Die Ausfuhren von elementarem Schwefel sanken laut IFPRI um rund 33 %. Da der Persische Golf etwa die Hälfte des weltweit gehandelten Schwefels liefert, trifft das Phosphatdünger besonders stark.
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: How has the closure of the Strait of Hormuz for more than six months disrupted global fertilizer and agricultural supply chains in 2026, par. Article summary: The disruption has become a fertilizer-feedstock crisis rather than simply a shipping delay: the near-halt of Gulf flows removed a large share of traded sulfur, constraining phosphate fertilizer production even where pho. Topic tags: general, general web, user generated, education, news. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermark
Die Störung der Schifffahrt in der Straße von Hormus ist längst mehr als ein logistisches Problem. Sie hat einen zentralen Rohstoff aus dem Welthandel gedrängt: elementaren Schwefel. Das bremst vor allem die Herstellung von Phosphatdüngern. Während sich der Markt für Stickstoffdünger nach dem ersten Preisschock teilweise entspannt hat, bleiben Phosphatprodukte wegen des knappen und teuren Schwefels unter Druck. 1
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Mehr als sechs Monate nach Beginn der Störung waren Düngemittellieferungen aus der Golfregion laut dem International Food Policy Research Institute (IFPRI) weiterhin weitgehend zum Erliegen gekommen. Die Ausfuhren von elementarem Schwefel gingen demnach um rund 33 % zurück; besonders stark waren die Verluste bei Anbietern aus der Golfregion. 1
Das wiegt schwer, weil der Persische Golf kein beliebiger Lieferant ist: Nach Schätzung von S&P Global Ratings stammt etwa die Hälfte des weltweit gehandelten Schwefels aus der Region. 8 Schwefel wird zu Schwefelsäure verarbeitet. Diese ist unverzichtbar, um Phosphatgestein zunächst in Phosphorsäure und anschließend in Dünger wie DAP und MAP umzuwandeln. Fehlt Schwefel oder ist er zu teuer, können Phosphatanlagen stillstehen – selbst wenn Phosphatgestein, Anlagenkapazitäten und Nachfrage vorhanden sind.
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Der Preisschock fiel entsprechend deutlich aus. Ende Mai erreichte Schwefel laut S&P Global Rekordniveaus, darunter rund 1.200 US-Dollar je Tonne frei Brasilien. Hintergrund war, dass etwa die Hälfte der seewärtigen Schwefelexporte hinter Hormus festsaß. 11 Gleichzeitig lagen die weltweiten Phosphatexporte im Zeitraum Januar bis Juni 2026 – gemessen in Phosphoräquivalenten – mehr als 9 % unter dem Vorjahresniveau.
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Der US-Konzern Mosaic verringerte seine Phosphatproduktion an ausgewählten Standorten in Nordamerika und Brasilien. Als Gründe nannte das Unternehmen sinkende Schwefelbestände und eine eingeschränkte Verfügbarkeit von Rohstoffen. 6 Zuvor hatte Mosaic in Brasilien vorübergehend den Phosphatgesteinabbau sowie den Betrieb chemischer Anlagen unterbrochen.
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Auch andere Hersteller spüren den Druck. Der saudi-arabische Produzent Ma’aden senkte seine DAP-Produktionsprognose für 2026 auf 6,0 bis 6,5 Millionen Tonnen, nachdem die DAP-Produktion im zweiten Quartal um 28 % gesunken war. Mosaic meldete zudem einen operativen Verlust von 104 Millionen US-Dollar in seinem Phosphatsegment. 7
Das zeigt die Kettenreaktion: Aus blockierten Schwefeltransporten werden fehlende Schwefelsäure, geringere Phosphatverarbeitung, weniger Dünger am Markt – und schließlich schwierigere Kaufentscheidungen für landwirtschaftliche Betriebe.
Eine Transportstörung wäre leichter zu bewältigen, wenn andere Anbieter ihre Ausfuhren rasch erhöhen könnten. Genau das wurde 2026 zusätzlich erschwert.
