Der vorgeschlagene EU KIDS Act sieht keinen Zugang zu sozialen Medien unter 13 Jahren vor. Australien verlangt bereits von bestimmten Plattformen, Konten von Unter 16 Jährigen zu verhindern.
Veröffentlicht vonBearbeitet mit GPT-5.6 TerraBilder erstellt mit GPT Image 2
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: How is a global push to restrict minors’ social-media use developing, including the European Commission’s proposed EU KIDS Act—banning under. Article summary: The policy direction is unmistakably toward age-gating and child-safe product design, rather than relying only on parental controls. But the approaches differ sharply: Australia uses a broad under-16 account ban, while t. Topic tags: general, news, general web, user generated, government. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermar
Regierungen regulieren soziale Medien für Minderjährige zunehmend nicht mehr allein über Jugendschutzeinstellungen oder das Entfernen einzelner Inhalte. Im Mittelpunkt stehen nun die Fragen, wer überhaupt ein Konto haben darf und wie Plattformen Angebote für junge Menschen gestalten müssen. Die Modelle reichen vom australischen Konto-Verbot für Unter-16-Jährige über den gestuften EU-Vorschlag bis zu kalifornischen Regeln gegen suchtfördernde Designfunktionen. 20
Die Europäische Kommission hat den EU KIDS Act am 17. September 2026 vorgeschlagen. Danach sollen Kinder unter 13 Jahren keinen Zugang zu sozialen Mediendiensten erhalten. Ab 15 Jahren könnten Minderjährige EU-weit ein eigenes Konto eröffnen und selbst verwalten.
Für 13- und 14-Jährige sieht der Entwurf ein von Eltern oder anderen Sorgeberechtigten geführtes Mini-Konto vor. Dieses soll nur eingeschränkte Funktionen bieten und auf eine Stunde Nutzung pro Tag begrenzt sein. Laut Kommission wären damit altersgerechte soziale Medien und Video-Sharing-Dienste nutzbar.
Zugleich verlagert der Entwurf Verantwortung auf das Produktdesign der Plattformen: Dienste, die von Minderjährigen genutzt werden, müssten nach dem Prinzip „Safety by Design“ gestaltet sein. Dazu zählen Schutzvorgaben gegen schädliche oder suchtfördernde Funktionen. Bei Verstößen könnten Geldbußen von bis zu 6 % des weltweiten Jahresumsatzes fällig werden.
Wichtig: Der EU KIDS Act ist noch kein geltendes EU-Recht. Der Vorschlag muss zunächst im Europäischen Parlament und zwischen den EU-Mitgliedstaaten beraten und verabschiedet werden.
Australien verfolgt einen deutlich kategorischeren Ansatz. Die Regelungen im Online Safety Act verpflichten Anbieter bestimmter sozialer Medien, angemessene Maßnahmen zu ergreifen, damit Australierinnen und Australier unter 16 Jahren keine Konten führen. Die Vorgaben gelten seit dem 10. Dezember 2025. 20
22
Jetzt beschäftigt die Regelung den High Court of Australia, das höchste Gericht des Landes. Im Verfahren Reddit, Inc. v Commonwealth of Australia & Anor geht es um die Frage, ob die Vorschriften die in der australischen Verfassung abgeleitete Freiheit politischer Kommunikation unzulässig beeinträchtigen. 20
Der Branchenverband NetChoice und die Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) haben beantragt, sich in dem Verfahren als amici curiae – also als sachkundige Dritte – äußern zu dürfen. Auch sie argumentieren mit dieser Frage der politischen Kommunikation. 19
Damit wird Australien über das eigene Land hinaus zum wichtigen Testfall: Kann eine Demokratie eine umfassende altersbezogene Kontobeschränkung durchsetzen, ohne dass sie an verfassungsrechtlichen Einwänden oder Datenschutzbedenken scheitert?
