Brand an Bord, Verantwortlichkeit ungeklärt
Ein Handelsschiff ist bei der Durchfahrt durch die Straße von Hormus von einem nicht identifizierten Geschoss getroffen worden. Nach Angaben der britischen Meldestelle UK Maritime Trade Operations (UKMTO) brach an Bord ein Feuer aus; die Besatzung wurde evakuiert. UKMTO veröffentlichte weder den Namen des Schiffes noch Angaben zu einem möglichen Angreifer. Auch eine Verantwortungsübernahme wurde zunächst nicht bekannt.
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Der Zwischenfall ereignete sich in einer Phase, in der die Schifffahrt durch die Meerenge erheblich gefährdet ist. Die Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und ist eine zentrale Route für Energie- und Handelstransporte.
Angriff nahe Qeschm ging voraus
Zuvor war in der Nähe der iranischen Inseln Hengam und Qeschm ein iranisches Handelsschiff getroffen worden. Iranische Behörden meldeten einen Toten und vier Verletzte und beschuldigten die Vereinigten Staaten. Eine unabhängige Bestätigung dieser Zuschreibung geht aus den vorliegenden Berichten jedoch nicht hervor.
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Die Vorfälle stehen im Kontext wechselseitiger Angriffe und wachsender Spannungen zwischen den USA und Iran in und um die Meerenge. Iran kündigte zudem eine neue beschränkte Zone sowie einen eigenen Schifffahrtskorridor an.
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Schifffahrt zieht sich weitgehend zurück
Wiederholte Angriffe mit Geschossen und Drohnen, Brände auf Schiffen sowie die direkte militärische Konfrontation haben reguläre Transite zu einem außergewöhnlich hohen Risiko gemacht. Daten zur Schiffsverfolgung zeigten zeitweise nur noch einstellige tägliche Durchfahrtszahlen.
4 Reuters berichtete am 11. August von sechs Passagen gegenüber einem Zehn-Tage-Durchschnitt von rund elf Schiffen.
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Die US-Behörden rieten Handelsschiffen, das Gebiet nach Möglichkeit zu meiden. Für Schiffe unter US-Flagge oder mit US-Bezug gilt unter anderem die Empfehlung, zu US-Militärschiffen mindestens 30 Seemeilen Abstand zu halten und Funkanrufe von Koalitionsmarinen zu beantworten.
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Gespräche über Korridor bislang ohne verlässliche Öffnung
Iran und Oman hatten über eine zeitweilige Route für die Schifffahrt sowie eine Koordinierung bei der Minenräumung gesprochen. In einer gemeinsamen Erklärung war von einem schrittweisen Rahmen für das weitere Vorgehen die Rede.
6 Ein iranischer Vizeaußenminister erklärte, die geplante Route könne zwei bis vier Monate offen bleiben.
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Die neuen Angriffe machen jedoch deutlich, dass sich bislang kein dauerhaft verlässliches System für eine sichere Passage etabliert hat.
Ölmarkt reagiert auf Transportrisiko
Die eingeschränkte Passage durch Hormus erhöht die Sorge vor Ausfällen bei den Ölexporten. Am 13. September schloss die Nordseesorte Brent bei 105,68 US-Dollar je Barrel, während US-Öl der Sorte WTI bei 101,39 US-Dollar lag.
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Zusätzlich wurde Saudi-Arabiens Ost-West-Pipeline beschädigt, die Ölexporte über das Rote Meer ermöglichen und damit die Straße von Hormus umgehen kann. Der Angriff verschärfte die Sorge, dass wichtige alternative Exportwege ausfallen könnten.
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