Nach einer Marktanalyse von Kpler verschärften das russische Exportverbot für Industrieschwefel und Chinas Ausfuhrverbot für Schwefelsäure die Lage. 13 Auch Indien setzte im Juli Schwefelexporte aus. Der unmittelbare Mengeneffekt dürfte allerdings begrenzt gewesen sein, weil die Ausfuhren nach Beginn des Nahostkonflikts ohnehin stark zurückgegangen waren.
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Solche Maßnahmen dienen der Versorgung heimischer Industrie- und Düngemittelproduzenten. Zusammen verkleinern sie jedoch die Menge, auf die importabhängige Phosphathersteller weltweit zurückgreifen können. Für die gemeldete Aussetzung kasachischer Schwefelexporte liefern die hier zugrunde liegenden Hauptquellen keine ausreichend belastbare Quantifizierung des separaten globalen Effekts; sie sollte deshalb nicht als messbarer Anteil der weltweiten Knappheit dargestellt werden.
Auch Stickstoffdünger waren zunächst stark betroffen: Die Golfregion ist ein wichtiger Standort für Harnstoff und Ammoniak. Harnstoffpreise stiegen nach Beginn der Störung rasch an, gaben später aber nach, weil Lieferungen außerhalb der Golfregion zunahmen und sich die Nachfrage anpasste. 1
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Bei Phosphatdüngern ist die Lage weniger flexibel. Ihre Produktion benötigt Schwefel oder Schwefelsäure – und genau diese Vorprodukte bleiben wegen eingeschränkter Transportwege und zusätzlicher Exportbeschränkungen knapp. Reuters berichtete im September, dass Preise für phosphathaltige Dünger anders als Harnstoff nicht entsprechend zurückgegangen seien, weil Schwefel als zentraler Einsatzstoff teuer bleibe. 19
Für Einkäufer ist das ein entscheidender Unterschied: Eine allgemeine Entspannung am Düngermarkt bedeutet nicht automatisch, dass Phosphatdünger wieder ausreichend verfügbar oder bezahlbar ist. Zwar gingen die globalen Exporte von Stickstoff- und Phosphatdüngern im ersten Halbjahr 2026 in ähnlicher Größenordnung zurück, die Ursachen – und damit auch die Erholungsperspektiven – sind aber unterschiedlich. 1
Hohe Düngerpreise und unsichere Liefertermine erreichen die Lebensmittelmärkte nicht sofort. Betriebe könnten Käufe verschieben, geringere Mengen ausbringen oder ihre Nährstoffplanung umstellen. Das kann Erträge in späteren Aussaat- und Erntezyklen belasten – besonders in Ländern, die auf Importe angewiesen sind und höhere Betriebsmittelkosten nur begrenzt auffangen können. 1
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Zusätzliche Verwundbarkeiten bestehen bei Erdgas. Produzenten in Südasien, darunter in Indien, Pakistan und Bangladesch, sind stark auf importiertes Gas aus der Golfregion angewiesen. Europas Stickstoffproduzenten liegen zudem vergleichsweise weit oben auf der globalen Kostenkurve und geraten bei steigenden Gaspreisen schneller unter Druck. 13
Die Meerenge Bab al-Mandab am Zugang zum Roten Meer ist eine zusätzliche Gefahr, nicht die bestätigte Ursache der durch Hormus ausgelösten Schwefelknappheit. Eine anhaltende Bedrohung der Schifffahrt dort würde aber ein zweites Logistikproblem schaffen: längere Routen, weniger verfügbare Schiffe, höherer Treibstoffverbrauch, teurere Versicherungen und steigende Frachtraten.
Für Düngemittelkäufer zählt nicht nur, ob ein Ersatzlieferant gefunden wird. Die Ware muss auch zum Zielhafen gelangen. Gleichzeitige Probleme an Hormus und Bab al-Mandab würden daher die angelieferten Kosten für Dünger, Getreide, Energie und andere Rohstoffe erhöhen und Lieferpläne unsicherer machen.
