Die Ukraine erklärte, ihre Streitkräfte hätten im September 2026 binnen einer Woche sechs russische Ölraffinerien und das Iskra-Werk für elektronische Komponenten angegriffen. Kiew stellte die Angriffe als Versuch dar, Russlands Fähigkeit zur Finanzierung und Versorgung des Krieges zu schwächen. Ukrainische Vertreter begründeten sie zudem mit dem Recht auf Selbstverteidigung. Wie groß der tatsächliche Industrieschaden ist, bleibt unklar.
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Welche Anlagen wurden angegriffen?
Nach ukrainischen Angaben befanden sich die Raffinerieziele in Moskau, Perm und Nowoschachtinsk sowie in der Region Krasnodar. Sie lagen demnach zwischen 200 und 1.600 Kilometern von der Front entfernt. Die sechs Raffinerien hätten zusammen eine jährliche Verarbeitungskapazität von rund 53,6 Millionen Tonnen Rohöl. Das ist ihre angegebene Gesamtkapazität – nicht eine Schätzung der durch die Angriffe zerstörten oder stillgelegten Kapazität.
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Auch das Iskra-Werk in Uljanowsk sei getroffen worden. Es stellt elektronische Komponenten her, darunter Teile für militärische Kommunikations- und Elektroniksysteme.
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Schäden und Stillstände: Was ist bekannt?
Russische Behörden bestätigten Schäden an der Raffinerie in Nowoschachtinsk und eine vorübergehende Einstellung des Betriebs.
2 Berichten zufolge stellte auch die Raffinerie in Perm nach einem Feuer und Schäden an ihrer Infrastruktur den Betrieb ein. In Moskau wurden zentrale Verarbeitungseinheiten beschädigt; die Verarbeitung von Rohöl sei dort gestoppt worden.
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Diese Meldungen belegen nicht, dass alle sechs Raffinerien ihren Betrieb einstellen mussten. Auch das Ausmaß und die Dauer der Schäden an den einzelnen Anlagen sind nicht für alle Ziele gleichermaßen dokumentiert.
Mögliche Folgen für Raffinerien und Treibstoffversorgung
Der ukrainische Generalstab erklärte, die umfassendere Kampagne gegen russische Raffinerien habe mehr als 45 Prozent der Verarbeitungskapazität außer Betrieb gesetzt. Das ist eine Einschätzung der ukrainischen Militärführung und lässt sich nicht allein den sechs hier gemeldeten Angriffen zurechnen.
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Berichte über den russischen Raffineriesektor verwiesen außerdem auf Engpässe bei Treibstoff. Die Angaben beschreiben einen breiteren Druck auf die Versorgung; sie belegen nicht, dass die gemeldeten Angriffe allein dafür verantwortlich waren.
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Kiews Begründung amid russischer Drohnenangriffe
Ukrainische Vertreter bezeichneten russische Energie- und Treibstoffanlagen als Teil der Kriegswirtschaft und erklärten Angriffe darauf zum Recht auf Selbstverteidigung.
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14 Diese Begründung fiel in eine Phase, in der Russland am 25. und 26. September weiter Drohnenangriffe auf die Ukraine flog. Sie bedeutet nicht, dass jeder der Raffinerieangriffe erst nach diesem konkreten russischen Beschuss stattfand.