Die Börse reagierte verhalten positiv auf Apples erstes Falt-iPhone. Vorbörslich notierte die Aktie am 10. September bei etwa 317,70 US-Dollar, nach einem vorherigen Schlusskurs von 315,34 US-Dollar. Während des Veranstaltungstags war sie zunächst um 0,3 Prozent gefallen. Das Signal der Anleger: Das iPhone Duo stärkt Apples Produktgeschichte, ist aber noch kein sofortiger Wendepunkt für die Gewinne.
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Das iPhone Duo: Apples Einstieg in den Faltmarkt
Im Mittelpunkt von John Ternus’ erstem großen Produkt-Event als Apple-Chef stand das iPhone Duo. Das im Passformat faltbare Gerät wird aufgeklappt zum 7,6-Zoll-Display und nutzt den A20-Pro-Chip. Die Basisversion mit 256 GB Speicher kostet 1.999 US-Dollar, die Variante mit 2 TB 3.199 US-Dollar.
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Vorbestellungen sind ab 16. Oktober möglich; im Handel soll das Duo ab 23. Oktober erhältlich sein.
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Mit seinem Preis ist das Duo klar ein Premium- und Early-Adopter-Produkt, nicht ein Gerät für den Massenmarkt. Allerdings liegt Apple damit unter früheren Erwartungen, wonach ein faltbares iPhone 2.500 US-Dollar oder mehr kosten könnte. Das verbessert seine Position gegenüber konkurrierenden Falt-Smartphones.
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Neue Pro-Modelle – aber kein normales iPhone 18 im Herbst
Apple stellte außerdem das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max vor. Die Preise beginnen bei 1.199 beziehungsweise 1.299 US-Dollar – jeweils 100 US-Dollar mehr als bei den entsprechenden iPhone-17-Pro-Modellen.
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Ein reguläres, nicht als Pro-Modell positioniertes iPhone 18 fehlte bei der Herbstpräsentation. Berichte deuten auf einen aufgeteilten Veröffentlichungsplan hin, bei dem die volumenstärkeren Modelle später folgen könnten. Einen Termin im Frühjahr 2027 hat Apple jedoch nicht angekündigt.
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KI und Siri: Die entscheidende Bewährungsprobe bleibt die Umsetzung
Apple verband die neue Hardware mit Ankündigungen rund um Apple Intelligence und Siri. Damit will Ternus die KI-Strategie des Konzerns glaubwürdiger machen. Für Anleger genügt jedoch nicht allein die Einbindung von KI-Funktionen: Entscheidend wird sein, ob Apple daraus im Alltag klar unterscheidbare und überzeugende Gründe für ein Geräte-Upgrade macht.
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Hohes Umsatzpotenzial, begrenzte Stückzahlen
Optimistische Analysten betrachten das Duo als möglichen Auslöser für einen Upgrade-Zyklus im oberen Preissegment. Melius rechnet im Geschäftsjahr 2027 mit bis zu 15 Millionen Duo-Geräten und hält iPhone-Umsatzwachstum von annähernd 20 Prozent für möglich – gegenüber rund 9 Prozent Marktkonsens.
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Dem steht die Produktionsrealität gegenüber: Die Nachfrage könnte das zunächst knappe Angebot übersteigen. Begrenzte Kapazitäten würden dann den Umsatzbeitrag in den ersten sechs Monaten ausbremsen.
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Auch bei den Margen gibt es einen Zielkonflikt. Der hohe Preis verbessert zwar den durchschnittlichen Erlös je verkauftem Gerät. Faltbildschirm, Scharnier, leistungsfähiger Chip und die komplexe Fertigung dürften die Profitabilität anfangs jedoch belasten. Die höheren Preise der Pro-Modelle zeigen zudem, dass Apple einen Teil steigender Komponentenkosten an Kundinnen und Kunden weitergibt.
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Was Anleger jetzt beobachten
Der Produktstart verbessert vor allem Apples langfristige Wachstumsstory. Ob daraus auch ein stärkerer Impuls für die Aktie wird, hängt von vier Punkten ab: der Nachfrage im Weihnachtsgeschäft, der verfügbaren Produktionskapazität, den Bruttomargen und der tatsächlichen Qualität der KI-Funktionen.
Der wichtigste kurzfristige Prüfstein ist damit das Dezemberquartal. Dann sollte sichtbar werden, wie gut sich das Duo verkauft, ob die teureren Pro-Modelle angenommen werden, wie weit Apples Preissetzungsmacht reicht – und ob Lieferengpässe das Geschäft begrenzen.
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