Alibaba baut sein internationales Cloud-Netz aus – und verbindet die Expansion mit eigenen KI-Chips und größeren Modellen. Für Cloud-Kunden bedeutet das: Alibaba will Rechenleistung näher an deren Standorte bringen und so lokale Cloud- und KI-Dienste anbieten.
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Wo Alibaba ausbauen will
Innerhalb der kommenden zwölf Monate plant das Unternehmen seine ersten Cloud-Regionen in Türkiye, Finnland und den Niederlanden. Außerdem soll die bestehende Rechenzentrumspräsenz in Malaysia, Deutschland, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Frankreich und Hongkong erweitert werden.
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Eine Cloud-Region bezeichnet dabei einen geografischen Standort, an dem ein Anbieter seine Cloud-Dienste bereitstellt. Mehr solcher Standorte können Unternehmen zusätzliche Möglichkeiten geben, Rechenleistung näher an ihren eigenen Betrieb zu holen. Alibaba nennt die Versorgung von Kunden und Partnern mit lokal verfügbaren Cloud- und KI-Diensten als Ziel des Ausbaus.
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20 Gigawatt sind ein Ziel für 2032
Die Expansion gehört zu einem größeren Vorhaben: Alibaba Cloud will bis 2032 weltweit mehr als 20 Gigawatt Rechenzentrumskapazität betreiben. Die Zahl beschreibt einen angestrebten Ausbau über mehrere Jahre, nicht die heute bereits verfügbare Kapazität. Sie bezieht sich zudem auf das globale Netz – nicht ausschließlich auf Standorte im Ausland.
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Chips und Modelle als Teil derselben Strategie
Alibaba stellte außerdem den KI-Beschleuniger Zhenwu V900 vor. Nach Angaben des Unternehmens soll er die dreifache Leistung seines Vorgängers erreichen. Damit will Alibaba mehr eigene Rechenhardware für den Ausbau seiner KI- und Cloud-Infrastruktur bereitstellen.
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Bei den Modellen setzt der Konzern auf die Qwen-Reihe: Geplant sind Modelle mit fünf bis zehn Billionen Parametern. Das wäre laut den vorliegenden Berichten bis zu etwa viermal so viel wie beim bisherigen Spitzenmodell. Eine höhere Parameterzahl allein sagt allerdings noch nicht aus, wie leistungsfähig ein Modell bei konkreten Aufgaben ist.
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Was das für den Wettbewerb bedeutet
Zusätzliche Standorte könnten Alibaba helfen, um Unternehmenskunden und KI-Anwendungen mit AWS von Amazon und Google Cloud von Alphabet zu konkurrieren. Eigene Chips und Modelle ergänzen die Cloud-Infrastruktur zu einem umfassenderen Technologieangebot.
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Das Vorhaben ist auch vor dem Hintergrund des Technologie-Wettbewerbs zwischen den USA und China relevant. Entscheidend wird jedoch die Umsetzung sein: Die neuen Regionen, das 20-GW-Ziel und die größeren Modelle sind Pläne – kein Beleg dafür, dass Alibaba die führenden US-Cloudanbieter bereits eingeholt hat.
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