Der Chef der Betreibergesellschaft des Eiffelturms, Patrick Branco Ruivo, soll seinen Posten Ende 2026 verlassen. Vorausgegangen war eine Kontroverse um den Umgang mit Mitarbeiterinnen während eines Besuchs einer Delegation der hinduistischen Organisation BAPS am 5. September. Die Untersuchung der Betreibergesellschaft SETE kam zu dem Schluss, dass organisatorische Mängel zum Ausschluss der Frauen geführt hätten – eine Situation, die SETE als „inakzeptabel“ bezeichnete.
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Was beim Besuch geschah
Mitarbeiterinnen berichteten, sie seien angewiesen worden, ihre Arbeitsplätze zu verlassen oder sich während des Besuchs an andere Orte zurückzuziehen. An einigen Stellen traten männliche Kollegen an ihre Stelle. Auch Beschäftigte von Subunternehmen sollen betroffen gewesen sein.
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Die Delegation, die mit BAPS verbunden war, besuchte den Eiffelturm am 5. September. BAPS steht für Bochasanwasi Akshar Purushottam Swaminarayan Sanstha, eine hinduistische Organisation.
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Protest und Reaktionen
Die Anweisungen lösten unter den Beschäftigten Empörung aus. Die Gewerkschaftsvertreterin Diane Davoine sagte, die Frauen hätten sich „gedemütigt“ gefühlt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter protestierten; der Eiffelturm wurde zeitweise geschlossen.
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Auch Pariser Behörden befassten sich mit dem Vorfall und leiteten eine Untersuchung ein. Die Entscheidung, Frauen bei einem Besuch von ihren Arbeitsplätzen wegzuschicken, stieß zudem auf Kritik aus der französischen Politik.
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SETE hatte zunächst eingeräumt, dass bei der Planung des Besuchs Bedingungen zur Begrenzung von Kontakten mit Frauen akzeptiert worden seien – und dass dies nicht hätte geschehen dürfen. Die spätere Untersuchung stellte organisatorische Fehler und Versäumnisse bei der Vorbereitung offizieller Besuche fest.
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BAPS bestritt, verlangt zu haben, dass Mitarbeiterinnen entfernt oder verborgen werden. Die Organisation erklärte, ihre religiösen Praktiken seien der Eiffelturm-Verwaltung vorab erläutert worden, und entschuldigte sich für etwaige Unannehmlichkeiten.
Die Reaktionen zeigen damit einen Streit darüber, was für den Besuch mitgeteilt oder erbeten worden war. SETE machte jedoch die eigenen organisatorischen Versäumnisse für den Ausschluss der Frauen verantwortlich. Branco Ruivos angekündigter Abgang folgt auf diese Untersuchung und die anschließende Kritik.
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