Ausgewählte Anleihen aus Schwellenländern in Landeswährung gelten als relative Alternative zu unter Druck stehenden Staatsanleihen großer Industrieländer; 2025 lag ihre Rendite bei 19,3 %. Die Anlageidee beruht auf drei Ertragsquellen: hohen laufenden Renditen, möglichen Kursgewinnen bei lokalen Zinssenkungen und We...
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: Why are BlackRock and JPMorgan Asset Management increasing exposure to emerging-market local-currency debt while reducing developed-market f. Article summary: BlackRock and JPMorgan Asset Management are treating emerging-market (EM) local-currency debt as a relative-value and diversification trade: developed-market sovereign bonds face renewed duration and fiscal risk, while s. Topic tags: general, news, general web. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with fake numbers
Staatsanleihen großer Industrieländer stehen unter Druck: Höhere Energiepreise, neue Inflationssorgen und die hohen Kreditbedarfe der Staaten lassen die Renditen steigen. Weil Anleihekurse und Renditen gegenläufig laufen, verlieren bereits ausgegebene Papiere an Wert. Vor diesem Hintergrund verlagern einige große Vermögensverwalter den Blick auf ausgewählte Anleihen aus Schwellenländern, die in der jeweiligen Landeswährung begeben werden. Dort sind die laufenden und inflationsbereinigten Renditen oft höher. 17
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Entscheidend ist das Wort „ausgewählt“. Anleihen in Landeswährung sind kein Schutz vor jedem globalen Schock. Die Position setzt darauf, dass der zusätzliche Kupon, mögliche lokale Zinssenkungen und eine Aufwertung der jeweiligen Währung die Risiken höherer globaler Zinsen und schwächerer Schwellenländer-Währungen übertreffen.
Der jüngste Abverkauf hat zyklische und strukturelle Ursachen. Die Spannungen zwischen den USA und Iran trieben die Ölpreise nach oben und schürten die Sorge vor hartnäckiger Inflation. Gleichzeitig richten Anleger ihren Blick auf hohe Staatsschulden und umfangreiche Neuemissionen. 18
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Wie stark sich der Markt neu bewertet, zeigt Japan: Die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen stieg erstmals seit rund drei Jahrzehnten über 3 %. Auch die Renditen zehnjähriger deutscher Bundesanleihen und britischer Staatsanleihen erreichten während des Ausverkaufs mehrjährige Höchststände. 17
Für Investoren mit lang laufenden Staatsanleihen ist das schwierig. Anhaltende Inflation kann Zinssenkungen verzögern oder weitere Straffungen nötig machen. Zugleich erhöhen Fiskalsorgen die sogenannte Laufzeitprämie – also den Mehrertrag, den Anleger für lange Laufzeiten verlangen. Beides treibt Renditen nach oben und Kurse nach unten.
BlackRock und JPMorgan Asset Management sehen den Reiz lokaler Schwellenländer-Anleihen vor allem in drei Bausteinen:
Damit unterscheiden sich diese Papiere klar von in US-Dollar begebenen Schwellenländer-Anleihen. Bei Dollar-Anleihen entfällt ein Großteil des lokalen Wechselkursrisikos. Bei Anleihen in Landeswährung bleibt es bestehen – als Chance, aber auch als wichtigstes Risiko.
Lokale Schwellenländer-Anleihen erzielten 2025 laut JPMorgan Asset Management eine Rendite von 19,3 % und lagen damit vor Schwellenländer-Staats- und Unternehmensanleihen. Trotz kräftiger Zuflüsse seien internationale Anleger weiterhin nahe historisch niedriger Allokationen positioniert. Das lässt aus Sicht des Hauses Raum für weitere Umschichtungen, falls die Anlageklasse stärker als fester Bestandteil von Rentenportfolios etabliert wird. 9
Die Rally war allerdings nicht nur eine Zinsgeschichte. State Street führt die Rendite von 19,3 % auch auf positive Wechselkursbewegungen und hohe Realrenditen zurück. JPMorgan betonte ebenfalls, dass Währungen und Zinsen 2025 jeweils wesentlich zum Gesamtertrag beitrugen. 11
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Gerade das mahnt zur Vorsicht: Ein Jahresertrag von fast 20 % lässt sich nicht einfach fortschreiben. Ein erheblicher Teil beruhte auf einem günstigen Dollar- und Zinsumfeld.
Steigende Ölpreise wirken im Regelfall inflationär und belasten Anleihen. Ihre Folgen sind jedoch von Land zu Land unterschiedlich.
