Oracle baut zum zweiten Mal in größerem Umfang im Jahr 2026 Stellen ab. Die neue Welle begann am 14. September und erreichte Berichten zufolge Beschäftigte in den USA, Indien, Kanada und Mexiko. Wie viele Arbeitsplätze weltweit in dieser Runde wegfallen, hat Oracle nicht veröffentlicht. Einzelne Teamzahlen, Behördenmeldungen und Schätzungen ergeben deshalb noch keine verlässliche Gesamtzahl.
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Welche Bereiche trifft es?
Die Berichte nennen Oracle Cloud Infrastructure (OCI), Softwareentwicklung, NetSuite und Cerner sowie Vertrieb und Kundenbetreuung. Im US-Bundesstaat Washington betreffen die gemeldeten Stellenstreichungen unter anderem Softwareentwicklung, Kerninfrastruktur, Plattformtechnik, Programmmanagement und den Betrieb zuverlässiger IT-Systeme. Auch vom KI-Rechenzentrumsstandort Abilene in Texas werden Kürzungen gemeldet; diese Angaben stützen sich auf Berichte über Aussagen von Beschäftigten.
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Was sagen die Zahlen – und was nicht?
Ein von Business Insider eingesehenes Dokument führt 546 wegfallende Stellen in Oracles amerikanischer Cloud-Infrastruktur-Organisation auf. Das entspricht rund 7,6 Prozent der dort aufgeführten 7.185 Beschäftigten – nicht 7,6 Prozent des gesamten Konzerns. Eine Meldung an den Bundesstaat Washington nennt 359 Betroffene. Hinzu kommen laut einem Bericht über Behördenmeldungen 441 Stellen in Kalifornien. Diese Angaben erfassen unterschiedliche geografische und organisatorische Ausschnitte, die sich überschneiden können. Sie sollten weder unbesehen addiert noch als weltweite Zahl ausgegeben werden.
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Für betroffene Beschäftigte in den USA wird eine Abfindungsformel von vier Wochen Gehalt plus einer weiteren Woche pro Beschäftigungsjahr beschrieben. Ein interner Fragenkatalog nennt zudem eine Obergrenze von 26 Wochen sowie den Verfall noch nicht unverfallbarer Aktienzuteilungen und den Wegfall bestimmter Boni. Was im Einzelfall gilt, kann vom jeweiligen Anspruch abhängen.
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Warum fallen Stellen weg, während Oracle in KI investiert?
Die Septemberrunde folgt auf einen bereits erheblichen Personalrückgang: Im Geschäftsjahr bis zum 31. Mai 2026 sank Oracles Beschäftigtenzahl netto um rund 21.000 beziehungsweise 13 Prozent auf etwa 141.000. Diese Jahresveränderung ist nicht die Zahl der Entlassungen im September. Schon am 31. März hatte es eine frühere Entlassungswelle gegeben.
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Parallel treibt Oracle den Ausbau von Rechenzentren für künstliche Intelligenz voran. Berichte verknüpfen die erneuten Kürzungen mit dem Versuch, die hohen Infrastrukturkosten und die Personalausgaben auszubalancieren. Oracle erhöhte die geschätzten Kosten seines Restrukturierungsplans um rund 700 Millionen auf 2,8 Milliarden US-Dollar. Darin stecken auch andere Aufwendungen als Abfindungen; der Betrag beziffert weder die Kosten allein dieser Entlassungswelle noch die Zahl der Betroffenen.
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Dass auch Infrastruktur- und Entwicklungsstellen wegfallen, obwohl Oracle KI-Kapazitäten ausbaut, zeigt vor allem eine Verschiebung von Ausgaben und Aufgaben. Aus den vorliegenden Zahlen lässt sich nicht ableiten, dass KI-Werkzeuge jeden gestrichenen Arbeitsplatz unmittelbar ersetzt haben.
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