Der Cambridge-Analytica-Skandal führte zu einem weiteren Verfahren gegen Meta – diesmal in New Mexico. Die Klage des Bundesstaats aus dem Jahr 2021 bezog sich auf Vorwürfe, wonach die politische Beratungsfirma Cambridge Analytica ohne Zustimmung an Daten von Millionen Facebook-Nutzern gelangt war. New Mexico argumentierte, Facebook habe die Menschen im Bundesstaat anschließend über den Umgang mit ihren persönlichen Daten und den Schutz der Plattform irregeführt.
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Am 25. September 2026 gab eine Jury in Santa Fe dem Bundesstaat in wesentlichen Punkten recht: Sie stellte mehr als 43 Millionen Verstöße gegen New Mexicos Verbraucherschutzgesetz fest. Die Geschworenen bestimmten jedoch nicht, wie hoch die Strafe ausfallen soll. Das bleibt dem Richter überlassen.
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Was die Jury festgestellt hat – und was offenbleibt
Die Vorwürfe umfassten Aussagen dazu, wie Facebook Daten mit Dritten teilte und wie die Plattform mit Hassrede und Falschinformationen umging. Auch die Durchsetzung der Plattformregeln stand im Mittelpunkt. Laut Berichten befanden die Geschworenen 26 von 29 Aussagen für falsch oder irreführend.
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Damit wurde nicht jede beanstandete Aussage des Bundesstaats bestätigt. Welche drei Aussagen die Jury nicht als falsch oder irreführend einstufte, geht aus den verfügbaren Berichten allerdings nicht verlässlich hervor. Das Urteil ist daher keine Bestätigung sämtlicher Vorwürfe.
Meta widerspricht; die Höhe der Strafe steht noch aus
Meta erklärte, das Unternehmen sei mit dem Urteil nicht einverstanden und werde sich weiter gegen Darstellungen wehren, die seine Bilanz verzerrten.
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13 Im Prozess argumentierte das Unternehmen außerdem, einzelne Aussagen seien aus dem Zusammenhang gerissen worden. Meta bestritt auch, Nutzerdaten zu verkaufen.
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New Mexico fordert die höchstmögliche zivilrechtliche Strafe von bis zu 5.000 Dollar je Verstoß. Bei mehr als 43 Millionen festgestellten Verstößen ergäbe sich rechnerisch eine sehr hohe mögliche Obergrenze; das ist aber weder eine bereits verhängte Strafe noch eine Prognose. Der Richter entscheidet über die tatsächliche Summe. Der Bundesstaat verlangt zudem eine gerichtliche Anordnung, die künftige Datenschutzverletzungen verhindern soll. Über diese Auflagen ist ebenfalls noch nicht entschieden.
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Ein anderer Fall als das frühere Verfahren zur Kindersicherheit
Das Datenschutzverfahren ist von einem früheren Prozess in New Mexico zu unterscheiden. Im März 2026 befand eine Jury Meta wegen irreführender Aussagen zur Sicherheit junger Nutzer auf Facebook, Instagram und WhatsApp für haftbar und verhängte 375 Millionen Dollar an zivilrechtlichen Strafen. In einer späteren Phase wurden weitere 567 Millionen Dollar angeordnet; zusammen belief sich die Haftung in diesem Kinder- und Jugendschutzverfahren auf 942 Millionen Dollar.
Auch der Vergleich mehrerer US-Bundesstaaten war ein separates Verfahren. Im August 2026 stimmte Meta einem Vergleich über bis zu 18 Milliarden Dollar zu, der vor allem Vorwürfe zur Kindersicherheit betraf und auch Datenschutzfragen im Zusammenhang mit Cambridge Analytica umfasste. New Mexico trat diesem Vergleich nicht bei und verfolgte die eigene Klage weiter. Der Vergleich sah nach den Berichten außerdem eine Freistellung Metas von künftiger Haftung im Zusammenhang mit dem Cambridge-Analytica-Datenschutzverstoß vor.
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