Anthropic steigerte den Umsatz 2025 etwa auf das Zwölffache des Vorjahreswerts – auf knapp 4,6 Milliarden US Dollar. Rund 3,8 Milliarden US Dollar Umsatz stammten aus nutzungsabhängigen Zahlungen für Claude, 789 Millionen aus Abonnements.
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Forschungsantwort

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Reuters zufolge zeigen Anthropics vertrauliche IPO-Unterlagen ein Unternehmen mit außergewöhnlichem Wachstum, hohen Verlusten und einer engen Verflechtung mit Amazon und Google. Die Zahlen machen auch deutlich, wie kapitalintensiv der Ausbau von KI-Systemen ist. Bei einem möglichen Vergleich mit OpenAI ist allerdings Vorsicht angebracht: Die verfügbaren Informationen klären nicht, ob beide Unternehmen Umsätze nach derselben Methode ausweisen. 1
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Anthropics Umsatz kletterte 2025 auf knapp 4,6 Milliarden US-Dollar – ungefähr das Zwölffache des Vorjahreswerts. Davon entfielen rund 3,8 Milliarden US-Dollar auf Kunden, die Claude nutzungsabhängig bezahlten; Abonnements brachten weitere 789 Millionen US-Dollar ein. 1
Gleichzeitig weitete sich der operative Verlust von 2,98 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 auf 8,06 Milliarden US-Dollar aus. Die Betriebsausgaben beliefen sich 2025 auf 12,65 Milliarden US-Dollar; 7,33 Milliarden davon entfielen auf Rechenleistung und Infrastruktur. Der ausgewiesene Nettoverlust von 42 Milliarden US-Dollar ist nicht gleichbedeutend mit ebenso hohen laufenden Barausgaben für den Betrieb. 3
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Für die kommenden Jahre nennt der Prospekt zudem 518 Milliarden US-Dollar an Verpflichtungen für Cloud-Dienste, Rechenkapazität und damit verbundene Infrastruktur. Das ist eine Summe langfristiger Verpflichtungen – nicht die Rechnung für ein einzelnes Jahr. 4
2025 wurden Anthropic-Produkte im Wert von rund 2,16 Milliarden US-Dollar über die Cloud-Marktplätze von Amazon und Google verkauft. Das entspricht 47 Prozent des Jahresumsatzes. Die beiden Plattformen vermitteln dabei nicht nur den Verkauf, sondern ziehen auch Kundenzahlungen ein. 1
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Für diesen Vertrieb zahlte Anthropic den Cloud-Plattformen laut Reuters’ Auswertung rund 351 Millionen US-Dollar an Gebühren – etwa 16 Cent je über die Marktplätze umgesetztem Dollar. 5
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Die Bedeutung der beiden Unternehmen reicht über den Vertrieb hinaus: Amazon und Google sind wichtige Investoren und stellen Anthropic zugleich Rechenkapazität bereit. Damit liegen Kundenzugang, Zahlungsabwicklung, Finanzierung und ein Teil der technischen Infrastruktur in Beziehungen zu denselben Partnern. 1
Fast ein Viertel des Umsatzes kam 2025 von nur zwei Kunden. Wenn einer von ihnen seine Ausgaben reduziert, könnte das Anthropic spürbar treffen. Die Konzentration auf wenige Großkunden kommt zu den langfristigen Infrastrukturverpflichtungen und der starken Abhängigkeit von den Cloud-Plattformen hinzu. 3
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Aus diesen Verbindungen ergeben sich mögliche Risiken: Wenn Partner Kundenzahlungen abwickeln, kann der Zeitpunkt der Weiterleitung für den Geldfluss wichtig sein. Und wenn wichtige Lieferanten zugleich Investoren und Vertriebskanäle sind, können Fragen zu Preisen, Vertragsbedingungen und verfügbarer Kapazität entstehen. Die vorliegenden Informationen beziffern jedoch keinen konkreten Liquiditätsengpass und belegen keinen tatsächlichen Interessenkonflikt. 1
Bei Verkäufen über einen Marktplatz kann für die Umsatzdarstellung entscheidend sein, ob ein Unternehmen den vollen Verkaufspreis oder einen Betrag nach Abzug der Plattformgebühr als eigenen Umsatz ausweist. Die hier verfügbaren Berichte legen die strittigen Bilanzierungsargumente im Detail nicht dar. Sie zeigen auch nicht, dass Anthropics Marketplace-Verkäufe und OpenAIs gemeldete Umsätze auf derselben Rechnungslegungsbasis beruhen.
Deshalb lässt sich aus den vorliegenden Zahlen weder die Bilanzierungsfrage abschließend beantworten noch ein belastbarer Vergleich der ausgewiesenen Umsätze von Anthropic und OpenAI ziehen. 3
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Anthropic steigerte den Umsatz 2025 etwa auf das Zwölffache des Vorjahreswerts – auf knapp 4,6 Milliarden US Dollar.
Anthropic steigerte den Umsatz 2025 etwa auf das Zwölffache des Vorjahreswerts – auf knapp 4,6 Milliarden US Dollar. Rund 3,8 Milliarden US Dollar Umsatz stammten aus nutzungsabhängigen Zahlungen für Claude, 789 Millionen aus Abonnements.
Amazon und Google sind zugleich Vertriebskanäle, Zahlungsabwickler, wichtige Investoren und Anbieter von Rechenkapazität.