Die Studie erfasste 1.399 lokale Erdbeben nahe dem Mantap Berg zwischen 2008 und 2025. 955 Ereignisse ließen sich zwei in Nordnordwest Richtung verlaufenden Störungszonen zuordnen.
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What did the study published in Science in September 2026 find about North Korea’s six underground nuclear tests at the Punggye-ri site bene. Article summary: The study’s central finding was that Punggye-ri’s underground tests—especially the sixth and final 3 September 2017 detonation—did not merely produce short-lived aftershocks. They appear to have damaged the surrounding s. Topic tags: general, academic, general web. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with fake num
Die unterirdischen Atomtests Nordkoreas könnten am Mantap-Berg nahe dem Testgelände Punggye-ri die Erdkruste über Jahre hinweg verändert haben. Besonders nach dem sechsten und bislang letzten Test vom 3. September 2017 setzte offenbar nicht nur eine kurze Nachbebenserie ein: Kleine Erdbeben nahmen mit der Zeit zu und wurden noch 2025 registriert. Das spricht laut einer neuen Studie dafür, dass zuvor ruhige geologische Störungen wieder aktiv wurden. 1
Die Forschenden erfassten für die Zeit von 2008 bis 2025 insgesamt 1.399 lokale Erdbeben im Umfeld des Mantap-Bergs. Historische Aufzeichnungen vermerkten zwischen 1904 und 2017 keine Krustenbeben im Umkreis von 50 Kilometern um den Berg – ein deutlicher Kontrast zur späteren Aktivität. 1
Der Test von 2017 war der sechste unterirdische Atomtest Nordkoreas und zugleich der letzte. Frühere Analysen ordneten die Explosion einer Tiefe von etwa 0,5 Kilometern zu; die Sprengkraft wurde dabei auf rund 191 Kilotonnen TNT-Äquivalent geschätzt. Solche Schätzungen können je nach Mess- und Auswertungsmethode unterschiedlich ausfallen. 6
Etwa drei Wochen nach der Detonation begann die seismische Aktivität laut Studie anzusteigen. Das unterscheidet sich von einem typischen Nachbebenmuster: Normalerweise geht die Zahl der Beben nach einem starken Ereignis allmählich zurück. Hier hielten die kleinen Beben dagegen an und verstärkten sich über mehrere Jahre. 1
Von den 1.399 Ereignissen konnten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler 955 präzise zwei vermuteten Störungen zuordnen, die in Nordnordwest-Richtung verlaufen. Die räumliche Bündelung deutet darauf hin, dass sich bereits vorhandene Bruchzonen im Gestein bewegten – und nicht nur das unmittelbare Umfeld der Explosionskavität nachwirkte. 1
Das Team modellierte außerdem ein mögliches, ausdrücklich bedingtes Gefahrenszenario: Würde ein rund 24 Kilometer langer Abschnitt einer solchen Störung aufreißen, könnte ein Erdbeben der Magnitude 6,4 entstehen. Das ist keine Vorhersage eines bevorstehenden Bebens, sondern eine Abschätzung dessen, was die angenommene Störungsgeometrie grundsätzlich zulassen könnte. 1
Als Ursache schlagen die Forschenden eine Kombination mehrerer Effekte vor. Wiederholte unterirdische Explosionen könnten das oberflächennahe Gestein unter und um den Mantap-Berg zunehmend zerklüftet und geschwächt sowie Spannungen an benachbarten Störungen verändert haben. 1
Solche Risse können Wasserwege bilden oder miteinander verbinden. Dringt Wasser ein, steigt der Porendruck – also der Druck des Wassers in den Hohlräumen und Rissen des Gesteins. Dadurch sinkt die wirksame Reibung, die eine Störung normalerweise festhält. Nach Interpretation der Studie könnten Gesteinsschäden, Spannungsänderungen und erhöhter Porendruck zusammen dazu geführt haben, dass die Störungen zeitverzögert ins Gleiten gerieten. 1
Die Untersuchung legt nahe, dass die Folgen unterirdischer Atomtests nicht mit dem Explosionssignal und kurzfristigen Erschütterungen enden müssen. Im Fall von Punggye-ri weist die Entwicklung auf eine langfristige, sich verändernde lokale Erdbebengefahr hin – auch nachdem die Tests eingestellt wurden. 1
Zugleich ist das für die seismische Überwachung von Atomtests relevant. Spätere, durch Störungsbewegungen verursachte Beben können die Einordnung neuer Signale erschweren: Nicht jede Erschütterung nahe eines Testgeländes ist automatisch ein Hinweis auf eine weitere Explosion. Entscheidend sind deshalb Art des seismischen Signals, Ort und zeitlicher Verlauf. 1
Die Daten belegen nicht, dass ein künftiger Atomtest zwangsläufig ein zerstörerisches Erdbeben auslösen würde. Sie zeigen jedoch, dass dem Test von 2017 eine anhaltende seismische Aktivität folgte, die mit der Reaktivierung geologischer Störungen vereinbar ist. 1
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Die Studie erfasste 1.399 lokale Erdbeben nahe dem Mantap Berg zwischen 2008 und 2025.
