Teslas für September 2026 geplante Cybercab-Tour durch Hongkong, Tokio, Peking und Shanghai ist vor allem eine Schauveranstaltung. Sie soll den Cybercab und Teslas Zukunftsbild eines vollständig autonomen Fahrdienstes präsentieren – nicht den Verkauf des Fahrzeugs oder einen lokalen Robotaxi-Betrieb in diesen Städten einläuten.
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Verbindung zum Start in Austin
Am 3. September begann Tesla, in begrenzten Gebieten von Austin im US-Bundesstaat Texas kostenpflichtige Fahrten mit dem Cybercab anzubieten. Der Cybercab ist gezielt als Robotaxi gebaut: ein zweisitziges, fahrerloses Fahrzeug ohne Lenkrad und Pedale. Der Start knüpft an Teslas bereits bestehenden Fahrdienst mit autonomen Model Y an, bei dem zum Teil menschliche Sicherheitsaufsichten eingesetzt werden.
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Der kommerzielle Einsatz ist jedoch bewusst eng begrenzt. In texanischen Unterlagen waren 45 Cybercabs unter insgesamt 420 autonomen Fahrzeugen von Tesla verzeichnet; von einem großflächigen Rollout kann daher keine Rede sein. Texas erlaubt Unternehmen zwar den Betrieb fahrerloser Fahrzeuge, ohne jedes Fahrzeugmodell einzeln zuzulassen. Ob der Cybercab die bundesweiten US-Sicherheitsvorschriften erfüllt, ist damit aber nicht entschieden.
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Sicherheitsprüfung in den USA
Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA ging rasch von einer Prüfung des Rollouts zu einer Untersuchung beziehungsweise Audit-Anfrage über. Sie will klären, ob Tesla den Cybercab nach den geltenden Bundesstandards ordnungsgemäß selbst zertifiziert hat. Das ist besonders relevant, weil diese Vorschriften traditionell von Fahrzeugen mit konventionellen Fahrerbedienelementen ausgehen – also etwa Lenkrad und Pedalen.
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Preisdruck in China läuft parallel
Gleichzeitig setzt Tesla in China auf Verkaufsanreize für die Gegenwart: Bis Ende September gibt es für Lagerfahrzeuge 5.000 Yuan Preisnachlass beim Model 3 und 10.000 Yuan beim Model Y. Solche Aktionen zum Quartalsende sollen Bestände abbauen und Auslieferungen stützen.
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Der Hintergrund: Die Verkäufe der in China produzierten Model 3 und Model Y stiegen im August gegenüber dem Vorjahr nur um 3,6 Prozent – deutlich langsamer als im Juli. Berichte verweisen zudem auf Druck bei lokalen Auslieferungen und Lagerbeständen.
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Tesla hatte zudem nach dem zweiten jährlichen Absatzrückgang in Folge seine Position als weltweit größter Elektroautobauer an BYD verloren. Reuters führte dies unter anderem auf schwächere Nachfrage nach dem Wegfall von US-Steuergutschriften sowie auf verschärften Wettbewerb zurück.
9 Gerade in China, dem weltweit größten Markt für Elektroautos, konkurriert Tesla mit BYD und weiteren heimischen Herstellern stark über Preise, Modellvielfalt und Ausstattung.
Damit verfolgen die beiden Maßnahmen unterschiedliche Ziele: Die Cybercab-Tour soll die langfristige Erzählung eines autonomen Mobilitätsgeschäfts stärken. Die Rabatte in China sollen kurzfristig Absatz und Lagerbestände bei Model 3 und Model Y stabilisieren.