Die klarsten belegten Reaktionen zielen bisher auf die Sicherung inländischer Versorgung. Indiens Exportstopp für Schwefel ist ein Beispiel dafür – auch wenn die unmittelbare Wirkung auf den Handelsumfang offenbar begrenzt war. 5 Brasilien ist über die Produktionsdrosselungen bei Mosaic direkt betroffen.
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Die ausgewerteten Quellen belegen weder ein konkretes neues EU-weites Finanzpaket noch ein eigenständiges brasilianisches Bundesprogramm zur Notfallfinanzierung speziell für diese Störung. Sie stützen jedoch eine breitere Strategie zur Absicherung der Versorgung:
Die zentrale Lehre aus der Krise: Widerstandsfähige Düngemittelversorgung hängt nicht allein von Produktionskapazitäten ab. Entscheidend sind auch wenige kritische Vorprodukte, die Transportwege für diese Stoffe und die Frage, ob Exportländer sie dem Weltmarkt überhaupt zur Verfügung stellen. 2026 wurde Schwefel zum Punkt, an dem diese Risiken zusammenliefen. 1
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Die Ausfuhren von elementarem Schwefel sanken laut IFPRI um rund 33 %. Da der Persische Golf etwa die Hälfte des weltweit gehandelten Schwefels liefert, trifft das Phosphatdünger besonders stark.
Die Ausfuhren von elementarem Schwefel sanken laut IFPRI um rund 33 %. Da der Persische Golf etwa die Hälfte des weltweit gehandelten Schwefels liefert, trifft das Phosphatdünger besonders stark. Mosaic drosselte Phosphatanlagen in Nordamerika und Brasilien; Ma’aden senkte seine DAP Prognose für 2026 auf 6,0 bis 6,5 Millionen Tonnen.
Russische und chinesische Exportbeschränkungen verschärfen die Knappheit. Ein zusätzliches Risiko am Bab al Mandab könnte Transportkosten und Lieferzeiten weiter erhöhen.
Die Ausfuhren von elementarem Schwefel sanken laut IFPRI um rund 33 %. Da der Persische Golf etwa die Hälfte des weltweit gehandelten Schwefels liefert, trifft das Phosphatdünger besonders stark.
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Die Störung der Schifffahrt in der Straße von Hormus ist längst mehr als ein logistisches Problem. Sie hat einen zentralen Rohstoff aus dem Welthandel gedrängt: elementaren Schwefel. Das bremst vor allem die Herstellung von Phosphatdüngern. Während sich der Markt für Stickstoffdünger nach dem ersten Preisschock teilweise entspannt hat, bleiben Phosphatprodukte wegen des knappen und teuren Schwefels unter Druck. 1
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Mehr als sechs Monate nach Beginn der Störung waren Düngemittellieferungen aus der Golfregion laut dem International Food Policy Research Institute (IFPRI) weiterhin weitgehend zum Erliegen gekommen. Die Ausfuhren von elementarem Schwefel gingen demnach um rund 33 % zurück; besonders stark waren die Verluste bei Anbietern aus der Golfregion. 1
Das wiegt schwer, weil der Persische Golf kein beliebiger Lieferant ist: Nach Schätzung von S&P Global Ratings stammt etwa die Hälfte des weltweit gehandelten Schwefels aus der Region. 8 Schwefel wird zu Schwefelsäure verarbeitet. Diese ist unverzichtbar, um Phosphatgestein zunächst in Phosphorsäure und anschließend in Dünger wie DAP und MAP umzuwandeln. Fehlt Schwefel oder ist er zu teuer, können Phosphatanlagen stillstehen – selbst wenn Phosphatgestein, Anlagenkapazitäten und Nachfrage vorhanden sind.