Die Studie erfasste 1.399 lokale Erdbeben nahe dem Mantap Berg zwischen 2008 und 2025. 955 Ereignisse ließen sich zwei in Nordnordwest Richtung verlaufenden Störungszonen zuordnen.
Als Erklärung nennen die Forschenden kumulierte Schäden im Gestein, veränderte Spannungen und Wasser in neuen Rissen.
Die Studie erfasste 1.399 lokale Erdbeben nahe dem Mantap Berg zwischen 2008 und 2025. 955 Ereignisse ließen sich zwei in Nordnordwest Richtung verlaufenden Störungszonen zuordnen.
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Die unterirdischen Atomtests Nordkoreas könnten am Mantap-Berg nahe dem Testgelände Punggye-ri die Erdkruste über Jahre hinweg verändert haben. Besonders nach dem sechsten und bislang letzten Test vom 3. September 2017 setzte offenbar nicht nur eine kurze Nachbebenserie ein: Kleine Erdbeben nahmen mit der Zeit zu und wurden noch 2025 registriert. Das spricht laut einer neuen Studie dafür, dass zuvor ruhige geologische Störungen wieder aktiv wurden. 1
Die Forschenden erfassten für die Zeit von 2008 bis 2025 insgesamt 1.399 lokale Erdbeben im Umfeld des Mantap-Bergs. Historische Aufzeichnungen vermerkten zwischen 1904 und 2017 keine Krustenbeben im Umkreis von 50 Kilometern um den Berg – ein deutlicher Kontrast zur späteren Aktivität. 1
Der Test von 2017 war der sechste unterirdische Atomtest Nordkoreas und zugleich der letzte. Frühere Analysen ordneten die Explosion einer Tiefe von etwa 0,5 Kilometern zu; die Sprengkraft wurde dabei auf rund 191 Kilotonnen TNT-Äquivalent geschätzt. Solche Schätzungen können je nach Mess- und Auswertungsmethode unterschiedlich ausfallen. 6
Etwa drei Wochen nach der Detonation begann die seismische Aktivität laut Studie anzusteigen. Das unterscheidet sich von einem typischen Nachbebenmuster: Normalerweise geht die Zahl der Beben nach einem starken Ereignis allmählich zurück. Hier hielten die kleinen Beben dagegen an und verstärkten sich über mehrere Jahre. 1
Von den 1.399 Ereignissen konnten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler 955 präzise zwei vermuteten Störungen zuordnen, die in Nordnordwest-Richtung verlaufen. Die räumliche Bündelung deutet darauf hin, dass sich bereits vorhandene Bruchzonen im Gestein bewegten – und nicht nur das unmittelbare Umfeld der Explosionskavität nachwirkte. 1
Das Team modellierte außerdem ein mögliches, ausdrücklich bedingtes Gefahrenszenario: Würde ein rund 24 Kilometer langer Abschnitt einer solchen Störung aufreißen, könnte ein Erdbeben der Magnitude 6,4 entstehen. Das ist keine Vorhersage eines bevorstehenden Bebens, sondern eine Abschätzung dessen, was die angenommene Störungsgeometrie grundsätzlich zulassen könnte. 1
Als Ursache schlagen die Forschenden eine Kombination mehrerer Effekte vor. Wiederholte unterirdische Explosionen könnten das oberflächennahe Gestein unter und um den Mantap-Berg zunehmend zerklüftet und geschwächt sowie Spannungen an benachbarten Störungen verändert haben. 1
Solche Risse können Wasserwege bilden oder miteinander verbinden. Dringt Wasser ein, steigt der Porendruck – also der Druck des Wassers in den Hohlräumen und Rissen des Gesteins. Dadurch sinkt die wirksame Reibung, die eine Störung normalerweise festhält. Nach Interpretation der Studie könnten Gesteinsschäden, Spannungsänderungen und erhöhter Porendruck zusammen dazu geführt haben, dass die Störungen zeitverzögert ins Gleiten gerieten. 1
Die Untersuchung legt nahe, dass die Folgen unterirdischer Atomtests nicht mit dem Explosionssignal und kurzfristigen Erschütterungen enden müssen. Im Fall von Punggye-ri weist die Entwicklung auf eine langfristige, sich verändernde lokale Erdbebengefahr hin – auch nachdem die Tests eingestellt wurden. 1
Zugleich ist das für die seismische Überwachung von Atomtests relevant. Spätere, durch Störungsbewegungen verursachte Beben können die Einordnung neuer Signale erschweren: Nicht jede Erschütterung nahe eines Testgeländes ist automatisch ein Hinweis auf eine weitere Explosion. Entscheidend sind deshalb Art des seismischen Signals, Ort und zeitlicher Verlauf. 1
Die Daten belegen nicht, dass ein künftiger Atomtest zwangsläufig ein zerstörerisches Erdbeben auslösen würde. Sie zeigen jedoch, dass dem Test von 2017 eine anhaltende seismische Aktivität folgte, die mit der Reaktivierung geologischer Störungen vereinbar ist. 1
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Als Erklärung nennen die Forschenden kumulierte Schäden im Gestein, veränderte Spannungen und Wasser in neuen Rissen.