Der August 2026 war in der ERA5 Auswertung der wärmste August seit Beginn des Datensatzes: 1,65 °C über dem vorindustriellen Niveau und 0,14 °C über dem bisherigen August Rekord von 2024. Zugleich erreichte der atmosphärische Wasserdampf einen Rekordwert.
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What made August 2026 the hottest and most humid month ever recorded—according to climate analyses showing global temperatures 1.65°C above. Article summary: August 2026 appears to reflect a compound event: long-term human-caused warming raised the global temperature and moisture baseline, while a rapidly strengthening El Niño added a powerful short-term boost. Warmer air inc. Topic tags: general, education, news, general web, user generated. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks
Der August 2026 fiel nicht nur wegen seiner globalen Hitze auf, sondern auch wegen der außergewöhnlich großen Menge an Wasserdampf in der Atmosphäre. Eine Auswertung des Wetter- und Klimadatensatzes ERA5 kam zum Ergebnis: Es war der wärmste August in diesem Datensatz und zugleich der feuchteste Monat überhaupt. Die globale Mitteltemperatur lag demnach 1,65 °C über dem vorindustriellen Niveau und 0,14 °C über dem bisherigen August-Rekord von 2024. Der globale Wert für den ausfällbaren Wasserdampf betrug 2,74 cm; zudem fiel extremer Augustniederschlag in ungewöhnlich vielen Weltregionen. 16
Die plausibelste Erklärung ist das Zusammenwirken zweier Faktoren: Die menschengemachte Erwärmung hebt das grundlegende Temperatur- und Feuchteniveau an, während ein sich rasch entwickelndes El Niño-Ereignis die globale Wärme kurzfristig zusätzlich verstärken und großräumige Wetterlagen verändern kann. Das erhöht das Potenzial für gefährliche Hitze und – wo sich Gewitter und Sturmsysteme bilden – für heftige Niederschläge. Es erklärt aber nicht automatisch jede einzelne Flut, Hitzewelle oder jeden Sturm.
Mit steigender Temperatur verdunstet mehr Wasser von Meeren und Landflächen. Gleichzeitig kann wärmere Luft mehr Wasserdampf aufnehmen. Dieser zusätzliche Wasserdampf verschärft zum einen die schwüle Belastung, zum anderen liefert er mehr Wasser, das bei aufsteigender und kondensierender Luft als Regen fallen kann.
Im August lagen beide Größen laut ERA5-Auswertung auf Rekordniveau: die globale Augusttemperatur ebenso wie der Wasserdampfgehalt der Atmosphäre. 16 Für Menschen ist diese Kombination besonders relevant. Hohe Luftfeuchtigkeit erschwert es dem Schweiß, auf der Haut zu verdunsten – und damit dem Körper, sich abzukühlen.
Der Wert von 1,65 °C muss allerdings richtig eingeordnet werden: Er beschreibt die Abweichung eines einzelnen Monats in einem bestimmten Datensatz. Daraus folgt nicht, dass die langfristige Temperaturschwelle des Pariser Klimaabkommens dauerhaft überschritten wäre. Datensatz, Vergleichszeitraum und Länge des Mittelungszeitraums beeinflussen Klimarekorde erheblich.
Wie gefährlich eine feuchtigkeitsreiche Atmosphäre werden kann, wenn regionale Bedingungen dazukommen, zeigte die Sturzflut vom 29. August im Bright Angel Canyon des Grand Canyon in Arizona. Fachleute des Center for Western Weather and Water Extremes berichteten, dass tropische Feuchtigkeit des Tropensturms Karina nach Norden transportiert wurde. Sie speiste Monsunregen im östlichen Grand Canyon und führte zu Sturzfluten am Bright Angel Creek. Mindestens zwei Menschen starben, mindestens 80 mussten gerettet werden. 1
Die unmittelbaren Ursachen lagen vor Ort: Monsunfeuchte, sehr intensiver Regen in kurzer Zeit, das steile Canyon-Gelände und die Bedingungen im Einzugsgebiet. Auch anhaltende Dürre und die Brandnarbe eines früheren Waldbrands wurden als Faktoren genannt, die Böden anfälliger für schnellen Oberflächenabfluss und Schlammlawinen machen können. 1
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Genau diese Unterscheidung ist entscheidend: Die globale Erwärmung kann einen heißen und feuchten Hintergrund wahrscheinlicher machen. Für die konkrete Katastrophe müssen jedoch Zugbahn und Zeitpunkt des Sturms, Niederschlagsintensität, Topografie und Bodenverhältnisse betrachtet werden.
El Niño ist ein wiederkehrendes Wechselspiel von Ozean und Atmosphäre im tropischen Pazifik. Es kann die globale Durchschnittstemperatur anheben und die Wahrscheinlichkeiten saisonaler Wetterlagen verschieben. Anfang September erklärte die Weltorganisation für Meteorologie (WMO), das sich entwickelnde Ereignis werde voraussichtlich weiter an Stärke gewinnen und mit nahezu 100-prozentiger Wahrscheinlichkeit bis Februar 2027 anhalten. Sollte sich die Entwicklung fortsetzen, könnte es stärker werden als jedes El Niño seit Beginn der modernen Beobachtungen.