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Der Preisschock fiel entsprechend deutlich aus. Ende Mai erreichte Schwefel laut S&P Global Rekordniveaus, darunter rund 1.200 US-Dollar je Tonne frei Brasilien. Hintergrund war, dass etwa die Hälfte der seewärtigen Schwefelexporte hinter Hormus festsaß. 11 Gleichzeitig lagen die weltweiten Phosphatexporte im Zeitraum Januar bis Juni 2026 – gemessen in Phosphoräquivalenten – mehr als 9 % unter dem Vorjahresniveau.
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Der US-Konzern Mosaic verringerte seine Phosphatproduktion an ausgewählten Standorten in Nordamerika und Brasilien. Als Gründe nannte das Unternehmen sinkende Schwefelbestände und eine eingeschränkte Verfügbarkeit von Rohstoffen. 6 Zuvor hatte Mosaic in Brasilien vorübergehend den Phosphatgesteinabbau sowie den Betrieb chemischer Anlagen unterbrochen.
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Auch andere Hersteller spüren den Druck. Der saudi-arabische Produzent Ma’aden senkte seine DAP-Produktionsprognose für 2026 auf 6,0 bis 6,5 Millionen Tonnen, nachdem die DAP-Produktion im zweiten Quartal um 28 % gesunken war. Mosaic meldete zudem einen operativen Verlust von 104 Millionen US-Dollar in seinem Phosphatsegment. 7
Das zeigt die Kettenreaktion: Aus blockierten Schwefeltransporten werden fehlende Schwefelsäure, geringere Phosphatverarbeitung, weniger Dünger am Markt – und schließlich schwierigere Kaufentscheidungen für landwirtschaftliche Betriebe.
Eine Transportstörung wäre leichter zu bewältigen, wenn andere Anbieter ihre Ausfuhren rasch erhöhen könnten. Genau das wurde 2026 zusätzlich erschwert.
Nach einer Marktanalyse von Kpler verschärften das russische Exportverbot für Industrieschwefel und Chinas Ausfuhrverbot für Schwefelsäure die Lage. 13 Auch Indien setzte im Juli Schwefelexporte aus. Der unmittelbare Mengeneffekt dürfte allerdings begrenzt gewesen sein, weil die Ausfuhren nach Beginn des Nahostkonflikts ohnehin stark zurückgegangen waren.
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Solche Maßnahmen dienen der Versorgung heimischer Industrie- und Düngemittelproduzenten. Zusammen verkleinern sie jedoch die Menge, auf die importabhängige Phosphathersteller weltweit zurückgreifen können. Für die gemeldete Aussetzung kasachischer Schwefelexporte liefern die hier zugrunde liegenden Hauptquellen keine ausreichend belastbare Quantifizierung des separaten globalen Effekts; sie sollte deshalb nicht als messbarer Anteil der weltweiten Knappheit dargestellt werden.
