Für die Menschen in Kyjiw kam die Gefahr diesmal sowohl am Tag als auch in der Nacht: Am Mittwoch, dem 23. September, griff Russland die Hauptstadt mit Drohnen an. Am frühen Donnerstagmorgen folgte ein Angriff mit ballistischen Raketen und Drohnen. Die Opferzahlen beziehen sich auf zwei getrennte Angriffe – sie sind nicht die Bilanz einer einzigen Nacht.
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Was ist über Opfer und Schäden bekannt?
Bei dem Drohnenangriff am Mittwoch wurden nach damaligen Berichten zwei Menschen getötet und 23 verletzt. Es gab Brände und Schäden an Gebäuden; betroffen waren auch Bahnanlagen, Lagerhäuser und Tankstellen. Angriffe bei Tageslicht unterbrechen Arbeit und Wege durch die Stadt zusätzlich zu den Luftalarmen in der Nacht.
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Am frühen Donnerstag wurden erneut zwei Menschen getötet. Einer der beiden starb auf dem Parkplatz eines Entbindungskrankenhauses, das beschädigt wurde. Auch nahe gelegene Wohnhäuser wurden in Mitleidenschaft gezogen.
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Was bedeuten Selenskyjs Angaben zur Flugabwehr?
Bei Gesprächen mit Journalisten in New York sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj, die Ukraine habe bei dem jüngsten nächtlichen Angriff 60 Prozent der ballistischen Raketen abgefangen. Die Zahl gilt für diesen Angriff, nicht als allgemeine Erfolgsquote der ukrainischen Luftabwehr. Selenskyj betonte, dass künftig mehr anfliegende Raketen abgeschossen werden müssten.
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Dafür benötigt die Ukraine weitere Abfangraketen, insbesondere für das US-amerikanische Patriot-System. Selenskyj sagte, er habe noch keine konkrete Antwort auf die Frage nach zusätzlichen Patriot-Abfangraketen erhalten. Bereits zuvor hatte er erklärt, die Lieferungen von Flugabwehrraketen durch Verbündete seien im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um zwei Drittel zurückgegangen. Diese Angabe beschreibt die Versorgung – nicht die Abfangquote des jüngsten Angriffs.
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Warum wächst die Sorge vor dem Winter?
Bei der UN-Vollversammlung in New York warb Selenskyj auch für stärkeren Druck auf Russlands Möglichkeiten, den Krieg zu finanzieren. Zugleich warnte er vor Vergeltung, falls Angriffe auf das ukrainische Energiesystem im Winter fortgesetzt würden. Die Ukraine sei zu einer gegenseitigen Pause bei Angriffen auf Energieanlagen bereit; Russland lehnte eine Pause der Kampfhandlungen insgesamt ab.
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Die Angriffe beschränken sich nicht auf Kyjiw: Auch andernorts in der Ukraine gab es zivile Opfer. Weil Abfangraketen fehlen, bleibt Infrastruktur anfällig, wenn die kalte Jahreszeit näher rückt. Schäden an Strom- und Wärmeversorgung könnten Menschen zwingen, ihre Wohnungen zu verlassen. Wie viele davon betroffen sein könnten, lässt sich aus den vorliegenden Berichten jedoch nicht ableiten.
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