Organisation und Belegschaft. Nike rechnet bis zum Geschäftsjahr 2031 mit kumulierten Einsparungen von rund 2,5 Milliarden US-Dollar. Wie viele Stellen wegfallen könnten, ist bislang offen.
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Was Nike mit Pace verändern will
Nike nennt vier Schwerpunkte: die globale Lieferkette modernisieren, die Vertriebsregionen neu ordnen, in Indien einen Campus zur Stärkung unternehmensweiter Fähigkeiten einrichten und die Organisation sowie die Arbeitsweise verändern. Der geplante Campus soll in Bengaluru entstehen.
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Aus den bisher vier Vertriebsregionen sollen drei werden:
- Amerika: Nord- und Lateinamerika
- **Asien-Pazifik und Großchina (APGC) **
- Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA)
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Nike zufolge soll die neue Aufteilung Entscheidungen, Verantwortung und Ressourcen näher an die jeweiligen Märkte bringen. Die Umstellung auf drei Regionen ist ab dem Geschäftsjahr 2028 vorgesehen.
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Stellenabbau: Was bisher bekannt ist
Nike hat angekündigt, dass Pace konzernweit zu weniger Stellen führen wird. Eine Zahl oder Angaben dazu, welche Standorte und Teams betroffen sein könnten, nannte das Unternehmen bislang nicht. Entscheidungen zu betroffenen Stellen sollen im Kalenderjahr 2027 beginnen und darüber hinaus andauern.
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Pace baut auf Nikes im März 2026 angekündigtem Kostenausrichtungsplan auf und folgt auf frühere Entlassungsrunden. Das Unternehmen beschreibt das Programm als umfassenderen Umbau des Betriebsmodells, bei dem Stellenabbau eine von mehreren Maßnahmen zur Kostensenkung und zur Verbesserung der organisatorischen Effizienz ist.
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Einsparungen und Umbaukosten
Nike erwartet bis zum Geschäftsjahr 2031 Einsparungen von insgesamt etwa 2,5 Milliarden US-Dollar. Die Schätzung berücksichtigt weder erwartete Vorsteuerbelastungen von rund 1 Milliarde Dollar noch mögliche spätere Reinvestitionen. Für das Geschäftsjahr 2027 veranschlagt Nike etwa 300 Millionen Dollar an Belastungen. Es handelt sich um Programmschätzungen – nicht um eine Zusage, dass die gesamten Einsparungen unmittelbar den Gewinn erhöhen.
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Warum Nike den Plan jetzt vorstellt
Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 sank Nikes Umsatz um 4 Prozent auf rund 11,2 Milliarden US-Dollar und blieb damit hinter den Erwartungen von Analysten zurück. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich. Nach der Ankündigung fiel die Nike-Aktie im nachbörslichen Handel um 8,5 Prozent, berichtete Reuters.
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Die Quartalsergebnisse fielen unterschiedlich aus: Nike meldete Fortschritte in den Performance-Kategorien, denen anhaltende Schwächen bei Sportswear, der Marke Jordan und in Großchina gegenüberstanden. Vorstandschef Elliott Hill sagte, die Sport-Offensive-Strategie zeige messbare Fortschritte bei Performance-Produkten. Pace solle diese Dynamik auf den gesamten Konzern ausweiten. Die schwachen Gesamtumsätze und der vorsichtigere Ausblick zeigen jedoch, dass daraus bislang keine breit angelegte Erholung geworden ist.
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Pace ist damit zugleich ein Kosten- und Organisationsumbau und der Versuch, Nikes sportorientierte Wende schneller im gesamten Unternehmen zu verankern. Das Einsparziel und die strukturellen Änderungen sind benannt. Offen bleiben sowohl das Ausmaß des Stellenabbaus als auch die Frage, ob der Umbau das Wachstum des Konzerns wieder beleben kann.