Der entscheidende Punkt im Tarifstreit bei SK hynix war nicht nur die Höhe der Vergütung, sondern die Form der Bonuszahlung. Im ersten Angebot sollten 40 Prozent der Gewinnbeteiligung in Bargeld und 60 Prozent in Unternehmensaktien ausgezahlt werden. Nachdem die Produktionsbeschäftigten diesen Vorschlag knapp abgelehnt hatten, einigten sich Unternehmensleitung und Gewerkschaft am 9. September auf eine hälftige Aufteilung. Die Mitglieder stimmten am 16. September zu; der Streit endete ohne Streik.
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Vom Nein mit 25 Stimmen Vorsprung zur Zustimmung
Das erste Angebot enthielt eine Lohnerhöhung um 6,3 Prozent und die Bonusaufteilung von 40 Prozent Bargeld zu 60 Prozent Aktien. Bei der Abstimmung am 25. August lehnten es 7.535 Mitglieder ab, 7.510 stimmten dafür. Die Differenz betrug lediglich 25 Stimmen.
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Über den nachgebesserten Vorschlag stimmten die Gewerkschaftsmitglieder an den Werken Icheon und Cheongju vom 15. September, 6 Uhr, bis zum 16. September, 9 Uhr, ab. Von 16.039 Stimmberechtigten nahmen 15.297 teil. 8.731 votierten dafür, 6.566 dagegen – ein Vorsprung von 2.165 Stimmen und eine Zustimmung von 57,08 Prozent. Die Zahlen gelten für beide Standorte zusammen, nicht für jedes Werk einzeln. Gegenüber den 49,92 Prozent Zustimmung beim ersten Angebot war das ein Anstieg um 7,16 Prozentpunkte.
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Was sich beim Bonus änderte
Die überarbeitete Vereinbarung sieht für die Gewinnbeteiligung standardmäßig 50 Prozent Bargeld und 50 Prozent SK-hynix-Aktien vor. Beschäftigte können stattdessen einen höheren Aktienanteil wählen: in Schritten von zehn Prozentpunkten bis zu 100 Prozent Aktien. Eine Auszahlung vollständig in Bargeld ist nach dieser Regelung nicht vorgesehen.
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Damit reagierten die Verhandlungspartner auf den Wunsch nach einem höheren Baranteil. Beim ersten Vorschlag hätte ein größerer Teil des Bonus aus Aktien bestanden, deren späterer Wert vom Aktienkurs abhängt.
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9 Die vorliegenden Berichte belegen die Änderung der Auszahlungsform. Sie belegen nicht, dass sich dadurch das gesamte Bonusvolumen oder die im ersten Angebot vorgesehene Lohnerhöhung von 6,3 Prozent änderte.
Zwischen den beiden Abstimmungen hielt die Gewerkschaft laut MoneyToday rund 60 Informationsveranstaltungen für ihre Mitglieder ab.
17 SK hynix bestätigte anschließend die Zustimmung zum neuen Vorschlag. Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertretung planten, die Lohn- und Kollektivvereinbarung bei einer Unterzeichnungszeremonie vor dem koreanischen Erntedankfest Chuseok abzuschließen.
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