Weltweit zeichnet sich kein universelles Mindestalter ab. Frankreich hat eine Beschränkung für Unter-15-Jährige beschlossen. Dänemark verfolgt ein Modell für Unter-15-Jährige, bei dem Eltern einzelnen Kindern ab 13 Jahren Zugang ermöglichen können. Norwegen hat eine Beschränkung für Unter-16-Jährige in Aussicht gestellt. Im Vereinigten Königreich wird über ein Verbot für Unter-16-Jährige diskutiert; die Umsetzung wird etwa für das Frühjahr 2027 angestrebt. 1
10
14
Diese Unterschiede sind mehr als Details. Ein starres Konto-Verbot unterhalb einer Altersgrenze ist leicht zu erklären, wirft aber schwierige Fragen zur Altersprüfung und zu berechtigten Nutzungsmöglichkeiten auf. Ein Stufenmodell wie der EU-Vorschlag versucht dagegen, beaufsichtigten Zugang zu ermöglichen und Plattformen zugleich stärker beim Schutz junger Nutzerinnen und Nutzer in die Pflicht zu nehmen.
Kalifornien steht für einen dritten Ansatz: Dort zielen neue Gesetze auf Funktionen, die besonders lange und intensive Nutzung fördern können. Gouverneur Gavin Newsom unterzeichnete im September 2026 Regelungen, die sozialen Medien suchtfördernde Funktionen für Unter-16-Jährige untersagen und weitere Schutzmaßnahmen für Kinder im Netz ausbauen.
Das bereits 2024 beschlossene Gesetz SB 976, der Protecting Our Kids from Social Media Addiction Act, verbietet erfassten Online-Plattformen, Minderjährigen ohne nachprüfbare Einwilligung der Eltern süchtigmachende Feeds und bestimmte weitere Funktionen anzubieten. Die Generalstaatsanwaltschaft Kaliforniens muss bis zum 1. Januar 2027 Vorgaben zur Altersfeststellung und zu Verfahren für die elterliche Einwilligung erlassen.
Ein weiteres Gesetzespaket ermöglicht zudem Strafen von bis zu 1 Million US-Dollar je Kind für große Social-Media-Unternehmen, wenn ihnen eine fahrlässige Schädigung von Kindern durch ihre Plattformen nachgewiesen wird.
Zusammengenommen markieren diese Vorhaben einen Wandel: Statt vor allem rechtswidrige Inhalte zu regulieren, nehmen Gesetzgeber Zugang, Empfehlungssysteme, Autoplay, Benachrichtigungen, Feeds und Kontodesign ins Visier.
Ob die Regeln in der Praxis funktionieren, hängt entscheidend von der Altersfeststellung ab. Plattformen müssen Kinder von Erwachsenen unterscheiden und daraufhin andere Konto- oder Funktionsregeln anwenden. Zu weitreichende Prüfungen könnten jedoch Datenschutzprobleme schaffen und den Zugang für alle Nutzenden erschweren.
Der australische Rechtsstreit macht die damit verbundene Grundfrage sichtbar: Lassen sich weitreichende Kinderschutzmaßnahmen so gestalten, dass sie die politische Teilhabe nicht unverhältnismäßig einschränken? 19
20
Die Richtung ist klar, der endgültige Weg aber offen. Gestufte Konten nach EU-Vorbild, Australiens Zugangsbeschränkung und Kaliforniens Regeln für Produktfunktionen sind konkurrierende Blaupausen für die nächste Phase der Regulierung sozialer Medien für Minderjährige.
Studio Global AI
Diese Seite enthält eine quellengestützte Antwort, die Sie in Studio Global fortsetzen können.
Der vorgeschlagene EU KIDS Act sieht keinen Zugang zu sozialen Medien unter 13 Jahren vor.
Der vorgeschlagene EU KIDS Act sieht keinen Zugang zu sozialen Medien unter 13 Jahren vor. Australien verlangt bereits von bestimmten Plattformen, Konten von Unter 16 Jährigen zu verhindern.
Kalifornien wählt einen anderen Weg: Statt eines allgemeinen Zugangsverbots werden insbesondere suchtfördernde Produktfunktionen für Unter 16 Jährige eingeschränkt.