Südkorea bestellte am 28. September den ukrainischen Geschäftsträger ein und forderte eine offizielle Erklärung sowie eine Entschuldigung für die öffentliche Bekanntgabe der Überstellung zweier nordkoreanischer Gefang...
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Forschungsantwort

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Südkorea hat den ukrainischen Geschäftsträger in Seoul einbestellt, nachdem Präsident Wolodymyr Selenskyj bei der UN-Generalversammlung öffentlich erklärt hatte, dass die Ukraine zwei nordkoreanische Kriegsgefangene nach Südkorea überstellt habe. Das Außenministerium protestierte gegen die Bekanntgabe und verlangte von Kiew eine offizielle Erklärung und Entschuldigung. 2
Der Streit dreht sich vor allem darum, ob beide Regierungen vereinbart hatten, die Überstellung geheim zu halten. Nach Darstellung Seouls hatte die Ukraine wegen der heiklen Lage zunächst um Vertraulichkeit gebeten; Südkorea habe zugestimmt. Das Präsidialamt wirft Kiew deshalb nicht nur die Veröffentlichung, sondern auch das anschließende Bestreiten einer solchen Absprache vor. 1
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Die Ukraine widerspricht: Kiew bestreitet, dass es ein Vertraulichkeitsabkommen gegeben habe. Damit stehen zwei unterschiedliche Darstellungen im Raum; die öffentlich verfügbaren Angaben klären die genauen Bedingungen einer möglichen Absprache nicht unabhängig. 8
Ein wichtiger Unterschied betrifft die Vorabinformation. Südkorea hat eingeräumt, gewusst zu haben, dass Selenskyj die Gefangenen in seiner Rede möglicherweise erwähnen würde. Nach Angaben aus Seoul teilte Kiew aber weder den genauen Wortlaut noch mit, wie ausdrücklich die Überstellung angesprochen werden sollte. Seoul sagt außerdem, es habe deutlich gemacht, dass die Angelegenheit nicht öffentlich gemacht werden sollte. 9
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Das ist nicht automatisch gleichbedeutend mit einer Zustimmung zu einer öffentlichen Bekanntgabe. Umstritten bleibt, was die vorherige Mitteilung erlaubte – und ob daneben eine verbindliche Geheimhaltungsabsprache bestand. 8
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Die beiden Soldaten waren 2025 in der russischen Region Kursk von ukrainischen Kräften gefangen genommen worden. Nach monatelangen Gesprächen zwischen Kiew und Seoul wurden sie nach Südkorea überstellt. Selenskyj machte den Schritt bei seiner Rede vor der UN-Generalversammlung öffentlich, ohne weitere Einzelheiten zum Ablauf zu nennen. 5
Seoul bezeichnet die Angelegenheit als besonders sensibel. Die südkoreanische Regierung sagt, die Veröffentlichung habe das Vertrauen zwischen den beiden Regierungen beschädigt. Auch mögliche Risiken für die Gefangenen waren Teil der öffentlichen Begründung für die gewünschte Geheimhaltung. 1
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Derzeit ist vor allem der diplomatische Konflikt belegt: Südkorea verlangt eine Entschuldigung und eine Erklärung, während Kiew die Darstellung einer vereinbarten Geheimhaltung zurückweist. Welche Folgen der Streit für die weitere Zusammenarbeit haben wird, ist bislang offen. 1
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Südkorea bestellte am 28. September den ukrainischen Geschäftsträger ein und forderte eine offizielle Erklärung sowie eine Entschuldigung für die öffentliche Bekanntgabe der Überstellung zweier nordkoreanischer Gefang...
Südkorea bestellte am 28. September den ukrainischen Geschäftsträger ein und forderte eine offizielle Erklärung sowie eine Entschuldigung für die öffentliche Bekanntgabe der Überstellung zweier nordkoreanischer Gefang... Seoul sagt, Kiew habe zunächst um Vertraulichkeit gebeten und beide Seiten hätten vereinbart, die Überstellung geheim zu halten.
Südkorea räumt ein, vorab erfahren zu haben, dass Selenskyj die Gefangenen möglicherweise erwähnen würde.