Die rund 500 % annualisierte Funding Rate entstand, weil stark negative stündliche Funding Raten Shorts zu Zahlungen an Longs verpflichteten. Brent schloss am 9.
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What caused short sellers in Hyperliquid’s Brent and WTI perpetual oil contracts to face roughly 500% annualized funding fees, how do the ex. Article summary: Short sellers were being squeezed by a heavily one-sided oil-perpetual market: when the perp traded below its reference/oracle price, funding turned negative, so shorts paid longs. The “roughly 500% annualized” figure is. Topic tags: general, news, general web, user generated. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts w
Die Short-Seite bei Öl-Perpetuals auf Hyperliquid geriet in eine besonders ungünstige Konstellation: Der Ölpreis stieg wegen der geopolitischen Risiken, während viele Marktteilnehmer auf fallende Kurse setzten. Dadurch wurden die Funding-Zahlungen für Short-Positionen extrem teuer.
Die Schlagzeile von „500 % annualisiert“ sollte allerdings richtig eingeordnet werden: Sie rechnet eine zu diesem Zeitpunkt außergewöhnlich hohe stündliche Funding-Rate auf 8.760 Stunden im Jahr hoch. Das heißt nicht, dass ein Trader ein ganzes Jahr lang unverändert 500 % zahlen müsste. Die Rate kann sich mit jeder stündlichen Abrechnung ändern. 2
Perpetual Contracts – kurz „Perps“ – haben im Unterschied zu klassischen Futures keinen Verfallstermin. Damit ihr Preis möglichst nahe am Referenz- oder Oracle-Preis bleibt, gibt es regelmäßige Funding-Zahlungen zwischen Long- und Short-Positionen.
Bei Hyperliquid wird die Funding-Rate zwar auf einer Acht-Stunden-Basis berechnet, aber stündlich abgerechnet: Pro Stunde wird ein Achtel der berechneten Acht-Stunden-Rate verrechnet. Notiert der Perpetual unter seinem Oracle-Preis, kann die Funding-Rate negativ werden. Dann zahlen Shorts an Longs. 3
Genau das geschah bei den Öl-Kontrakten: Die Short-Seite war offenbar stark überfüllt. Long-Positionen profitierten damit nicht nur von steigenden Ölpreisen, sondern erhielten zusätzlich Funding-Zahlungen von den Shorts.
Die annualisierte Zahl ist daher vor allem ein Sensitivitätswert. Eine hohe stündliche Rate, mit allen Stunden eines Jahres multipliziert, wirkt spektakulär – sie ist aber keine Prognose für die tatsächliche Belastung über zwölf Monate.
Für die Brent- und WTI-Perpetuals auf Hyperliquid waren Hebel von bis zu 20x verfügbar. 6
7 Vereinfacht gesagt kann ein Trader damit mit 1 US-Dollar hinterlegter Sicherheit ein Marktengagement von ungefähr 20 US-Dollar steuern – vor Gebühren und Anforderungen an die Mindestmargin.
Entscheidend: Funding wird auf den Nominalwert der Position berechnet, nicht nur auf das als Margin hinterlegte Kapital. Für einen Short ergeben sich dadurch mehrere Risiken zugleich:
Bei gehebelten Perpetuals zählt deshalb nicht nur die Richtung des Marktes. Auch Funding, Handelsgebühren und Margin-Anforderungen verändern die Lage fortlaufend.
Brent-Rohöl schloss am 9. September bei 101,21 US-Dollar je Barrel, US-Öl der Sorte WTI bei 96,05 US-Dollar. Auslöser waren laut Reuters Angriffe der USA und Irans auf Tanker – die größte Welle von Angriffen auf die Schifffahrt seit Beginn des Konflikts. An den Märkten wuchs damit die Sorge, dass die Energieversorgung aus dem Nahen Osten stärker beeinträchtigt werden könnte. 17
Brent hatte im Jahresverlauf bereits einen Höchststand von 126 US-Dollar erreicht, lag beim erneuten Sprung über 100 US-Dollar aber noch unter diesem Niveau. Die vorliegenden Berichte stützen einen deutlichen, konfliktbedingten Preisanstieg. Die Aussage, Öl sei seit Jahresbeginn um „rund 75 %“ gestiegen, lässt sich daraus jedoch nicht eindeutig ableiten: Das Ergebnis hängt vom gewählten Öl-Benchmark und dem Startzeitpunkt der Rechnung ab.
