Eine Bundesjury in San Diego hat entschieden, dass Apples Taptic Engine zwei Patente von Taction Technology zur haptischen Rückmeldung verletzt. Sie sprach dem Unternehmen mehr als 5,7 Milliarden US-Dollar zu – laut Berichten das bislang höchste Urteil dieser Art in den USA. Die Jury sah die Verletzung jedoch nicht als vorsätzlich an. Apple weist das Urteil zurück und kündigt Berufung an.
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Worum es im Urteil geht
Haptisches Feedback sind die Vibrationen, die Nutzerinnen und Nutzer spüren, wenn ein Gerät auf eine Berührung reagiert. Die Jury befand, dass Apples Taptic Engine Ansprüche aus zwei Taction-Patenten verletzt. Betroffen sind iPhones und Apple Watches, die mit Apples Technologie arbeiten.
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Es geht um die US-Patente 10.659.885 und 10.820.117. Die Feststellung einer Patentverletzung und die Frage, ob diese vorsätzlich war, sind rechtlich getrennte Punkte: Bei der zweiten Frage entschied die Jury zugunsten Apples.
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Apple will Berufung einlegen
Apple bestreitet die Patentverletzung. Das Unternehmen erklärt, die Taptic Engine unterscheide sich grundlegend von Tactions Technologie und Apple nutze diese nicht. Zugleich kündigte Apple an, das Urteil anzufechten.
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Taction begrüßte die Entscheidung. Das Unternehmen erklärte, die Jury habe seine Patentrechte bestätigt. Taction setzt seine haptische Technologie unter anderem in Kopfhörern und Gaming-Headsets ein.
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Wie der Fall vor die Jury kam
Taction reichte 2021 Klage gegen Apple ein. 2023 entschied ein Bezirksgericht zunächst im sogenannten Summary Judgment zugunsten Apples: Nach dieser Entscheidung auf Grundlage der vorgelegten Unterlagen lag keine Patentverletzung vor.
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Am 13. August 2025 hob das US-Berufungsgericht für den Federal Circuit dieses Urteil auf und verwies den Fall zur weiteren Verhandlung zurück. Damit konnte der Streit weitergeführt und schließlich einer Jury vorgelegt werden.
Das Urteil ist noch nicht das letzte Wort
Die zugesprochenen mehr als 5,7 Milliarden Dollar sind zunächst ein Juryurteil – kein Beleg dafür, dass Apple Taction bereits bezahlt hat. Da Apple Berufung angekündigt hat, geht der Rechtsstreit weiter. Auch die Feststellung, dass keine vorsätzliche Verletzung vorlag, bleibt neben der Juryentscheidung zur Patentverletzung bestehen.
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