Die Chefs von 17 europäischen Telekomunternehmen wollen, dass der Digital Networks Act Investitionen erleichtert, statt Kapital durch verpflichtende Technikaustausche zu binden. Eine dreijährige Frist für den Austausch von Technik als „hochriskant“ eingestufter Anbieter könnte laut Branchenrechnung bis zu 40 Milliar...
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What are the main demands and arguments in the open letter from 17 European telecommunications CEOs, including leaders of Orange, Deutsche T. Article summary: The CEOs’ central case is that the Digital Networks Act should be a pro-investment telecom reform, not a set of costly, centrally mandated network changes. They support resilient networks but argue that the proposed thre. Topic tags: general, government, general web, user generated. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, ch
Die offenen Briefe von 17 europäischen Telekom-Chefs richten sich nicht grundsätzlich gegen die Sicherheit von Netzen. Ihr Kernargument lautet vielmehr: Der Digital Networks Act (DNA) der EU soll stärkere Anreize für Investitionen in digitale Infrastruktur setzen – statt den Betreibern zusätzliche Pflichten aufzuerlegen, die nach ihrer Auffassung Geld von Glasfaser, 5G und 6G abziehen würden. Zu den Unterzeichnern gehören die Spitzen von Orange, Deutsche Telekom und Telefónica. Sie wollen den Vorschlag im weiteren EU-Gesetzgebungsverfahren noch ändern. 4
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Besonders dringlich sehen die Konzernchefs die geplanten Regeln für Lieferanten, die aus Cybersicherheitsgründen als „hochriskant“ eingestuft werden. Berichten über den Brief zufolge hätten Netzbetreiber drei Jahre Zeit, die betroffene Technik schrittweise aus ihren Netzen zu entfernen. Die Branche beziffert die Kosten dafür auf bis zu 40 Milliarden Euro. Aus Sicht der Betreiber würde das Kapital binden, das sonst in den Ausbau der nächsten Netzgenerationen fließen könnte. 5
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Wichtig ist dabei: Die 40 Milliarden Euro sind eine Schätzung der Branche, keine abschließend festgestellte öffentliche Kostenbewertung. Im politischen Streit geht es somit nicht nur darum, ob Technik ersetzt werden soll, sondern auch um Tempo, Finanzierung und die Grundlage für eine EU-weit verbindliche Vorgabe.
Die Sicherheitsbedenken der Kommission stützen sich auf ihre frühere Arbeit zur 5G-Sicherheit. Sie kam 2023 zu dem Schluss, dass Huawei und ZTE deutlich höhere Risiken darstellten als andere 5G-Lieferanten. Als Grund nannte sie unter anderem die mögliche Unterwerfung der Unternehmen unter weitreichende Gesetze von Drittstaaten zu Nachrichtendiensten und Datensicherheit. Nationale Beschränkungen oder Ausschlüsse beider Anbieter seien nach dem EU-Instrumentarium zur 5G-Cybersicherheit gerechtfertigt. 17
Bisher beruhte das 5G-Sicherheitsinstrumentarium der EU weitgehend auf der Umsetzung durch die Mitgliedstaaten. Nach Angaben der Kommission hatten 24 Staaten Gesetze beschlossen oder vorbereitet, mit denen Behörden Lieferanten bewerten und Beschränkungen verhängen können. Tatsächlich solche Beschränkungen erlassen hatten aber nur zehn Staaten.
Diese uneinheitliche Bilanz erklärt den Wunsch der EU nach verbindlicheren Vorgaben. Aus Sicht Brüssels sind Kommunikationsnetze miteinander verknüpfte kritische Infrastruktur. Wenn die Mitgliedstaaten Lieferantenrisiken sehr unterschiedlich behandeln, können dadurch gemeinsame Schwachstellen entstehen. Die Kommission beschreibt den DNA als eine unmittelbar geltende Verordnung, die die Regeln für Konnektivität modernisieren und belastbare, fortschrittliche digitale Infrastruktur fördern soll. 3
Die Betreiber halten dagegen: Auch ein gemeinsamer Rahmen müsse verhältnismäßig sein. Sie warnen vor einem einheitlichen Zeitplan für den Ausbau von Technik, obwohl vorhandene Netze, verfügbare Ersatzlösungen und Investitionspläne je nach Land unterschiedlich seien.
