Der Reiz von Muse lässt sich einfach erklären: Der KI-Agent soll nicht nur Antworten formulieren, sondern Aufgaben erledigen. Am 8. September gestartet, stand die App bereits am 18. September an der Spitze der kostenlosen iPhone-Apps im US-App-Store – vor ChatGPT. Bis Ende September schätzte Sensor Tower die Zahl der Downloads auf mehr als 3,4 Millionen. Metas Werbung für Muse und das Interesse an KI, die über den Chat hinaus handelt, trugen zur Aufmerksamkeit bei. Installationen sagen allerdings noch wenig darüber aus, wie viele Menschen die App regelmäßig nutzen.
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Was Muse heute erledigen kann
Wer die entsprechenden Zugriffe freigibt, kann Muse über Apps und Websites hinweg E-Mails verschicken, Aufgaben organisieren, Reisen buchen und Einkäufe oder andere Transaktionen ausführen lassen. Verknüpfen lassen sich auch Dienste für Kalender, Zahlungen, Gesundheit und das Smart Home. Welche Zugriffe Muse erhält, sollen die Nutzer selbst bestimmen können. Neben einer kostenlosen Version gibt es Abos für 20 beziehungsweise 100 US-Dollar pro Monat.
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Meta beschreibt Muse zudem als Assistenten, der aus Gesprächen lernt, persönliche Prioritäten berücksichtigt und längerfristige Ziele in Pläne übersetzt. Auch für Metas KI-Brillen ist Muse angekündigt. Für diese Erweiterung nennen die vorliegenden Berichte jedoch keinen verbindlichen Termin; eine detaillierte, bestätigte Funktions-Roadmap lässt sich daraus nicht ableiten.
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Warum Anleger und Sicherheitsexperten unterschiedlich hinschauen
An der Börse nährte der Start die Hoffnung, dass Meta neben Werbung künftig mehr mit KI-Abos verdienen könnte. Die Meta-Aktie legte im Umfeld der Muse-Euphorie zu. Ob aus vielen Downloads zahlende Stammkunden werden, ist damit noch nicht entschieden.
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Gerade weil Muse in persönlichen Konten handeln kann, wiegt eine neu gemeldete Schwachstelle schwer: Laut einem Bericht, über den Reuters berichtete, hätte ein Angreifer unter Umständen auf die einem Nutzer zugeordnete virtuelle Maschine und darin enthaltene sensible Informationen zugreifen können. Das ist eine individuelle Rechnerumgebung in der Cloud, in der Muse arbeitet. Meta kündigte deutlichere Sicherheitshinweise in der App an. Die mögliche Ausnutzung einer Lücke ist nicht gleichbedeutend mit einem Nachweis, dass Nutzerdaten gestohlen wurden.
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Hinzu kommt die Vorgeschichte: Reuters berichtete, dass Muse bei internen Tests vor dem Start ins Stocken geriet und sensible Daten unbefugt offengelegt wurden. Eine frühe Angabe bezifferte die täglich aktiven Nutzer auf rund 250.000. Diese Zahl und die späteren Download-Schätzungen messen Unterschiedliches und stammen nicht vom selben Zeitpunkt. Sie verdeutlichen dennoch die entscheidende Frage nach dem anfänglichen Ansturm: Ist Muse zuverlässig und vertrauenswürdig genug, damit Menschen dem Agenten dauerhaft Zugriff auf ihre Konten geben?
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