Nach dem Smartphoneverbot nutzten Jugendliche ihre Handys in der Schule deutlich seltener; insgesamt blieb die Nutzung laut Befragungen ähnlich, weil sie offenbar auf die Zeit zu Hause verlagert wurde. Rund 62 Prozent der Befragten gaben an, ihr Smartphone gelegentlich heimlich trotz des Verbots zu nutzen.
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What did Ghent University’s study of roughly 3,500 pupils in 20 Flemish secondary schools find about the effects of Belgium’s school smartph. Article summary: Ghent University’s findings suggest that the Flemish ban reduced phone use **at school**, but not pupils’ **total** phone time: they made up the difference at home. The reported benefits for well-being, studying and cybe. Topic tags: general, news, general web, government, user generated. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermar
Ein Handyverbot kann Smartphones während des Schultags aus den Händen der Schülerinnen und Schüler halten, ohne ihre gesamte Nutzungszeit zu senken. Das legt eine Untersuchung der Universität Gent nahe: In Befragungen von rund 3.500 Jugendlichen an 20 weiterführenden Schulen in Flandern sank die Nutzung in der Schule. Insgesamt blieb sie jedoch ähnlich – offenbar wurde die ausgefallene Zeit zu Hause nachgeholt. 18
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Das vorläufige Fazit ist deshalb begrenzt: In der Schule werden weniger Smartphones genutzt. Dass das Verbot zugleich das Wohlbefinden verbessert, das Lernen erleichtert oder Cybermobbing verringert, ist bisher nicht klar belegt. 19
Die Forschenden befragten die Jugendlichen vor und nach Einführung der Einschränkung. Den Angaben zufolge nutzten sie ihre Smartphones danach sowohl im Unterricht als auch in den Pausen seltener. Bei der gesamten Nutzungszeit zeigte sich dagegen kein vergleichbarer Rückgang: Die Jugendlichen schienen einen Teil der Nutzung nach Schulschluss nachzuholen. 18
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Das Verbot wurde zudem nicht immer eingehalten. Rund 62 Prozent der Befragten sagten, sie nutzten ihr Handy gelegentlich heimlich. 18
Auch bei Wohlbefinden und Lernen blieben mehrere erwartete positive Effekte vorerst aus. Ein deutlicher Rückgang von Cybermobbing ließ sich ebenfalls nicht klar feststellen. Die bisherigen Ergebnisse sind eine Momentaufnahme und schließen spätere Veränderungen nicht aus. 19
Wichtig ist auch, was die Befragungen leisten können: Der Vergleich der Angaben vor und nach der Regel zeigt Veränderungen im zeitlichen Zusammenhang mit dem Verbot. Für sich allein beweist er aber nicht, dass jede beobachtete Veränderung durch das Verbot verursacht wurde. 19
Eine separate US-Untersuchung betrachtete sogenannte Yondr-Hüllen: Dabei werden Smartphones in abschließbaren Beuteln verwahrt, sodass Schülerinnen und Schüler während des Schultags nicht darauf zugreifen können. Die Studie fand einen deutlichen Rückgang der Handynutzung in der Schule. Für kurzfristige Verbesserungen bei Testergebnissen, Anwesenheit oder wahrgenommenem Online-Mobbing gab es dagegen wenig Hinweise. In der ersten Phase nahmen außerdem Disziplinarfälle zu; das berichtete Wohlbefinden der Jugendlichen ging zunächst zurück. 5
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Der Vergleich macht einen wichtigen Unterschied sichtbar: Regeln und abschließbare Hüllen können den Zugriff aufs Handy während der Schulzeit einschränken. Daraus folgen aber nicht automatisch bessere schulische oder soziale Ergebnisse. Die US-Studie untersuchte eine andere Maßnahme und eine andere Schülergruppe als die flämischen Befragungen. Zudem handelte es sich bei der Arbeit um ein noch nicht begutachtetes Working Paper. 5
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Handyverbote und abschließbare Hüllen sind auch in Großbritannien und den USA Teil der bildungspolitischen Debatte. In Großbritannien führen Schulen solche Hüllen ein; zugleich gibt es Streit darüber, ob Aufwand und Kosten gerechtfertigt sind. 3 Auch in den USA haben sich Einschränkungen an Schulen verbreitet.
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Eine Pew-Umfrage aus dem Jahr 2026 zeigt, dass die Zustimmung in den USA davon abhängt, wie weit ein Verbot reicht: 77 Prozent der Erwachsenen befürworteten ein Handyverbot während des Unterrichts. Ein Verbot für den gesamten Schultag unterstützten 48 Prozent, während 43 Prozent dagegen waren. 4 Vergleichbare Zahlen zur öffentlichen Meinung in Großbritannien liegen in den hier herangezogenen Quellen nicht vor.
Die belastbarste Schlussfolgerung bleibt daher eng umrissen: Schulregeln können die Smartphone-Nutzung während des Schultags senken. Ob Jugendliche dadurch insgesamt weniger Zeit am Handy verbringen oder sich ihr Wohlbefinden, Lernen und Erleben von Cybermobbing verbessern, ist eine andere Frage. Die hier angeführten Befunde zeigen dafür bislang keine klaren, durchgängig positiven Effekte. 18
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Nach dem Smartphoneverbot nutzten Jugendliche ihre Handys in der Schule deutlich seltener; insgesamt blieb die Nutzung laut Befragungen ähnlich, weil sie offenbar auf die Zeit zu Hause verlagert wurde.
Nach dem Smartphoneverbot nutzten Jugendliche ihre Handys in der Schule deutlich seltener; insgesamt blieb die Nutzung laut Befragungen ähnlich, weil sie offenbar auf die Zeit zu Hause verlagert wurde. Rund 62 Prozent der Befragten gaben an, ihr Smartphone gelegentlich heimlich trotz des Verbots zu nutzen.
Auch US Daten zu abschließbaren Yondr Handyhüllen zeigen vor allem weniger Handynutzung während des Schultags – nicht automatisch bessere Lern oder Wohlbefindenswerte.