Bei einem Angriff auf Geschäfte an der Kreuzung Mawiya in der jemenitischen Provinz Taiz sind am 27. September nach Angaben des von den Huthi geführten Gesundheitsministeriums sieben Menschen getötet und 40 verletzt worden, darunter Kinder. Wer den Angriff ausführte und welches Ziel getroffen wurde, ist umstritten: Die Huthi machen Saudi-Arabien verantwortlich und sprechen von einem Markt. Jemens international anerkannte Regierung erklärt dagegen, ihre Truppen hätten an derselben Stelle ein Huthi-Militärlager und Fahrzeuge angegriffen. Unabhängig bestätigt sind die gegensätzlichen Darstellungen bislang nicht.
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Zwei Versionen des Angriffs
Die Huthi bezeichneten den Vorfall als saudischen Luftangriff auf ein Marktgebiet. Ihr Militärsprecher warnte Saudi-Arabien zudem vor Konsequenzen.
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Die international anerkannte Regierung Jemens präsentierte eine andere Darstellung: Ihre Streitkräfte hätten an der Kreuzung Mawiya ein Huthi-Militärlager und Fahrzeuge angegriffen.
16 Die Angaben widersprechen sich sowohl hinsichtlich der Angreifer als auch des Ziels. Die verfügbaren Berichte klären nicht unabhängig, welche Version zutrifft.
Die Opferzahlen stammen vom Huthi-geführten Gesundheitsministerium. Es meldete sieben Tote und 40 Verletzte, darunter Kinder.
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Weitere gemeldete Angriffe und Militäreinsätze
Der Angriff auf den Markt ereignete sich inmitten weiterer Meldungen über Gewalt. Die Huthi warfen Saudi-Arabien Angriffe in mehreren jemenitischen Provinzen vor. In einem separaten Bericht meldeten Huthi-nahe Medien, ein Angriff auf ein Haus in der Hafenstadt Mokha am Roten Meer habe sechs Menschen getötet. Dabei handelt es sich um Angaben von Huthi-Seite, nicht um unabhängig bestätigte Feststellungen.
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Jemens Regierungstruppen wiederum erklärten, sie hätten binnen 24 Stunden mehrere Luft- und Bodenoperationen gegen Huthi-Stellungen in Taiz durchgeführt, darunter Luftangriffe an mehreren Orten.
9 Auch diese Angaben sind als Aussagen einer Konfliktpartei zu verstehen; die Ergebnisse der Einsätze sind nicht unabhängig verifiziert.
Teil einer größeren Eskalation
Die Kämpfe stehen im Zusammenhang mit einer erneuten Huthi-Offensive an Jemens Rotmeerküste. Die Zeitung The National berichtete von Huthi-Gebietsgewinnen, zu denen der Hafen Mokha und die Insel Perim nahe der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab zählen.
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Der Konflikt reicht auch über die Grenze hinaus. Die Huthi haben erklärt, sie hätten Saudi-Arabien mit Raketen und Drohnen angegriffen, darunter einen Militärstützpunkt nahe der Grenze.
18 Saudi-Arabien, das selbst Huthi-Angriffen ausgesetzt ist, wandte sich laut Berichten über die Militäroperationen in Taiz an regionale Partner wie Pakistan und die Türkei, um Unterstützung zu erhalten.
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Der Angriff an der Kreuzung Mawiya ist damit Teil eines größeren Ringens um Gebiete und grenzüberschreitende Sicherheit. Was bei diesem konkreten Vorfall geschah – wer ihn ausführte und ob ein Markt oder eine Huthi-Militärstellung getroffen wurde –, bleibt jedoch umstritten.