Auch Stickstoffdünger waren zunächst stark betroffen: Die Golfregion ist ein wichtiger Standort für Harnstoff und Ammoniak. Harnstoffpreise stiegen nach Beginn der Störung rasch an, gaben später aber nach, weil Lieferungen außerhalb der Golfregion zunahmen und sich die Nachfrage anpasste. 1
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Bei Phosphatdüngern ist die Lage weniger flexibel. Ihre Produktion benötigt Schwefel oder Schwefelsäure – und genau diese Vorprodukte bleiben wegen eingeschränkter Transportwege und zusätzlicher Exportbeschränkungen knapp. Reuters berichtete im September, dass Preise für phosphathaltige Dünger anders als Harnstoff nicht entsprechend zurückgegangen seien, weil Schwefel als zentraler Einsatzstoff teuer bleibe. 19
Für Einkäufer ist das ein entscheidender Unterschied: Eine allgemeine Entspannung am Düngermarkt bedeutet nicht automatisch, dass Phosphatdünger wieder ausreichend verfügbar oder bezahlbar ist. Zwar gingen die globalen Exporte von Stickstoff- und Phosphatdüngern im ersten Halbjahr 2026 in ähnlicher Größenordnung zurück, die Ursachen – und damit auch die Erholungsperspektiven – sind aber unterschiedlich. 1
Hohe Düngerpreise und unsichere Liefertermine erreichen die Lebensmittelmärkte nicht sofort. Betriebe könnten Käufe verschieben, geringere Mengen ausbringen oder ihre Nährstoffplanung umstellen. Das kann Erträge in späteren Aussaat- und Erntezyklen belasten – besonders in Ländern, die auf Importe angewiesen sind und höhere Betriebsmittelkosten nur begrenzt auffangen können. 1
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Zusätzliche Verwundbarkeiten bestehen bei Erdgas. Produzenten in Südasien, darunter in Indien, Pakistan und Bangladesch, sind stark auf importiertes Gas aus der Golfregion angewiesen. Europas Stickstoffproduzenten liegen zudem vergleichsweise weit oben auf der globalen Kostenkurve und geraten bei steigenden Gaspreisen schneller unter Druck. 13
Die Meerenge Bab al-Mandab am Zugang zum Roten Meer ist eine zusätzliche Gefahr, nicht die bestätigte Ursache der durch Hormus ausgelösten Schwefelknappheit. Eine anhaltende Bedrohung der Schifffahrt dort würde aber ein zweites Logistikproblem schaffen: längere Routen, weniger verfügbare Schiffe, höherer Treibstoffverbrauch, teurere Versicherungen und steigende Frachtraten.
Für Düngemittelkäufer zählt nicht nur, ob ein Ersatzlieferant gefunden wird. Die Ware muss auch zum Zielhafen gelangen. Gleichzeitige Probleme an Hormus und Bab al-Mandab würden daher die angelieferten Kosten für Dünger, Getreide, Energie und andere Rohstoffe erhöhen und Lieferpläne unsicherer machen.
Die klarsten belegten Reaktionen zielen bisher auf die Sicherung inländischer Versorgung. Indiens Exportstopp für Schwefel ist ein Beispiel dafür – auch wenn die unmittelbare Wirkung auf den Handelsumfang offenbar begrenzt war. 5 Brasilien ist über die Produktionsdrosselungen bei Mosaic direkt betroffen.
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Die ausgewerteten Quellen belegen weder ein konkretes neues EU-weites Finanzpaket noch ein eigenständiges brasilianisches Bundesprogramm zur Notfallfinanzierung speziell für diese Störung. Sie stützen jedoch eine breitere Strategie zur Absicherung der Versorgung:
Die zentrale Lehre aus der Krise: Widerstandsfähige Düngemittelversorgung hängt nicht allein von Produktionskapazitäten ab. Entscheidend sind auch wenige kritische Vorprodukte, die Transportwege für diese Stoffe und die Frage, ob Exportländer sie dem Weltmarkt überhaupt zur Verfügung stellen. 2026 wurde Schwefel zum Punkt, an dem diese Risiken zusammenliefen. 1
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Die Ausfuhren von elementarem Schwefel sanken laut IFPRI um rund 33 %. Da der Persische Golf etwa die Hälfte des weltweit gehandelten Schwefels liefert, trifft das Phosphatdünger besonders stark.
Die Ausfuhren von elementarem Schwefel sanken laut IFPRI um rund 33 %. Da der Persische Golf etwa die Hälfte des weltweit gehandelten Schwefels liefert, trifft das Phosphatdünger besonders stark. Mosaic drosselte Phosphatanlagen in Nordamerika und Brasilien; Ma’aden senkte seine DAP Prognose für 2026 auf 6,0 bis 6,5 Millionen Tonnen.
Russische und chinesische Exportbeschränkungen verschärfen die Knappheit. Ein zusätzliches Risiko am Bab al Mandab könnte Transportkosten und Lieferzeiten weiter erhöhen.