Charles Leclercs Italien-Grand-Prix 2026 war bereits am Ende der zweiten Runde vorbei: Der Ferrari-Pilot verunglückte in der schnellen Parabolica heftig und musste aufgeben. Der Aufprall beschädigte die Streckenbegrenzung, weshalb das Rennen unterbrochen wurde – ein bitteres Ende für Ferrari beim Heimspiel in Monza.
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Der Zweikampf mit Lewis Hamilton war nicht die Unfallursache
Schon am Start ging es zwischen Leclerc und seinem Ferrari-Teamkollegen Lewis Hamilton eng zu. Hamilton setzte in der ersten Schikane innen zum Überholmanöver an, wurde nach außen gedrängt und fuhr durch das Kiesbett. Dadurch fiel der Brite im Feld weit zurück. Über Funk beschwerte er sich: Leclerc habe ihn von der Strecke gedrängt.
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Dieser Zwischenfall stand jedoch nicht in direktem Zusammenhang mit Leclercs späterem Ausfall. In der Parabolica gab es keine Berührung mit Hamilton. Leclerc verteidigte zu diesem Zeitpunkt Rang vier gegen McLaren-Pilot Oscar Piastri.
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Was in der Parabolica passierte
Beim Herausbeschleunigen aus der letzten Kurve verlor Leclerc plötzlich das Heck seines Ferrari. Nach Berichten gerieten die beiden linken Reifen auf den grün markierten äußeren Auslaufbereich. Leclerc fing das Auto zunächst ab, doch als der Wagen wieder Grip bekam, wurde er über das Kiesbett mit hohem Tempo in die Reifenstapel geschleudert.
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Eine bestätigte technische Ursache nannte Leclerc nach dem Rennen nicht. Der Ferrari habe sich „ein bisschen seltsam“ angefühlt; zudem habe er zwischen Runde eins und zwei einen möglichen Unterschied bei der Leistungsabgabe bemerkt. Bevor Ferrari die Daten ausgewertet habe, wolle er aber keine endgültige Erklärung abgeben.
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Rote Flagge und medizinische Untersuchungen
Zunächst schickte die Rennleitung das Safety Car auf die Strecke. Weil die Barriere repariert werden musste, folgte wenig später die rote Flagge. Für die verbliebenen Fahrer bedeutete die Unterbrechung einen Neustart des Rennens – Leclercs Ferrari war allerdings zu schwer beschädigt, um weiterzufahren.
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Leclerc stieg ohne Hilfe aus dem Wagen. Ferrari teilte nach seinem Besuch im Medical Centre in Monza mit, dass es ihm gut gehe.
1 Der Monegasse sagte später, sein Nacken sei in Ordnung gewesen. Unmittelbar nach dem Einschlag habe er allerdings vorübergehend auf dem rechten Auge schlechter gesehen. Das Problem habe sich gebessert, weitere Vorsorgeuntersuchungen seien dennoch geplant.
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Antonelli gewinnt, Ferrari bleibt ohne Leclerc-Punkte
Nach der Unterbrechung setzte sich Kimi Antonelli mit einer außergewöhnlichen Aufholjagd durch: Der Mercedes-Pilot gewann von Startplatz 19 vor George Russell und Max Verstappen. Hamilton kämpfte sich noch auf Rang sechs vor, während Leclerc punktlos blieb.
Mit seinem Sieg baute Antonelli den Vorsprung in der Fahrer-WM auf Russell auf 66 Punkte aus. Hamilton liegt als Dritter 76 Zähler hinter dem Spitzenreiter.
Blick auf den Spanien-GP in Madrid
Leclerc rechnete damit, beim nächsten Rennen in Madrid wieder fahren zu können. Vor einer endgültigen Freigabe wollte er aber zunächst weitere medizinische Untersuchungen abwarten. Für Ferrari steht neben seiner Erholung auch die Analyse der auffälligen Leistungsabgabe im Mittelpunkt.
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