Das war eine Prognose, kein feststehendes Ergebnis. Dennoch erklärt sie, warum Forschende mit einem anhaltend erhöhten globalen Wärmesignal rechneten und 2027 als potenziell besonders warmes Jahr betrachteten: Die volle Wirkung eines El Niño auf die globale Lufttemperatur zeigt sich häufig erst, nachdem sich die Erwärmung des Pazifiks etabliert hat.
Das hing vom Datensatz und vom Zeitpunkt der Schätzung ab. Berkeley Earth bezifferte die Chance auf ein Rekordjahr 2026 in seinem Juni-Update zunächst auf rund 12 Prozent; im Juli stieg die Schätzung mit dem stärkeren El-Niño-Ausblick auf etwa 69 Prozent. Nach dem August nannte der Klimawissenschaftler Zeke Hausfather eine Wahrscheinlichkeit von ungefähr 75 Prozent.
Solche Werte sind modellbasierte Wahrscheinlichkeiten, keine abschließenden Messungen. Die belastbarere Aussage lautete daher: Der außergewöhnliche August und das sich verstärkende El Niño erhöhten die Chance auf ein Rekordjahr deutlich. Die endgültige Rangfolge konnte aber erst nach den verbleibenden Monaten und unabhängigen Datensatz-Updates feststehen.
Noch vor Ende August waren die Auswirkungen extremer Hitze in Europa gravierend. Frankreich meldete laut Umweltministerin und Berichten von Météo-France den heißesten Sommer seit Beginn der Messungen. Italiens Nationaler Forschungsrat erklärte den Sommer 2026 mit einer Durchschnittstemperatur von 24,3 °C zum heißesten des Landes seit 1950.
Frühe Sterblichkeitsdaten verdeutlichten das Gesundheitsrisiko langer Hitzeperioden. Auf EuroMOMO-Daten gestützte Berichte wiesen für die frühe Hitzewellenphase in Europa mehr als 10.000 zusätzliche Todesfälle aus. Gemeint sind dabei Todesfälle aller Ursachen oberhalb eines statistisch erwarteten Niveaus – nicht eine bestätigte Zahl von Todesfällen, die unmittelbar der Hitze zugerechnet werden können. Die Daten waren zudem noch vorläufig.
Behauptungen über bestimmte französische nationale Temperaturrekorde im September waren in den vorliegenden Belegen nicht ausreichend abgesichert und sollten deshalb nicht als gesicherte Tatsachen gelten.
El Niño verändert Wahrscheinlichkeiten, schreibt aber nicht überall dasselbe Wetter vor. In den USA begünstigt ein starkes Ereignis im Allgemeinen eine aktivere südliche Zugbahn von Tiefdruckgebieten. In Teilen des Südens werden damit eher kühlere und niederschlagsreichere Bedingungen wahrscheinlicher; im Norden eher wärmere und trockenere.
Pauschale Vorhersagen eines außergewöhnlich nassen oder stürmischen Winters für ganz Europa oder Ostasien verlangen dagegen Vorsicht. Neben El Niño beeinflussen Jetstream, regionale Meeresoberflächentemperaturen und weitere Zirkulationsmuster den Saisonverlauf. Die praktische Konsequenz lautet daher nicht, dass eine Region zwangsläufig überdurchschnittlich viel Regen oder Hochwasser erleben wird. Ein sehr starkes El Niño kann Risiken aber spürbar verschieben – und macht offizielle regionale Saisonprognosen besonders wichtig.
Der August 2026 war außergewöhnlich, weil Rekordwärme und Rekordfeuchte gleichzeitig auftraten. Das verursachte nicht jede lokale Katastrophe, erhöhte aber den klimatischen Hintergrund, in dem Hitzestress, Starkregen und schnell ansteigende Sturzfluten schwerwiegender werden können. Mit einem bis Anfang 2027 erwarteten El Niño rückte damit eine zentrale Frage in den Vordergrund: nicht ob natürliche Klimaschwankungen oder langfristige Erwärmung eine Rolle spielen, sondern wie ihr Zusammenspiel Regionen, Jahreszeiten und besonders gefährdete Menschen beeinflusst. 16
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Der August 2026 war in der ERA5 Auswertung der wärmste August seit Beginn des Datensatzes: 1,65 °C über dem vorindustriellen Niveau und 0,14 °C über dem bisherigen August Rekord von 2024.
Der August 2026 war in der ERA5 Auswertung der wärmste August seit Beginn des Datensatzes: 1,65 °C über dem vorindustriellen Niveau und 0,14 °C über dem bisherigen August Rekord von 2024. Zugleich erreichte der atmosphärische Wasserdampf einen Rekordwert. Das verursacht nicht automatisch einzelne Unwetter, kann Starkregen aber verstärken, wenn Wetterlage und Gelände zusammenkommen.
Der sich entwickelnde El Niño erhöhte die Aussicht auf anhaltend hohe globale Temperaturen.