Störungen der Schifffahrt können den Markt auch dann belasten, wenn noch keine Fördermengen dauerhaft ausgefallen sind. Sie können Lieferungen verzögern, Transportkosten und Risiken erhöhen sowie Sorgen über künftige Angebotsströme auslösen. Drohungen gegen Ölanlagen würden darüber hinaus das Risiko tatsächlicher Produktionsausfälle erhöhen.
Das Rollen einer Futures-Position von einem Kontrakt in den nächsten kann zwar Renditen und Preisbewegungen eines Benchmarks über Laufzeit- und Basis-Effekte beeinflussen. Es schafft aber für sich genommen keine physische Ölknappheit.
Der Anstieg über die Marke von 100 US-Dollar traf nicht nur Rohstoffhändler. In den USA schlossen Aktien laut Reuters schwächer, während Ölpreise und Renditen von US-Staatsanleihen stiegen. Im Mittelpunkt standen die Inflationsfolgen teurerer Energie und die Eskalation im Nahen Osten.
Auch asiatische Märkte blieben gedämpft. Höhere Energiekosten können die Inflation antreiben – besonders relevant für Volkswirtschaften, die stark von Energieimporten abhängig sind. Bereits Anfang September erreichte die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen zeitweise rund 4,8 %, nachdem Ölpreise und Inflationsängste einen breiteren Ausverkauf am Anleihemarkt befeuerten. 18
Das ist keine starre Einbahnstraßen-Regel. Höhere Ölpreise beeinflussen gleichzeitig Inflationserwartungen, Unternehmensmargen, Konsumausgaben und die erwartete Geldpolitik der Zentralbanken.
Die etablierten Börsenbetreiber ICE und CME forderten US-Behörden auf, das Ölgeschäft von Hyperliquid einzuschränken. Ihr Argument: Ein anonymer Offshore-Handelsplatz könne anfällig für Manipulation sein; Insider oder staatliche Akteure könnten versuchen, Preise zu beeinflussen. Wenn der Handel groß und einflussreich genug werde, könne dies auch global bedeutende Öl-Benchmarks berühren. 1
Dabei handelt es sich um Vorwürfe und Bedenken zur Marktstruktur der etablierten Börsen – nicht um einen Beleg, dass Hyperliquid die weltweiten Ölpreise bereits verzerrt hat. Der Policy-Arm von Hyperliquid wies die Kritik zurück und erklärte, das öffentliche Transaktionsdesign der Plattform wirke Manipulation entgegen. 10
Öl-Perpetuals bieten rund um die Uhr einen bar abgerechneten Zugang zu Brent und WTI. Sie verbinden jedoch die hohe Volatilität eines Rohstoffmarkts mit Krypto-typischem Hebel und einem dynamischen Funding-Mechanismus.
Vor einer Position sollten Trader daher klar unterscheiden zwischen der aktuellen stündlichen Funding-Rate, dem ausgewiesenen Acht-Stunden-Wert und der annualisierten Hochrechnung. Ebenso wichtig ist die Frage, ob die Margin sowohl einen ungünstigen Ölpreisanstieg als auch wiederholte Funding-Zahlungen verkraften kann. 3
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Die rund 500 % annualisierte Funding Rate entstand, weil stark negative stündliche Funding Raten Shorts zu Zahlungen an Longs verpflichteten.
Die rund 500 % annualisierte Funding Rate entstand, weil stark negative stündliche Funding Raten Shorts zu Zahlungen an Longs verpflichteten. Brent schloss am 9. September bei 101,21 US Dollar je Barrel, nachdem Angriffe der USA und Irans auf Tanker Sorgen über stärkere Störungen der Energieversorgung im Nahen Osten ausgelöst hatten.
Der Ölpreisschock belastete Aktien und schürte Inflations sowie Zinsängste. ICE und CME warnten zudem vor möglichen Risiken für die Marktintegrität durch anonymen Offshore Handel mit Rohstoffderivaten.