Die Anspannung am Dieselmarkt ist vor allem ein Mangel an raffinierten Ölprodukten: Ausfälle in Russland und im Nahen Osten, russische Exportbeschränkungen und gestörte Transporte verringern das verfügbare Angebot. Russland hat das Exportverbot für Diesel, Schiffskraftstoff und Gasöle von Produzenten bis zum 30.
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What is driving the global diesel and refined-fuel supply squeeze described by energy executives at the September 2026 Asia-Pacific Petroleu. Article summary: The squeeze is principally a refining-products problem rather than simply a crude-oil shortage: war-related refinery outages, constrained tanker traffic and Russia’s removal of diesel from export markets have hit middle . Topic tags: general, news, general web, user generated. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts w
Diesel ist derzeit knapp, weil die Störung dort entsteht, wo Rohöl erst zu nutzbarem Kraftstoff wird. Beschädigte oder gedrosselte Raffinerien in Russland und im Nahen Osten, russische Exportbeschränkungen sowie beeinträchtigte Tankerverkehre verringern Angebot und Auslieferung von Diesel, Kerosin und Schiffskraftstoffen. Vor der winterlichen Nachfragespitze bleibt dadurch deutlich weniger Spielraum, Lagerbestände wieder aufzufüllen. 1
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Rohöl und Diesel hängen zusammen, sind aber nicht austauschbar. Rohöl muss zunächst in einer Raffinerie zu sogenannten Mitteldestillaten wie Diesel und Kerosin verarbeitet werden. Danach muss der Kraftstoff per Schiff, Pipeline oder Tankwagen zu den Abnehmern gelangen. Werden Raffineriebetrieb oder Produkttransporte gestört, kann Rohöl vergleichsweise weniger unter Druck stehen, während Diesel knapp wird.
Führungskräfte der Branche beschrieben auf der Asia-Pacific Petroleum Conference (APPEC) in Singapur deshalb ein Problem bei den Ölprodukten: Rund 2 Millionen Barrel pro Tag aus Russland und knapp 2 Millionen Barrel pro Tag aus dem Nahen Osten fehlten, während freie Raffineriekapazitäten andernorts begrenzt seien. 1 Die Internationale Energieagentur (IEA) schätzte, dass die Verarbeitung im Nahen Osten im zweiten Quartal 2,9 Millionen Barrel pro Tag unter dem Vorkriegsniveau lag und im dritten Quartal noch 2,2 Millionen Barrel pro Tag darunter liegen würde.
Das erklärt, weshalb ein weniger angespannter Rohölmarkt nicht automatisch Entlastung an der Zapfsäule bringt: Geringere Raffinerieauslastung senkt zwar die Rohölnachfrage, erzeugt aber zugleich weniger Diesel und Kerosin.
Ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien haben einen bedeutenden Anbieter von Ölprodukten getroffen. Russland schränkte daraufhin Dieselausfuhren ein. Damit fehlen Mengen auf dem internationalen Markt, und bisherige Käufer müssen Ersatzlieferungen suchen. 5
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Russland verlängerte das Ausfuhrverbot für Diesel von Produzenten bis zum 30. September. Es gilt auch für Schiffskraftstoff und Gasöle. Für Dieselausfuhren von Nichtproduzenten, Ottokraftstoff und Kerosin bestehen teils länger laufende separate Beschränkungen. 4 Die Folgen reichen über direkte Abnehmer russischen Diesels hinaus: Andere Importeure konkurrieren nun ebenfalls um verfügbare Lieferungen aus den USA, Europa und Asien.
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Der Iran-Konflikt beeinträchtigt die Raffinerieverarbeitung und den Tankerverkehr im Nahen Osten. Das reduziert sowohl die Menge der produzierten Kraftstoffe als auch die Effizienz, mit der vorhandene Ladungen ausgeliefert werden können. 1
2 Es wirkt damit ein doppelter Engpass: Raffinerien liefern weniger Produkte, und jedes verfügbare Barrel lässt sich schwieriger und teurer transportieren.
Zudem bevorzugen Raffinerien Diesel und andere höherwertige Produkte gegenüber Schweröl. Das kann zwar die Diesellücke etwas begrenzen, verschärft jedoch die Knappheit bei Schweröl, das in der Schifffahrt und in Kraftwerken eingesetzt wird. 2
Die Preissignale deuten auf akute Knappheit hin. Am 3. September erreichte der durchschnittliche Dieselpreis in den USA laut GasBuddy mit 5,820 US-Dollar je Gallone einen Rekordwert. Der US-Diesel-Crack-Spread – vereinfacht die Differenz zwischen dem Wert von Diesel und dem dafür eingesetzten Rohöl – stieg im Tagesverlauf auf den Rekord von 108,02 US-Dollar je Barrel.
