Bei den Asienspielen 2026 in Aichi und Nagoya gibt es kein eigens errichtetes Athletendorf. Stattdessen wohnen mehr als 17.000 Athleten und Betreuer in Hotels, temporären Unterkünften aus Holzmodulen und auf der Costa Serena, die im Hafen von Nagoya liegt. Auch einige Mitglieder von Team Singapur sind auf dem Schiff untergebracht. Die Veranstalter strichen das geplante Athletendorf, um Kosten zu begrenzen; der Olympic Council of Asia warnte, ein dauerhafter Komplex könne nach den Spielen zum kaum genutzten „weißen Elefanten“ werden.
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Was ist über Team Singapur bekannt?
Die Costa Serena ist als Unterkunft für ungefähr 4.000 bis 5.000 Athleten und Betreuer vorgesehen. Sie ersetzt damit nur einen Teil der Kapazität eines Athletendorfs. Dass Singapurer Athleten an Bord sind, ist bestätigt – nicht aber, dass die gesamte Delegation dort wohnt.
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Der singapurische Wasserballspieler Juni Ong beschrieb seine Unterkunft an Bord als klein, aber komfortabel. Triathlet Luke Chua zeigte an seiner Unterkunft bei den Spielen Betten und Fahrradständer aus Pappe. Chuas Einblick belegt jedoch nicht, dass diese Ausstattung in allen Unterkünften oder Schiffskabinen zu finden ist. Belastbare, namentlich zuzuordnende Einschätzungen singapurischer Athleten oder Funktionäre zu den Holzhütten liegen in den herangezogenen Berichten nicht vor.
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Wo liegen die Probleme?
Hotels und ein bereits vorhandenes Schiff zu nutzen, statt für ein kurzes Sportereignis einen dauerhaften Wohnkomplex zu bauen, senkt den Bedarf an Neubauten. Die verteilte Unterbringung hat aber praktische Nachteile: Delegationen berichteten von Zimmermangel, beengten Räumen und Betten, die für manche Athleten zu kurz seien. Hinzu kamen stundenlange Wartezeiten, um an Bord des Schiffes zu gelangen. Auch die Anbindung des Schiffes an Wettkampfstätten wurde kritisiert.
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Besonders deutliche Kritik galt den temporären Holzhütten: Südkoreanische Vertreter bezeichneten sie als die „schlechtesten überhaupt“ und beanstandeten zu kurze Betten. Das ist ihre Bewertung, keine Aussage von Team Singapur. Auch Anwohner stellten die beengten Unterkünfte infrage. Die Organisatoren verteidigten ihr Konzept und erklärten, Beschwerden nachzugehen. Das steht neben ihrer früheren Zusicherung, für alle bis zum Meldeschluss registrierten Teilnehmer sei eine angemessene Unterkunft gesichert.
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