404 Media berichtete am 15. September 2026, dass OpenAIs „Project Lily“ Hunderte externe Auftragnehmer einsetzt, um reale ChatGPT Chats von Privatnutzern zu bewerten – auch wenn diese sensible Angaben enthalten.
Veröffentlicht vonBearbeitet mit GPT-5.6 TerraBilder erstellt mit GPT Image 2
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What did the 404 Media investigation published on September 15, 2026, reveal about OpenAI’s secret “Project Lily,” including how hundreds of. Article summary: 404 Media reported that OpenAI’s internal “Project Lily” uses a large outsourced human-feedback operation to improve ChatGPT using real consumer conversations—not merely public web data or synthetic tests. The report is . Topic tags: general, general web, academic, user generated. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, char
404 Media beschreibt in seiner Recherche zu OpenAIs internem „Project Lily“ einen Prozess mit menschlichem Feedback, der auf echten ChatGPT-Unterhaltungen von Privatnutzern beruht. Nach Angaben des Mediums, das interne Unterlagen, Beispiel-Prompts und Stellungnahmen auswertete, können ausgelagerte Auftragnehmer den Gesprächskontext lesen, um Antworten des Modells zu bewerten – auch wenn darin sehr persönliche Informationen stehen. 1
Für alle, die ChatGPT zu Gesundheits-, Beziehungs-, Rechts- oder Arbeitsthemen nutzen, ist die entscheidende Erkenntnis: Die Bitte an den Chatbot, etwas „unter uns“ zu behalten, ist keine Zugriffsbeschränkung. Maßgeblich ist vielmehr, ob im Konto die Nutzung neuer Unterhaltungen zur Modellverbesserung aktiviert ist. 1
404 Media zufolge bewerten Hunderte über Personaldienstleister beschäftigte Auftragnehmer einen großen Strom echter ChatGPT-Unterhaltungen. Sie sollen dafür mehr als 50 US-Dollar pro Stunde erhalten. Zu ihren Aufgaben gehören demnach:
Die Bewertungskriterien sollen die Qualität und den Ton der Antworten verbessern. Prüfer werden laut Bericht angewiesen, künstlich klingende Formulierungen, sachliche Fehler, übermäßig zustimmende oder anbiedernde Sprache, Sicherheitsprobleme und Antworten zu kennzeichnen, in denen das Modell fälschlich persönliche Erfahrungen oder Gefühle behauptet. 1
Dieser Feedback-Kreislauf soll ChatGPT natürlicher und weniger mechanisch wirken lassen. Zugleich kann die Qualitätsverbesserung bedeuten, dass Menschen Einblick in den Inhalt von Nutzerunterhaltungen erhalten. 1
OpenAI teilte 404 Media mit, dass Nutzernamen entfernt und Inhalte vor der Weitergabe an Prüfer durch einen Datenschutzfilter laufen. Die Recherche fand jedoch Beispiele, bei denen Prüfmaterial den vollständigen Gesprächskontext und vom Modell erstellte Speicherzusammenfassungen enthalten konnte. Darin standen dem Bericht zufolge etwa ungefähre Aufenthaltsorte, Berufe und sehr persönliche Lebensumstände. 1
Das Problem liegt in der Identifizierbarkeit durch den Kontext: Selbst ohne Namen oder Kontokennung kann die Kombination aus Lebensereignissen, beruflichen Details, Ortsangaben oder ungewöhnlichen Verweisen eine Unterhaltung für Menschen aus dem Umfeld wiedererkennbar machen – oder ihre Offenlegung zumindest besonders heikel machen. OpenAI räumte laut 404 Media ein, dass Filter bei seltenen Identifikatoren sowie mehrdeutigen, vom Kontext abhängigen privaten Angaben an Grenzen stoßen können. 1
Eine Bitte an ChatGPT, ein Gespräch vertraulich zu behandeln, ist lediglich eine Anweisung innerhalb des Chats. Sie ändert nicht die Datennutzungseinstellungen des Kontos und verhindert nicht, dass eine Unterhaltung für einen im Bericht beschriebenen Verbesserungsprozess ausgewählt wird. 1
Private Chatbots sollten deshalb nicht allein deshalb als vertraulicher Kanal behandelt werden, weil sich das Gespräch persönlich anfühlt. Wer Angaben nicht gegenüber autorisierten Prüfern offenlegen möchte, sollte sie besser nicht in einem persönlichen Workspace eingeben, in dem die Modellverbesserung aktiviert ist.