In großen Industrieländern verschärft der Energieschock die bereits vorhandenen Inflations- und Fiskalsorgen. In Schwellenländern hängt viel von der Wirtschaftsstruktur ab: Rohstoffexporteure können von höheren Exporterlösen oder höheren Staatseinnahmen profitieren. Für Ölimporteure dagegen können sich Inflation, Außenhandelsbilanz und Währungsdruck verschlechtern.
Deshalb ist eine breite, undifferenzierte Wette auf „Schwellenländer“ nicht der Kern der Strategie. Entscheidend sind Länder mit vergleichsweise kontrollierter Inflation, zuvor straffer Geldpolitik und in Teilen solideren öffentlichen Finanzen. Genau diese Unterschiede erklären, warum manche Schwellenländer dem globalen Anleihen-Ausverkauf bisher besser standhalten konnten. 6
Sollte energiegetriebene Inflation die US-Notenbank zwingen, die Zinsen länger hoch zu halten oder sogar weiter anzuheben, könnten die globalen Finanzierungskosten erneut steigen. Das würde Schwellenländer-Anleihen über höhere Diskontsätze und straffere Finanzierungsbedingungen belasten. Der konstruktive Ausblick für lokale Anleihen hängt ausdrücklich auch an einem schwächeren Dollar und günstigerer globaler Liquidität.
Wer eine Anleihe in Landeswährung kauft, trägt das Währungsrisiko des Emittentenlandes. Eine Dollar-Aufwertung kann Kuponerträge und Kursgewinne nach der Umrechnung in Dollar vollständig aufzehren. Da die frühere Outperformance lokaler EM-Anleihen deutlich vom schwachen Dollar unterstützt wurde, ist dieses Risiko zentral und kein Nebenaspekt. 11
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Die Sorge über wachsende Staatsschulden war bereits ein Treiber des Ausverkaufs in den USA, Europa und Japan. Steigen die Renditen der wichtigsten Staatsanleihen ungeordnet, könnten sich die globalen Finanzierungsbedingungen abrupt verschärfen. In einem solchen Umfeld sinkt meist die Risikobereitschaft – gerade für weniger liquide lokale Märkte der Schwellenländer. 17
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Eine stärkere geopolitische Eskalation, Rezessionsängste oder Marktstörungen können Kapital in den Dollar und in US-Staatsanleihen lenken – selbst wenn die Fiskalsorgen in den USA fortbestehen. Dann geraten Schwellenländer-Währungen unter Druck, und lokale Anleihen können gemeinsam mit Papieren aus Industrieländern fallen.
Das günstige Szenario ist klar: Die Inflation bleibt so weit unter Kontrolle, dass kein lang anhaltender globaler Straffungszyklus nötig wird. Notenbanken in Schwellenländern können ihre hohen Realzinsen senken, während der Dollar schwach oder zumindest stabil bleibt. Dann profitieren Anleger von hohen laufenden Erträgen, fallenden lokalen Renditen und möglicherweise von Währungsaufwertungen. 4
Das Gegenbild ist ebenso klar: Öl hält die Inflation hoch, die Fed wird restriktiver, Renditen in Industrieländern steigen weiter und der Dollar gewinnt als sicherer Hafen an Stärke. In diesem Fall können Wechselkursverluste und steigende Renditen den Zinsvorteil lokaler Schwellenländer-Anleihen überlagern.
Der Trend zu Anleihen aus Schwellenländern in Landeswährung ist daher keine Aussage, dass diese Märkte risikofrei geworden seien. Es ist eine selektive Relative-Value-Position: attraktiv wegen höherer Ausgangsrenditen und anderer geldpolitischer Voraussetzungen als in vielen Industrieländern – verwundbar gegenüber genau den Inflations- und Währungskräften, die den globalen Anleihenmarkt derzeit bewegen. 17
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Ausgewählte Anleihen aus Schwellenländern in Landeswährung gelten als relative Alternative zu unter Druck stehenden Staatsanleihen großer Industrieländer; 2025 lag ihre Rendite bei 19,3 %.
Ausgewählte Anleihen aus Schwellenländern in Landeswährung gelten als relative Alternative zu unter Druck stehenden Staatsanleihen großer Industrieländer; 2025 lag ihre Rendite bei 19,3 %. Die Anlageidee beruht auf drei Ertragsquellen: hohen laufenden Renditen, möglichen Kursgewinnen bei lokalen Zinssenkungen und Wechselkursgewinnen bei einem schwächeren US Dollar.
Steigende Ölpreise, Inflationssorgen, hohe US und japanische Renditen sowie Staatsverschuldung belasten zwar Industrieländer Anleihen, können aber bei einem stärkeren Dollar oder weiterer Fed Straffung auch Schwellenl...