Berichten zufolge erwägt Peking, ausgewählten chinesischen Unternehmen den Kauf eines Nvidia-Chips für professionelle Computer zu erlauben. In den vorliegenden Meldungen ist dabei vom RTX PRO 5500 die Rede – nicht vom RTX Pro 6000D. Chinas Ministerium für Industrie und Informationstechnologie soll Firmen wie ByteDance und Alibaba nach ihren Kaufplänen gefragt haben; einigen Unternehmen sei mitgeteilt worden, die Regierung beabsichtige, die Käufe zu genehmigen. Die Angaben beruhen auf einem Bericht von The Information, den Reuters zunächst nicht unabhängig bestätigen konnte.
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Was im September 2025 angeordnet wurde
Damals ging es ausdrücklich um den RTX Pro 6000D. Die chinesische Cyberspace-Behörde wies Unternehmen laut damaligen Medienberichten an, den Chip nicht weiter zu testen und bestehende Bestellungen zu stornieren.
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11 Eine mögliche Genehmigung für den RTX PRO 5500 wäre daher nicht automatisch die Rücknahme dieser Anweisung: Es handelt sich um ein anderes Modell, und bisher gibt es keinen belegten Hinweis auf eine allgemeine Aufhebung der damaligen Beschränkung.
Der RTX Pro 6000D ist für Workstations gedacht – also leistungsstarke Computer für professionelle Anwendungen – und kann auch für KI-Arbeiten genutzt werden. Peking hatte zugleich auf heimische Alternativen gedrängt. Eine gezielte Zulassung für bestimmte Firmen könnte neben dieser Industriepolitik stehen, statt sie grundsätzlich zu ersetzen.
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Pekings Entscheidung ist nicht Washingtons Exportfreigabe
Selbst eine chinesische Kaufgenehmigung würde US-Exportkontrollen nicht außer Kraft setzen. Das zeigt der separate Streit um Nvidia-H200-Chips: Die Bedingungen der US-Regierung haben mögliche Verkäufe an ByteDance zusätzlich erschwert.
Zugleich sind begrenzte Lieferungen von H200-Chips nach China gemeldet worden. ByteDance und Tencent sollen jeweils rund 10.000 erhalten haben. Solche Einzelfälle belegen aber keine breite Verfügbarkeit von Nvidia-Chips.
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Auch der Zugang zu Nvidia-Rechenleistung über Rechenzentren außerhalb Chinas ist ein anderer Weg als der Import von Chips. Ein mögliches Ja zum RTX PRO 5500 sagt für sich genommen nichts darüber aus, ob sich die Regeln für solche Fernzugriffe ändern. Über mögliche US-Beschränkungen für diesen Zugang wurde separat berichtet.
Warum die größere Bedeutung offenbleibt
Bislang geht es um ein mögliches, selektives grünes Licht für einen bestimmten professionellen Chip – und um Berichte, die sich auf informierte Personen stützen. Das ist weder eine bestätigte allgemeine Freigabe noch ein Beleg dafür, dass Peking seine Vorgaben zum RTX Pro 6000D zurücknimmt. Auch die H200-Lieferungen betreffen ein anderes Modell und eigene Genehmigungsbedingungen. Ob sich daraus eine breitere Lockerung chinesischer Beschränkungen oder der US-Exportpolitik ergibt, ist daher weiterhin unklar.
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