Der Streit um Netztechnik ist Teil einer breiteren Forderung nach einem investitionsfreundlicheren Telekom-Regelwerk. Die Chefs und der Branchenverband Connect Europe verlangen von den EU-Gesetzgebern unter anderem:
Hinter diesen Forderungen steht ein bekanntes Argument der Branche: Telekomnetze erfordern hohe Investitionen mit langen Laufzeiten. Planbare Regeln, langfristig gesicherter Zugang zu Frequenzen und ausreichend Unternehmensgröße seien deshalb entscheidend, um Netze auszubauen und zu modernisieren.
Der Brief wendet sich auch gegen einen zentral vorgegebenen Zeitplan für die Stilllegung alter Kupfernetze. Der DNA sieht einen schrittweisen Übergang zu Glasfaser vor und verpflichtet die Mitgliedstaaten, in bestimmten Gebieten die Abschaltung von Kupfernetzen bis Ende 2035 sicherzustellen – sofern festgelegte Bedingungen zur Glasfaserabdeckung und zu bezahlbaren Diensten erfüllt sind. 1
Die Betreiber bestreiten nicht, dass der Weg von Kupfer zu Glasfaser führt. Ihr Einwand richtet sich gegen eine pauschale Frist aus Brüssel: Stilllegungen müssten lokale Ausbaubedingungen, Verbraucherschutz, technische Einsatzbereitschaft und Netzresilienz berücksichtigen. Sie fordern deshalb Flexibilität statt eines einheitlichen Stichtags. 4
Der Konflikt wird oft auf eine einfache Wahl zwischen günstiger chinesischer Technik und Sicherheit verkürzt. Tatsächlich ist er komplexer.
Die Kommission argumentiert, Beschränkungen für hochriskante Lieferanten seien notwendig, um kritische Netze zu schützen und die Schwächen der bislang freiwilligen und uneinheitlichen nationalen Umsetzung zu beheben. 17 Die Betreiber entgegnen, ein schneller und einheitlicher Austauschzwang könne gerade jene Investitionen schwächen, die Europas digitale Konnektivität verbessern sollen.
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Für das Europäische Parlament und die Regierungen der Mitgliedstaaten stellen sich damit vor allem praktische und strategische Fragen:
Die Antwort darauf entscheidet, ob der DNA vor allem als sicherheitspolitischer Eingriff, als Investitionsreform oder als Versuch eines Ausgleichs zwischen beiden Zielen wahrgenommen wird. Die Konzernchefs wollen eine Fassung, die Kapitalinvestitionen und operative Flexibilität stärker gewichtet. Die Kommission strebt dagegen einen verlässlicheren, EU-weit einheitlichen Sicherheitsstandard an. 3
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Die Chefs von 17 europäischen Telekomunternehmen wollen, dass der Digital Networks Act Investitionen erleichtert, statt Kapital durch verpflichtende Technikaustausche zu binden.
Die Chefs von 17 europäischen Telekomunternehmen wollen, dass der Digital Networks Act Investitionen erleichtert, statt Kapital durch verpflichtende Technikaustausche zu binden. Eine dreijährige Frist für den Austausch von Technik als „hochriskant“ eingestufter Anbieter könnte laut Branchenrechnung bis zu 40 Milliarden Euro kosten.
Gefordert werden unter anderem unbefristete Frequenzlizenzen, weniger Bürokratie, mehr Spielraum für Konsolidierung und kein pauschaler EU Fahrplan für die Abschaltung von Kupfernetzen.