Der neue Zollkodex der Union ersetzt den Zollkodex von 2013 und soll Zollverfahren in der EU stärker digitalisieren und zentralisieren.[4] Die neue EU Zollbehörde EUCA mit Sitz im französischen Lille betreibt den EU Customs Data Hub, der schrittweise 111 bestehende nationale Zoll IT Systeme ersetzen soll.[1][9] Für...
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What does the EU’s customs reform that entered into force on September 21, 2026—the bloc’s largest overhaul since the customs union began in. Article summary: The reform replaces the 2013 customs code with a more centralised, data-driven Union Customs Code and shifts much more responsibility for direct-to-consumer imports onto non-EU e-commerce platforms. It entered into force. Topic tags: general, government, general web, user generated. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, ch
Die EU stellt ihr Zollsystem grundlegend um. Im Mittelpunkt stehen ein neuer Zollkodex der Union, eine EU-Zollbehörde namens EUCA und ein gemeinsamer digitaler Daten-Hub. Besonders schnell spürbar sind die Änderungen bei günstigen Waren, die direkt aus Nicht-EU-Ländern an Verbraucherinnen und Verbraucher geschickt werden: Die Zollbefreiung bis 150 € ist weggefallen, und Onlineplattformen tragen künftig mehr Verantwortung.4
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Der neue Zollkodex der Union löst die Verordnung von 2013 ab. Er schafft den gemeinsamen Rahmen für Zollverfahren, den elektronischen Informationsaustausch und eine stärker koordinierte Steuerung der Zollunion.4
Kernstück ist der EU Customs Data Hub. Die zentrale, sichere und cyberresiliente Plattform soll es Unternehmen ermöglichen, Zollinformationen über eine EU-weite Schnittstelle einzureichen, statt sich mit mehreren nationalen IT-Systemen befassen zu müssen. Nach dem Plan soll der Hub die derzeitigen 111 Zoll-IT-Systeme schrittweise ablösen.1
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Für Zollbehörden sollen die zentral erfassten Import- und Exportdaten eine EU-weite Risikoanalyse erleichtern. So könnten Sendungen mit erhöhtem Risiko gezielter kontrolliert werden. Die EU-Kommission schätzt die möglichen Betriebskosteneinsparungen für die Mitgliedstaaten auf mehr als 2 Milliarden € jährlich. Das ist jedoch eine Prognose, keine garantierte Einsparung.18
Die European Union Customs Authority (EUCA) wird als dezentrale EU-Agentur mit Sitz in Lille in Frankreich eingerichtet. Sie soll nationale Zollbehörden koordinieren und unterstützen, den Data Hub verwalten und dessen fortlaufend aktualisierte Daten für das Risikomanagement auswerten.9
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Die eigentlichen Zollkontrollen bleiben Aufgabe der nationalen Behörden. EUCA soll aber die gemeinsame operative Ebene schaffen, die bislang bei voneinander getrennten nationalen Infrastrukturen fehlte.8
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Für Marktplätze, Händler und Kundinnen und Kunden im Onlinehandel sind die neuen Regeln besonders relevant. Sie betreffen Waren, die aus einem Nicht-EU-Land direkt an Verbraucherinnen und Verbraucher in der EU verschickt werden.
Bis zum 30. Juni 2026 waren Sendungen mit einem Warenwert von höchstens 150 € von Zollabgaben befreit. Seit dem 1. Juli 2026 gilt für solche niedrigwertigen Sendungen aus Nicht-EU-Ländern übergangsweise ein Zoll von 3 € pro Artikel.18
Diese Pauschalregel soll enden, sobald der Data Hub für Fernverkäufe betriebsbereit ist: vorgesehen ist Juli 2028. Dann kann der Zoll wieder anhand des Warenwerts, des Ursprungs und der Zolltarifnummer des einzelnen Artikels berechnet werden.10
Bei Waren, die aus Nicht-EU-Ländern direkt an EU-Kundschaft verkauft werden, sollen Onlineplattformen für die Zollformalitäten sowie für anfallende Zölle und Abgaben verantwortlich sein – nicht mehr die einzelnen Käuferinnen und Käufer.
Damit sollen die Zollbehörden verlässlichere Daten erhalten und bei der großen Zahl kleiner Pakete einen klaren verantwortlichen Akteur haben.
Neben dem Übergangszoll von 3 € ist eine weitere, feste Bearbeitungsgebühr der Union vorgesehen. Sie betrifft Artikel, die direkt bei Nicht-EU-Onlineshops bestellt und an EU-Verbraucher geliefert werden. Die Mitgliedstaaten müssen diese Gebühr spätestens ab dem 1. November 2026 erheben.19
Zahlen soll sie dieselbe Stelle, die für die übrigen Zollabgaben des jeweiligen Pakets zuständig ist. Die genaue Höhe legt die EU-Kommission fest; sie soll alle zwei Jahre überprüft werden.19
Wichtig: Diese Bearbeitungsgebühr ist von dem Übergangszoll von 3 € und vom Wegfall der 150-Euro-Freigrenze zu unterscheiden.19
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Die Reform wird nicht auf einen Schlag eingeführt, sondern in mehreren Etappen:
Onlineplattformen und Händler, die Waren von außerhalb der EU direkt an Kundinnen und Kunden in der EU versenden, müssen sich auf mehr Verantwortung für Produktdaten, Zollkonformität und Abgaben einstellen. Für andere Importeure und Exporteure ist der Übergang länger, doch auch ihre Zollmeldungen sollen schrittweise in den Data Hub überführt werden.
Für regelkonform arbeitende Unternehmen verspricht die Reform weniger doppelte Dateneingaben und ein einheitlicheres Verfahren in der EU. Behörden sollen riskante, unsichere, nicht konforme oder unterbewertete Importe besser erkennen können. Ob die erwarteten Einsparungen und Kontrollvorteile tatsächlich eintreten, hängt davon ab, wie erfolgreich der Hub bis 2034 umgesetzt und genutzt wird.18
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Der neue Zollkodex der Union ersetzt den Zollkodex von 2013 und soll Zollverfahren in der EU stärker digitalisieren und zentralisieren.[4]
Der neue Zollkodex der Union ersetzt den Zollkodex von 2013 und soll Zollverfahren in der EU stärker digitalisieren und zentralisieren.[4] Die neue EU Zollbehörde EUCA mit Sitz im französischen Lille betreibt den EU Customs Data Hub, der schrittweise 111 bestehende nationale Zoll IT Systeme ersetzen soll.[1][9]
Für Direktbestellungen aus Nicht EU Ländern entfällt die frühere Zollbefreiung bis 150 €.