Laut OpenAIs Dokumentation zu den Datenkontrollen können Nutzer eines persönlichen Workspaces die Modellverbesserung folgendermaßen deaktivieren:
Ist die Option deaktiviert, bleiben neue Unterhaltungen zwar im Chatverlauf sichtbar, werden laut OpenAI aber nicht zum Trainieren oder Verbessern der ChatGPT-Modelle verwendet. Die Einstellung gilt für das Konto und nicht nur für ein bestimmtes Gerät.
Der Zeitpunkt ist wichtig: Nach Angaben von OpenAI betrifft ein Opt-out neue Unterhaltungen. Chats, die bereits bei aktivierter Modellverbesserung übermittelt wurden, werden dadurch nicht nachträglich aus diesem Prozess entfernt.
OpenAI erklärt, Eingaben und Ausgaben aus ChatGPT Business, Enterprise, Edu sowie der API-Plattform standardmäßig nicht zum Training seiner Modelle zu verwenden. Für ChatGPT Free, Plus und Pro in persönlichen Workspaces ist die Weitergabe zur Modellverbesserung dagegen standardmäßig aktiviert; sie lässt sich über die Datenkontrollen abschalten.
Das entbindet Organisationen nicht von eigenen Datenschutz- und Compliance-Vorgaben. Teams sollten weiterhin die Richtlinien ihres Arbeitgebers und die Einstellungen ihres jeweiligen Workspaces prüfen. Gegenüber der Standardbehandlung privater Chats ist dies aber ein wichtiger Unterschied.
Nein. Menschliches Feedback ist keine OpenAI-Besonderheit. In der Datenschutzerklärung von Anthropic heißt es, dass das Unternehmen seine Modelle mit Eingaben und Ausgaben von Nutzern oder Crowdworkern trainieren und verbessern kann, sofern Nutzer nicht widersprechen. Auch eine wissenschaftliche Analyse der Datenschutzpraktiken großer KI-Anbieter stellte fest, dass Google und OpenAI die menschliche Prüfung von Nutzerchats zur Schulung oder Verbesserung von Modellen thematisieren.
Die grundsätzliche Frage ist daher nicht, ob menschliche Prüfer eingesetzt werden. Entscheidend ist, ob Nutzer nachvollziehen können, wann ihre Gespräche in einen solchen Prozess gelangen können, was eine De-Identifizierung leisten kann – und was nicht – und wie sich die jeweils geltenden Einstellungen ändern lassen.
„Project Lily“ zeigt, soweit die Recherche von 404 Media reicht: Ein privater KI-Chat ist nicht automatisch ein vertrauliches Vier-Augen-Gespräch. Maßnahmen zur De-Identifizierung können die Preisgabe von Daten verringern, aber aus einer Unterhaltung mit vielen persönlichen Kontextinformationen nicht unbedingt alle aufschlussreichen Details entfernen. 1
Vor sensiblen Eingaben in ChatGPT empfiehlt sich ein Blick auf Einstellungen → Datenkontrollen → „Das Modell für alle verbessern“. Ist die Modellverbesserung aktiviert, sollten neue Chats als potenziell für die Verbesserung des Dienstes nutzbar betrachtet werden. Ist sie deaktiviert, werden neue Unterhaltungen laut OpenAI nicht zu diesem Zweck verwendet.
Studio Global AI
Diese Seite enthält eine quellengestützte Antwort, die Sie in Studio Global fortsetzen können.
404 Media berichtete am 15. September 2026, dass OpenAIs „Project Lily“ Hunderte externe Auftragnehmer einsetzt, um reale ChatGPT Chats von Privatnutzern zu bewerten – auch wenn diese sensible Angaben enthalten.
404 Media berichtete am 15. September 2026, dass OpenAIs „Project Lily“ Hunderte externe Auftragnehmer einsetzt, um reale ChatGPT Chats von Privatnutzern zu bewerten – auch wenn diese sensible Angaben enthalten. Die Prüfer sollen die Absicht der Nutzer zusammenfassen, vier Antwortvarianten vergleichen und diese auf einer Skala von 1 bis 7 bewerten, damit ChatGPT weniger formelhaft, weniger anbiedernd und verlässlicher antwortet.
OpenAI entferne laut dem Bericht Nutzernamen und setze einen Datenschutzfilter ein.