Die Börsenreaktion galt weniger einer einzelnen Brille als einer möglichen neuen Geschäftskette: Muse soll Aufgaben für Nutzer erledigen, über eigene Geräte leichter erreichbar sein und bei Einkäufen auch Transaktionen abschließen können. CNBC bezifferte das Plus der Meta-Aktie am Donnerstag, dem 24. September, auf 4,5 Prozent.
19 Das ist ein Hinweis auf die Erwartungen der Anleger – noch kein Beleg dafür, dass sich Metas KI-Investitionen bereits auszahlen.
Was Zuckerberg am Mittwoch zeigte
Bei der Connect-Präsentation am 23. September in Menlo Park stellte Meta-Chef Mark Zuckerberg drei Geräte in den Vordergrund:
- Meta VR Glasses: Die schlankere Alternative zu Metas bisherigen Quest-Headsets soll 1.299 US-Dollar kosten und im Frühjahr erscheinen.
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16 Geräteberichte beziffern ihr Gewicht auf ungefähr 100 Gramm.
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13 Ein genaues Jahr für den Verkaufsstart und der im Ausgangsmaterial angesprochene vollständige Funktionsumfang für Kinoerlebnisse, räumliches Computing und Spiele sind anhand der hier vorliegenden Belege nicht hinreichend gesichert.
- Muse Charm: Das kleine, tragbare Gerät bietet direkten Zugriff auf Muse, ohne zunächst eine Smartphone-App zu öffnen.
2 Berichte nennen eine Veröffentlichung gegen Jahresende als Ziel; ein Preis ist aus den vorliegenden Angaben nicht gesichert.
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- Ray-Ban Meta Audio: Die Brille verzichtet auf eine Kamera und ermöglicht unter anderem Musikhören, Telefonate und Gespräche mit einem KI-Assistenten. Sie soll ab dem 13. Oktober zu Preisen ab 349 US-Dollar erhältlich sein.
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Warum das für Anleger wichtig war
Schon vor der Konferenz setzte die Wall Street darauf, dass Muse Meta eine zusätzliche Einnahmequelle eröffnen könnte. Der am 8. September gestartete KI-Agent kann beispielsweise E-Mails verschicken, Reisen buchen und Transaktionen ausführen.
5 Rund zwei Wochen nach dem Start führte Muse laut Reuters App-Download-Ranglisten in den USA und Kanada an.
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Die Connect-Ankündigungen gaben dieser Wette eine greifbarere Form: Der Charm könnte den Zugang zum Agenten vereinfachen, während berichtete Anbindungen an Shopify, Stripe und PayPal einen Weg vom Finden eines Produkts bis zur Bezahlung eröffnen.
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20 Meta stellte zudem mögliche Einnahmen aus kleinen Transaktionsgebühren in Aussicht.
16 Ob daraus ein bedeutendes Geschäft entsteht, bleibt offen; der Kursanstieg lässt sich nicht allein mit erwarteten Hardwareverkäufen erklären.
Die Stärke der Meta-Aktie fiel in ein uneinheitliches Börsenumfeld. Zum Donnerstagsschluss lag der S&P 500 laut Reuters 0,02 Prozent im Minus, der Dow Jones 0,31 Prozent im Minus und der Nasdaq 0,01 Prozent im Plus. Zwischenzeitlich hatten die Indizes stärker nachgegeben; Unsicherheit im Nahen Osten trieb Ölpreise und US-Anleiherenditen.
4 Der genannte Nasdaq-Wert bezieht sich auf den Nasdaq-Index, nicht auf den Nasdaq 100.
Die offenen Fragen
KI-Agenten, die Preise vergleichen und Käufe abwickeln, könnten auch verändern, welche Händler und Marken Kunden erreichen. Reuters beschrieb deshalb neben der Begeisterung für Partner wie Shopify und PayPal auch Sorgen über mögliche Verlierer dieses Wandels.
3 Bei den Geräten bleibt Datenschutz ein Thema: Die Ray-Ban Meta Audio kann zwar keine Videos aufnehmen, doch der Verzicht auf eine Kamera beantwortet nicht alle Fragen zum Umgang mit Sprachdaten.
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Unterm Strich: Anleger honorierten eine plausiblere Verbindung zwischen Muse, Geräten und möglichem Umsatz. Wie viele Menschen die Produkte dauerhaft nutzen werden und wie viel Meta damit verdient, ist noch nicht belegt.
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