Ein steigender Crack-Spread ist wichtig, weil er zeigt, dass nicht nur Rohöl teurer wird. Er misst den stark gestiegenen Wert des raffinierten Diesels im Verhältnis zum Rohstoff. Praktisch heißt das: Käufer bieten besonders aggressiv um verfügbare Mitteldestillate.
Hohe Raffineriemargen geben normalerweise einen Anreiz, die Produktion auszuweiten. Auf der APPEC wurde jedoch auf den Mangel an freien Kapazitäten verwiesen. 1 Deshalb werden Lagerbestände besonders wichtig: Niedrige Vorräte bieten weniger Schutz vor einem kalten Winter, einem ungeplanten Raffinerieausfall oder weiteren Störungen im Tankerverkehr.
Asiens Importe leichter und mittlerer Destillate sanken im August nach Kpler-Daten, auf die Reuters verweist, auf geschätzte 5,10 Millionen Barrel pro Tag. Im Juli waren es noch 5,61 Millionen Barrel pro Tag gewesen; damit wurde der niedrigste Wert seit Beginn des Krieges erreicht. 3 Geringere Importe der Region sind dabei kein zwingendes Zeichen für Entspannung, sondern können auch die eingeschränkte Verfügbarkeit widerspiegeln.
Chinas seegestützte Rohölimporte beliefen sich im August auf 7,14 Millionen Barrel pro Tag. Das war etwas mehr als im Juli, aber fast 40 % weniger als vor Beginn des Iran-Konflikts. Weniger Rohölimporte und niedrigere Raffinerieverarbeitung können die globale Rohölnachfrage dämpfen. Gleichzeitig begrenzen sie die möglichen Exporte raffinierter Produkte aus China, die asiatische Märkte sonst entlasten könnten.
Für Volkswirtschaften mit hohem Kraftstoffverbrauch können höhere Kosten für Diesel, Kerosin und Schiffskraftstoff auf Fracht, Industrie, Lebensmittelverteilung und Reisen durchschlagen. Wie stark dies ausfällt, hängt von lokalen Vorräten, dem Zugang zu Raffinerien, Wechselkursen, staatlicher Kraftstoffpolitik und der Dauer der Störungen ab.
Kurzfristig spricht vieles eher für anhaltend volatile Preise bei raffinierten Produkten als für einen einfachen, dauerhaft steigenden Rohölpreis. Entspannung wäre möglich, wenn beschädigte Raffinerien wieder in Betrieb gehen, Russland Exporte wieder aufnimmt, sich die Schifffahrt im Nahen Osten normalisiert oder die Nachfrage ausreichend sinkt. Umgekehrt machen niedrige Lagerbestände und geringe freie Kapazitäten Dieselpreise besonders anfällig für neue Störungen. 1
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Die Terminmärkte spiegeln dieses Risiko wider: Reuters berichtete im August, europäische Diesel-Futures lägen bis 2027 rund 35 % über ihrem Durchschnitt der Jahre 2024 und 2025. US-Heizöl-Futures, die als Dieselreferenz dienen, notierten etwa 42 % darüber. Das sind Markterwartungen, keine Garantie. Die zentrale Lehre bleibt jedoch: Mehr Rohöl allein löst den Engpass nicht vollständig, solange Raffineriekapazitäten und Handelswege für Kraftstoffe nicht wieder funktionieren.
Die globale Kraftstoffknappheit ist vor allem ein Flaschenhals bei Raffinerien und Logistik. Russlands Exportbeschränkungen, kriegsbedingte Schäden an Raffinerien und Störungen im Schiffsverkehr im Nahen Osten haben flexible Mengen an Diesel und verwandten Kraftstoffen reduziert – kurz vor der Wintersaison. Rekordmargen zeigen, dass das zusätzlich verfügbare raffinierte Barrel knapp ist. Ohne mehr funktionsfähige Raffineriekapazität oder reibungslosere Handelswege bleibt der Markt anfällig für regionale Engpässe und abrupte Preissprünge. 1
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Die Anspannung am Dieselmarkt ist vor allem ein Mangel an raffinierten Ölprodukten: Ausfälle in Russland und im Nahen Osten, russische Exportbeschränkungen und gestörte Transporte verringern das verfügbare Angebot.
Die Anspannung am Dieselmarkt ist vor allem ein Mangel an raffinierten Ölprodukten: Ausfälle in Russland und im Nahen Osten, russische Exportbeschränkungen und gestörte Transporte verringern das verfügbare Angebot. Russland hat das Exportverbot für Diesel, Schiffskraftstoff und Gasöle von Produzenten bis zum 30.
Rekordpreise und Rekordmargen für Diesel in den USA zeigen: Der Engpass ist die Umwandlung von Rohöl in nutzbaren Kraftstoff – nicht der Zugang zu Rohöl allein.