NOAA sieht für Oktober bis Dezember 2026 eine Wahrscheinlichkeit von 75 % für einen historischen El Niño, der stärker wäre als alle Ereignisse seit 1950. Weniger Regen und höhere Temperaturen könnten in Süd und Südostasien Wasserknappheit, Wald und Torfbrände sowie Ausfälle bei Reis und Palmöl verschärfen.
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: How is the potentially record breaking El Niño—forecast by NOAA to have a 75% chance of exceeding all events since 1950, with anomalies abov. Article summary: The main risk is a cascading shock: El Niño can suppress rainfall and raise heat across much of South and Southeast Asia, reducing water available for farms and cities, increasing fire risk, and cutting harvests just as . Topic tags: general web, productivity, security, manufacturing, health. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, wate
Die Gefahr liegt vor allem in einer Kettenreaktion: El Niño kann in weiten Teilen Süd- und Südostasiens Niederschläge dämpfen und die Hitze verstärken. Dadurch steht Landwirtschaft und Städten weniger Wasser zur Verfügung, das Brandrisiko steigt und Ernten können kleiner ausfallen – während hohe Energie- und Düngemittelkosten die Produktion und den Import von Lebensmitteln ohnehin verteuern.
Die US-Wetterbehörde NOAA beziffert die Wahrscheinlichkeit, dass El Niño von Oktober bis Dezember 2026 ein historisches Ausmaß erreicht und damit alle Ereignisse seit 1950 übertrifft, auf 75 %. Die regionalen Folgen werden dadurch wahrscheinlicher, sind aber nicht garantiert. 1
Ausbleibender Regen und hohe Temperaturen können Reservoirs, Böden und Grundwasservorräte belasten. Für Landwirte bedeutet das: Aussaaten könnten sich verzögern, Bewässerung wird schwieriger und die Erträge sinken. Zugleich wächst die Gefahr von Wald- und insbesondere Torfbränden.
Brände in Indonesien können Rauch und Feinstaub über Grenzen hinweg tragen – etwa nach Malaysia und Singapur. Die Folgen reichen von Gesundheitsbelastungen über Einschränkungen im Verkehr bis zu Produktivitätsverlusten. 5
Reis ist ein zentraler Risikofaktor, weil Indien, Vietnam und Thailand große Teile des Welthandels beliefern und ihre Anbaugebiete empfindlich auf Hitze und gestörte Niederschläge reagieren. Wassermangel während Aussaat, Blüte oder Kornbildung kann die Produktion verringern. Regierungen könnten daraufhin Ausfuhren begrenzen, um die Versorgung im eigenen Land zu sichern – was den Weltmarkt zusätzlich verknappen würde. 5
Auch die Palmölproduktion in Indonesien und Malaysia steht unter Druck. Dürre und Hitze können die Erträge der Ölpalmen senken; Feuer und Störungen in der Logistik erhöhen das Versorgungsrisiko zusätzlich.
Knappere Mengen bei Reis, Speiseölen und anderen Grundnahrungsmitteln verteuern Lebensmittel vor Ort und erhöhen die Importrechnungen von Ländern, die nicht genug selbst produzieren. Nach Einschätzung des Welternährungsprogramms (WFP) könnte ein starkes El-Niño-Ereignis bis Ende 2027 rund 49 Millionen weitere Menschen in akute Ernährungsunsicherheit treiben. Insgesamt wären dann 274 Millionen Menschen in 45 Ländern betroffen. 3
Besonders hart trifft dies Haushalte mit niedrigem Einkommen: Lebensmittel machen bei ihnen einen hohen Anteil der Ausgaben aus, während Reserven gegen plötzliche Preissprünge meist fehlen.
Störungen durch Konflikte können Treibstoff und Dünger verteuern oder schwerer verfügbar machen. Damit steigen die Kosten für Bewässerung, Maschinen, Transporte und Düngung. Landwirte könnten dann ihre Anbauflächen reduzieren oder weniger Betriebsmittel einsetzen – genau in einer Phase, in der Trockenheit die Erträge bereits belastet. Diese Kombination ist schädlicher als jeder der beiden Faktoren für sich. 13
Teurere Lebensmittel, Einkommensverluste im ländlichen Raum, Erkrankungen durch Rauch und höhere Staatsausgaben für Subventionen, Importe und Katastrophenhilfe können Armut und Druck auf öffentliche Haushalte verstärken. Risikoanalysten nennen Indien, Indonesien und die Philippinen als Länder, in denen ein klimabedingter Ernährungsschock bestehende Risiken für Versorgungssicherheit und soziale Unruhe verstärken könnte. Unruhen sind jedoch ein Risiko, keine zwangsläufige Folge. 2
Globale Schäden in Billionenhöhe sind nur als mehrjähriger, weltweiter Vergleich plausibel – nicht als gesicherte Vorhersage für das Ereignis 2026/27. Eine Analyse verweist auf geschätzte kumulierte weltweite Einkommensverluste von 4,1 Billionen US-Dollar nach El Niño 1982/83 und 5,7 Billionen US-Dollar nach 1997/98, jeweils über die folgenden fünf Jahre. Diese historischen Werte lassen sich nicht direkt als Prognose für 2026/27 verwenden. 8
Wichtig ist auch die Einordnung der Vorhersage: NOAA erwartet eine weitere Verstärkung bis Ende 2026 und sieht für Herbst und Winter 2026/27 auf der Nordhalbkugel eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 90 % für ein sehr starkes Ereignis. Einen exakten Höhepunkt im Dezember oder eine bestimmte Dauer bis März 2027 garantiert die zitierte NOAA-Einschätzung jedoch nicht. 1
Für die oft genannte Behauptung, die globalen Rohstoffpreise für Lebensmittel würden sicher um mehr als 15 % steigen, gibt es keine belastbare offizielle Prognose. Eine angeführte IWF-Schätzung geht bei einem typischen El Niño von etwa 5 % höheren weltweiten Lebensmittelpreisen innerhalb eines Jahres aus. Ein Rekordereignis könnte deutlich stärkere Effekte haben, doch deren Ausmaß bleibt offen. 8
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NOAA sieht für Oktober bis Dezember 2026 eine Wahrscheinlichkeit von 75 % für einen historischen El Niño, der stärker wäre als alle Ereignisse seit 1950.
NOAA sieht für Oktober bis Dezember 2026 eine Wahrscheinlichkeit von 75 % für einen historischen El Niño, der stärker wäre als alle Ereignisse seit 1950. Weniger Regen und höhere Temperaturen könnten in Süd und Südostasien Wasserknappheit, Wald und Torfbrände sowie Ausfälle bei Reis und Palmöl verschärfen.
Das Welternährungsprogramm warnt: Ein starkes Ereignis könnte bis Ende 2027 fast 49 Millionen zusätzliche Menschen in akute Ernährungsunsicherheit treiben.