Deutsche Unternehmen investierten von Januar bis Juni 2026 rund 5,6 Milliarden Euro zusätzlich in China – etwa ein Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum. Direktinvestitionen in den USA fielen zugleich um fast zwei Drittel auf rund 4,3 Milliarden Euro, den niedrigsten Halbjahreswert seit 2023.
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What did the German Economic Institute’s analysis of Bundesbank data reveal about German companies’ investment in China and the United State. Article summary: IW’s Bundesbank-data analysis showed a marked 2026 divergence: German firms’ net direct investment in China was about €5.6 billion in January–June—roughly one-third higher year on year—while investment in the United Stat. Topic tags: general, news, general web, user generated. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts w
Die Auslandsinvestitionen deutscher Unternehmen haben sich im ersten Halbjahr 2026 deutlich unterschiedlich entwickelt: Nach einer Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) auf Basis von Bundesbank-Daten flossen rund 5,6 Milliarden Euro zusätzlich nach China. Das entspricht etwa einem Drittel mehr als im gleichen Zeitraum 2025. Gleichzeitig sanken die deutschen Direktinvestitionen in den Vereinigten Staaten um fast zwei Drittel auf rund 4,3 Milliarden Euro – den niedrigsten Wert eines ersten Halbjahres seit 2023. 17
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Die Zahlen sind auffällig, sollten aber nicht als einfache Umschichtung gelesen werden. Die 5,6 Milliarden Euro bezeichnen die zusätzlichen Direktinvestitionen in China im Berichtszeitraum, nicht den gesamten dortigen Kapitalbestand. Zudem lag dieser Wert laut IW ungefähr auf dem durchschnittlichen Halbjahresniveau der Jahre 2020 bis 2025. 17
Die wichtigsten Befunde im Überblick:
Damit zeigen die Daten vor allem zweierlei: ein kräftiges Nachlassen des deutschen Engagements in den USA und zugleich anhaltende Investitionen in China. Sie belegen jedoch nicht, dass Kapital eins zu eins aus den USA nach China umgeleitet wurde oder dass deutsche Produktion insgesamt in großem Stil verlagert wird.
Laut Reuters führt das IW den Rückgang in den USA auch auf die Unsicherheit im transatlantischen Wirtschaftsverhältnis und auf das wirtschaftspolitische Umfeld unter der Trump-Regierung zurück. Zölle und eine schwer kalkulierbare Handelspolitik erschweren Unternehmen die Planung neuer Werke, Übernahmen oder langfristiger Lieferkettenentscheidungen. 1
Der Rückgang auf ein Drei-Jahres-Tief ist deshalb bemerkenswert. Allerdings können Direktinvestitionsströme von Halbjahr zu Halbjahr stark schwanken – etwa durch konzerninterne Finanzierungen, Beteiligungsgeschäfte oder reinvestierte Gewinne. 1
Nach Einschätzung des IW-Ökonomen Jürgen Matthes haben deutsche Unternehmen wenig Spielraum, wenn sie auf dem chinesischen Markt wettbewerbsfähig bleiben wollen: Sie müssen dort weiterhin investieren. 17 Für international tätige Industrieunternehmen ist China zugleich ein großer Absatzmarkt und ein Standort, an dem lokale Fertigung und Entwicklung nötig sein können, um mit chinesischen Wettbewerbern mitzuhalten.
Das IW verweist außerdem auf chinesische Staatssubventionen und einen aus seiner Sicht unterbewerteten Yuan, durch die Produktion in China vergleichsweise günstig werde. Das sind Bewertungen des IW zum Wettbewerbsumfeld; aus den Investitionsdaten allein lässt sich kein eindeutiger Ursache-Wirkungs-Nachweis ableiten.
Der Trend begann nicht erst 2026: Die Investitionen deutscher Unternehmen in China überstiegen 2025 laut vom IW ausgewerteten Daten 7 Milliarden Euro und erreichten damit ein Vier-Jahres-Hoch.
Die Investitionsdebatte ist auch deshalb relevant, weil China im ersten Halbjahr 2026 Deutschlands wichtigster Handelspartner blieb. Der Warenhandel zwischen beiden Ländern belief sich auf 125,5 Milliarden Euro. Die USA lagen mit 123,7 Milliarden Euro knapp dahinter, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
Diese Größenordnung erklärt, warum Unternehmen ihre Präsenz in China trotz politischer und wirtschaftlicher Risiken ausbauen oder absichern. Für Deutschland entsteht daraus ein Spannungsfeld: Unternehmen wollen Zugang zu einem zentralen Markt behalten, während Politik und Industrie über Abhängigkeiten, Preisdruck und die Widerstandsfähigkeit des Standorts diskutieren.
Die Entwicklung verstärkt Sorgen um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie, insbesondere dort, wo chinesische Hersteller ihre Kapazitäten rasch ausbauen und über Preise konkurrieren. Deutsche Autobauer stehen unter Druck durch schwächere Verkäufe in China, schärferen Wettbewerb und handelspolitische Spannungen mit den USA.
Die vorliegenden Daten beweisen allerdings nicht, dass deutsche Arbeitsplätze oder Fabriken nach China verlagert werden. Ebenso wenig zeigen sie, dass Subventionen oder Wechselkurse jede einzelne Investitionsentscheidung verursacht haben. Direktinvestitionen umfassen mehr als den Bau neuer Produktionsstätten: Dazu zählen auch einbehaltene Gewinne, Beteiligungen und Finanzierungen innerhalb eines Konzerns.
Die politische Frage reicht daher über ein einzelnes Halbjahr hinaus. In Europa wird weiter darüber gestritten, wie auf Vorwürfe verzerrten Wettbewerbs und strategischer Abhängigkeiten reagiert werden soll – etwa mit Ausgleichszöllen, Investitionsprüfungen oder industriepolitischer Unterstützung. Die IW-Zahlen verdeutlichen die wirtschaftliche Bedeutung beider Märkte für deutsche Unternehmen. Welche politischen Maßnahmen daraus folgen sollten, entscheiden sie jedoch nicht.
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Deutsche Unternehmen investierten von Januar bis Juni 2026 rund 5,6 Milliarden Euro zusätzlich in China – etwa ein Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum.
Deutsche Unternehmen investierten von Januar bis Juni 2026 rund 5,6 Milliarden Euro zusätzlich in China – etwa ein Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum. Direktinvestitionen in den USA fielen zugleich um fast zwei Drittel auf rund 4,3 Milliarden Euro, den niedrigsten Halbjahreswert seit 2023.
Die Zahlen belegen keine simple Verlagerung von den USA nach China: China blieb für deutsche Unternehmen ein zentraler Absatz und Produktionsmarkt.