Der Hymnos führt mehrere angebliche Geburtsorte des Dionysos an, weist die Behauptung über Theben aber ausdrücklich zurück. Im griechischen Text ist Zeus – nicht Semele – das Subjekt des Verbs „zur Welt bringen“.
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Forschungsantwort

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Der Anfang des ersten Homerischen Hymnos an Dionysos stellt keine einfache Geburtsgeschichte vor. Er reiht unterschiedliche Ortsangaben aneinander, widerspricht der Version über Theben und verlagert den Blick auf Zeus und den Berg Nysa. Der überlieferte Text weist Lücken auf; die Übersetzung verbindet diese Stellen nicht durch ergänzte Ereignisse. 4
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Die einen sagen, du seist auf Drakanon geboren, andere auf dem windumtosten Ikaros, wieder andere auf Naxos, du göttlicher Spross, du Eingenähter. Andere behaupten, Semele habe dich, nachdem sie dich empfangen hatte, am tief wirbelnden Fluss Alpheios dem blitzliebenden Zeus geboren. 4
Wieder andere sagen, du seist in Theben zur Welt gekommen, Herr – doch sie sprechen nicht die Wahrheit. Dein Vater, der Vater der Menschen und Götter, brachte dich fern von den Menschen zur Welt und hielt es vor der weißarmigen Hera verborgen. 4
Es gibt einen Berg namens Nysa, hoch aufragend und von Wald bewachsen, fern von Phönizien und nahe den Wasserläufen Ägyptens. Viele Bilder werden sie ihm in Tempeln aufstellen. Und was jene drei betrifft: Dir werden die Menschen bei den dreijährigen Festen gewiss immer vollständige Opfer von hundert Rindern darbringen. Worauf sich „jene drei“ bezieht, benennt die erhaltene Formulierung nicht. 4
Der Sohn des Kronos nickte mit dunklen Brauen. Die unsterblichen Locken strömten vom unsterblichen Haupt des Herrschers herab, und der gewaltige Olymp erbebte. Nachdem er so gesprochen hatte, gab Zeus, klug im Rat, mit dem Kopf seine Zustimmung. 4
Sei uns gewogen, du Eingenähter, du von Frauen Besessener! Wir Sänger besingen dich am Anfang und am Ende; wer dich vergisst, kann sich des heiligen Gesangs nicht erinnern. Und so sei gegrüßt, Dionysos, du Eingenähter – zusammen mit deiner Mutter Semele, die sie auch Thyone nennen. 4
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Der Hymnos führt mehrere angebliche Geburtsorte des Dionysos an, weist die Behauptung über Theben aber ausdrücklich zurück.
Der Hymnos führt mehrere angebliche Geburtsorte des Dionysos an, weist die Behauptung über Theben aber ausdrücklich zurück. Im griechischen Text ist Zeus – nicht Semele – das Subjekt des Verbs „zur Welt bringen“.
Die Deutung des Beinamens Eiraphiótēs als „Eingenähter“ ist verbreitet, seine Herleitung jedoch nicht gesichert.