SoftBank hat im September 2026 rund 11,1 Milliarden US-Dollar über Dollar- und Euro-Anleihen aufgenommen. Der japanische Technologiekonzern will damit vor allem seine Investition in OpenAI finanzieren und zugleich seine breitere KI-Strategie vorantreiben. Der Verkauf war laut Reuters der größte High-Yield-Unternehmensanleihe-Deal weltweit.
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Die Größe des Geschäfts ist ein Zeichen für die Aufnahmebereitschaft am Markt. Die hohen Renditen zeigen aber auch, dass SoftBank den Anlegern für das geliehene Geld einen beträchtlichen Preis zahlen muss.
Laufzeiten und Renditen im Überblick
SoftBank platzierte 10 Milliarden US-Dollar in unbesicherten vorrangigen Anleihen sowie Anleihen im Wert von 1 Milliarde Euro. Die Dollar-Tranchen verteilen sich auf drei Laufzeiten:
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| Volumen |
Laufzeit |
Rendite |
| 1 Milliarde US-Dollar |
3,5 Jahre |
8,625 % |
| 4,5 Milliarden US-Dollar |
5,5 Jahre |
9,25 % |
| 4,5 Milliarden US-Dollar |
7,5 Jahre |
9,75 % |
Die Euro-Anleihen bestehen aus zwei Tranchen zu je 500 Millionen Euro. Sie laufen vier beziehungsweise sechs Jahre und rentieren mit 7,125 beziehungsweise 8 Prozent.
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Deutlich teurer als 2021
Ein Bericht zum Vergleich mit SoftBanks Anleihegeschäft von 2021 nennt damals Renditen zwischen 2,125 und 5,25 Prozent für vergleichbare Dollar- und Euro-Anleihen. Die aktuellen Dollar-Renditen liegen deutlich darüber. Das ist allerdings kein exakter Vergleich einzelner Tranchen mit identischer Laufzeit und Währung.
Der Großteil der neuen Mittel ist für OpenAI vorgesehen. SoftBank hatte sich zu einer weiteren Investition verpflichtet; die Anleihe soll insbesondere dabei helfen, eine abschließende Tranche von 10 Milliarden US-Dollar zu finanzieren. Darüber hinaus verfolgt der Konzern Investitionen in KI-Unternehmen und Infrastruktur.
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Was der Deal über Nachfrage und Risiko aussagt
Dass SoftBank eine so große Anleihe platzieren konnte, belegt, dass Anleger bereit waren, dem Unternehmen zu den angebotenen Konditionen Geld zu leihen. Es belegt nicht, dass sie die Erträge aus den KI-Investitionen für sicher halten. Die hohen Renditen und Berichte über gestiegene Kosten zur Absicherung von SoftBanks Schulden gegen einen Zahlungsausfall unterstreichen das Risiko.
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S&P vergab für die vorgeschlagenen unbesicherten Anleihen ein Rating von BB+. Das liegt unterhalb von Investment Grade – also unter den Bonitätsstufen, die üblicherweise als Anlagequalität gelten. Die verfügbaren Quellen belegen jedoch keine umfassende Gegenüberstellung unterschiedlicher Analystenurteile. Auch Details zu verschobenen Börsengängen oder weiteren konkreten Finanzierungsmaßnahmen lassen sich daraus nicht verlässlich ableiten.
Der Kern der Finanzierung ist dennoch klar: SoftBank verschafft sich Mittel für seine KI-Pläne, übernimmt dafür aber hohe laufende Zinsverpflichtungen. Ob die Investitionen diese Kosten langfristig tragen, hängt von künftigen Erträgen ab, die sich aus dem Anleihegeschäft allein nicht ablesen lassen.