Iran und Oman haben sich über Ein- und Ausfahrtsrouten für Handelsschiffe in der Straße von Hormus verständigt. Die Verständigung öffnet die Meerenge aber nicht sofort. Sie soll die Grundlage für einen befristeten Korridor schaffen; ob Schiffe ihn tatsächlich nutzen können, ist weiterhin Teil der Verhandlungen.
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Wie soll die Route verlaufen?
Nach iranischen Angaben würden Schiffe bei der Einfahrt in den Persischen Golf durch iranische Hoheitsgewässer fahren. Auch ein Teil der Ausfahrtsroute soll durch diese Gewässer führen. Die Regelung ist als vorübergehend gedacht, nicht als Rückkehr zu uneingeschränktem Schiffsverkehr. Zudem hat Teheran signalisiert, dass eine Vereinbarung nicht automatisch allen Schiffen die Durchfahrt erlauben würde.
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Was fordert Iran von den USA?
Für Teheran ist die Route nur ein Teil einer größeren Vereinbarung über die Seeblockade und den Krieg. Präsident Masoud Pezeshkian hat eine Öffnung an das Ende der US-Seeblockade gegen Iran geknüpft; iranische Vertreter verlangen außerdem eine Verringerung des militärischen Drucks. Deshalb reicht die Verständigung mit Oman aus iranischer Sicht allein nicht aus.
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Laut iranischen Staatsmedien übermittelte Außenminister Abbas Araqchi dem US-Sondergesandten Steve Witkoff in New York weitere Forderungen: die Aufhebung der Blockade, die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte und ein Ende des Krieges an den Fronten, die Teheran als „Widerstandsfronten“ bezeichnet. Das sind iranische Bedingungen, keine von Washington akzeptierten Vereinbarungen.
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Regionale Quellen berichten zudem von einem iranischen Fahrplan mit einer regionalen Waffenruhe von bis zu 60 Tagen, einer schrittweisen Öffnung der Straße von Hormus, einem Ende der US-Blockade und einem Zeitplan für umfassendere Friedensgespräche. Auch das ist bislang ein berichteter Vorschlag – weder eine vereinbarte Waffenruhe noch ein festgelegter Fahrplan für die Schifffahrt.
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Wo stocken die Gespräche?
Die Kontakte in New York haben einen Gesprächskanal zwischen Washington und Teheran wiederbelebt. Witkoff sagte, Vermittler hätten zwischen beiden Seiten Botschaften überbracht. Ein hochrangiger iranischer Vertreter sprach jedoch weiterhin von erheblichen Differenzen. Dass verhandelt wird, bedeutet also noch keine Einigung über Blockade, Krieg und Durchfahrtsregeln.
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Auch die regionale Abstimmung kam nicht voran: Oman verschob ein geplantes Treffen mit Iran und Golfstaaten über die Schifffahrtsregelung „im Interesse eines Konsenses“. Schon zuvor hatte ein hochrangiger iranischer Vertreter einen unterschriftsreifen Hormus-Vertrag bei diesem Treffen für unwahrscheinlich gehalten. Streitpunkt ist unter anderem Irans Wunsch, Gebühren für die Durchfahrt zu erheben – was Oman ablehnt.
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Der Handlungsdruck bleibt hoch. Vorläufige Schiffsverfolgungsdaten zeigten um den 14. September nur noch eine einstellige Zahl von Handelsschiffen pro Tag in der Meerenge; zugleich belasteten Sorgen über länger anhaltende Lieferausfälle den Ölmarkt. Der befristete Korridor könnte Teil einer Lösung sein. Wann er nutzbar wird, lässt sich aus der Einigung über die Route allein aber nicht ableiten.
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