Gold verlor am Mittwoch rund 1,7 Prozent; am Donnerstag standen auch Gold und Silber weiter unter Druck.[1][5] Starke US Konjunkturdaten und eine schwach nachgefragte Anleiheauktion trieben die Renditen nach oben.
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Forschungsantwort

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Gold gilt in Krisen als sicherer Hafen. Am 23. und 24. September 2026 überwog an den Märkten jedoch ein anderer Gedanke: Wenn starke Konjunkturdaten und teureres Öl weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed wahrscheinlicher machen, werden verzinsliche Anlagen im Vergleich zu Gold attraktiver.1
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Am Mittwoch gab Gold um rund 1,7 Prozent auf etwa 4.290 US-Dollar je Feinunze nach. Im frühen US-Handel am Donnerstag lag der Preis bei ungefähr 4.265 Dollar. Silber notierte bei rund 63,47 Dollar, ein Minus von 1,34 Prozent in dieser Sitzung.1
5 Eine andere Marktübersicht bezifferte den Rückgang von Silber am Mittwoch auf 3,92 Prozent, den von Platin auf 3,97 Prozent. Solche Momentaufnahmen unterscheiden sich je nach Erhebungszeitpunkt.
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Der vorläufige Einkaufsmanagerindex von S&P Global für die gesamte US-Privatwirtschaft stieg im September von 56,0 auf 58,4 Punkte – deutlich stärker als die erwarteten 55,2 Punkte. Sowohl Dienstleistungen als auch Industrie legten zu. Das verringerte aus Sicht der Märkte den Spielraum für eine lockerere Geldpolitik.8
Hinzu kam schwache Nachfrage bei einer Auktion fünfjähriger US-Staatsanleihen im Umfang von 70 Milliarden Dollar. Ein Marktbericht bezifferte den Anstieg der Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf 5,11 Prozent, ein Plus von 15,3 Basispunkten; die fünfjährige Rendite erreichte 5,03 Prozent.10 Gold wirft selbst keine Zinsen ab. Steigen die Anleiherenditen, steigen damit die entgangenen Erträge beim Halten von Gold. Zugleich belastete ein festerer Dollar: Für Käufer mit anderen Währungen wird das in Dollar gehandelte Metall teurer.
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Äußerungen aus der Fed stärkten die Erwartungen weiterer Zinserhöhungen. Eine zeitgenössische Schätzung setzte die Wahrscheinlichkeit eines Zinsschritts im Oktober auf 69,7 Prozent; laut einem anderen Bericht preisten Zinsderivate bis April mindestens drei weitere Erhöhungen ein. Das waren Markterwartungen, keine angekündigten Beschlüsse der Fed.9
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Gleichzeitig stieg die Nordseesorte Brent laut einem Marktbericht vor dem Hintergrund der Spannungen um Iran auf über 100 Dollar je Barrel.10 Teures Öl kann die Nachfrage nach Gold als Inflationsschutz fördern. In diesem Fall wog nach Marktberichten aber die Sorge schwerer, dass zusätzlicher Inflationsdruck die Fed zu höheren Zinsen veranlassen könnte. Dieser Effekt und die hohen Renditen überlagerten am Donnerstag die Nachfrage nach Gold als Absicherung gegen den US-Iran-Konflikt.
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Die Berichte zeigen damit, warum mehrere Edelmetalle gleichzeitig unter Druck gerieten. Wie viel jeder einzelne Faktor zum Preisrückgang beitrug, lässt sich daraus nicht genau bestimmen. Ebenso wenig bedeutet der Rückgang, dass Gold seine Rolle als sicherer Hafen dauerhaft verloren hätte.5
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Gold verlor am Mittwoch rund 1,7 Prozent; am Donnerstag standen auch Gold und Silber weiter unter Druck.[1][5]
Gold verlor am Mittwoch rund 1,7 Prozent; am Donnerstag standen auch Gold und Silber weiter unter Druck.[1][5] Starke US Konjunkturdaten und eine schwach nachgefragte Anleiheauktion trieben die Renditen nach oben.