Die ukrainische Luftabwehr steht vor zwei Aufgaben: Patriot-Abfangraketen für besonders anspruchsvolle Bedrohungen verfügbar zu halten und zugleich bessere Antworten auf russische Drohnen zu finden. Vor allem die schnelleren Jet-Modelle lassen sich deutlich schwerer abfangen als ältere, propellergetriebene Varianten. Eine mögliche Produktion von Patriot-Raketen in der Ukraine könnte langfristig helfen – ist aber keine kurzfristige Nachschubquelle.
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Jet-Drohnen vergrößern die Abfanglücke
Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe fängt das Land etwa 60 Prozent der russischen Jet-Drohnen ab. Bei den älteren Propellermodellen liegt die Quote bei mehr als 90 Prozent. Der Ausbau von Abfangdrohnen und anderen möglichen Gegenmaßnahmen brauche Zeit und Geld, berichtete Reuters.
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Ukrainische Abfangdrohnen sind eine kostengünstigere Möglichkeit, Shahed-artige Angriffsdrohnen zu bekämpfen. Reuters bezifferte ihre typischen Kosten auf weniger als 2.000 US-Dollar. Dass die Abfangquote bei Jet-Modellen niedriger ist, zeigt jedoch: Die bisherigen Lösungen reichen nicht aus, um die veränderte Bedrohung vollständig abzuwehren.
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Eine Lizenz bedeutet noch keine Raketenlieferung
Am 25. September sagte Wolodymyr Selenskyj, Donald Trump habe eine „endgültige Entscheidung“ getroffen, der Ukraine Lizenzen zur Herstellung von Patriot-Raketen zu erteilen. Am folgenden Tag bestätigte Trump eine solche Zusage öffentlich nicht.
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Für die unmittelbare Verteidigung ist der Unterschied entscheidend: Eine Lizenz könnte eine künftige Produktion ermöglichen, liefert aber selbst keine Raketen. Selenskyj hatte im Juli außerdem über ein separates US-Lieferpaket gesprochen, das nach seinen Angaben PAC-3-Abfangraketen umfassen sollte.
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Raketentyp und Produktionsbeginn sind offen
Selenskyj hat nicht gesagt, welche Patriot-Abfangraketen von einer Lizenz erfasst wären oder wann die Produktion beginnen könnte.
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16 Ein früherer Bericht nannte als Schätzung etwa ein bis eineinhalb Jahre, bis ein ukrainisches Produktionsprojekt anlaufen könnte. Das ist jedoch weder ein bestätigter Produktionsbeginn noch ein Liefertermin.
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Bis konkrete Details feststehen und die Herstellung tatsächlich aufgebaut ist, bleibt die Ukraine auf Lieferungen ihrer Partner angewiesen. Zugleich sollen günstigere Abfangdrohnen ausgebaut werden. Auch Angriffe auf russische Startplätze und Produktionsstätten gehören zu den Bemühungen, die Zahl der Waffen zu verringern, die abgefangen werden müssen.
Die angekündigten Lizenzen könnten langfristig wichtig werden. Die aktuelle Lücke bei der Abwehr russischer Jet-Drohnen schließen sie jedoch nicht.
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