In den USA und Großbritannien richten sich teils überlappende Kampagnen gegen Palantirs Rolle bei Gesundheitsdaten, Einwanderungsbehörden und Polizeiarbeit. US Pflegekräfte verknüpfen Sorgen über Krankenhaussoftware und Datenschutz mit Palantirs Arbeit für ICE; in Minnesota fordern Aktivisten den Verkauf staatlicher...
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: How is Palantir facing growing transatlantic backlash over its roles in U.S. immigration enforcement, healthcare data systems, and UK polici. Article summary: Palantir is facing linked—but not demonstrably single, centrally coordinated—campaigns that portray its government and health-data work as enabling immigration enforcement, expanded surveillance, and human-rights abuses.. Topic tags: general, news, general web, government, academic. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, ch
Der Widerstand gegen Palantir wird in den USA wie in Großbritannien sichtbarer. Im Kern geht es Kritikern nicht allein um künstliche Intelligenz, sondern um die Bündelung besonders sensibler Daten im öffentlichen Sektor – und um Palantirs Einsatzfelder im Gesundheitswesen, bei Einwanderungsbehörden und in der Polizeiarbeit.
Die Kampagnen überschneiden sich bei Beteiligten und Argumenten. Die vorliegenden Belege zeigen jedoch nicht, dass sämtliche Proteste in den USA und Großbritannien von einer einzigen Organisation gesteuert würden. Plausibler ist das Bild verbundener, thematisch ähnlicher Bewegungen: Pflegekräfte, Patientenvertreter, Datenschutz- und Bürgerrechtsgruppen, Initiativen für Migrantenrechte sowie Friedens- und Palästina-Solidaritätsgruppen.
Am 27. August organisierte die Gewerkschaft National Nurses United (NNU) Aktionen des zivilen Ungehorsams in acht US-Städten: Palo Alto, Los Angeles, Chicago, Washington, D.C., Portland, Asheville, Austin und New Orleans. Nach Angaben der Gewerkschaft forderten Pflegekräfte, Patienten und Unterstützer Krankenhäuser und gewählte Vertreter dazu auf, die Zusammenarbeit mit Palantir zu beenden. Bei der koordinierten Aktion wurde der Verkehr blockiert. 6
Die Proteste verbanden zwei Debatten, die oft getrennt geführt werden: Fragen zu Automatisierung in Krankenhäusern, Personaleinsatz, Transparenz und Patientendatenschutz einerseits – sowie Palantirs langjährige Regierungsaufträge, darunter Verträge mit der US-Einwanderungsbehörde ICE (Immigration and Customs Enforcement), andererseits. 7
4
Im Mittelpunkt der Kritik an der Einwanderungsbehörde steht auch ein konkretes Werkzeug. NPR berichtete über die Aussage eines ICE-Beamten, der Palantirs Anwendung ELITE als eine Art Karte beschrieb: Sie zeige Aufenthaltsorte von Personen, die möglicherweise abgeschoben werden können, sowie die Wahrscheinlichkeit, dass sie an bestimmten Adressen wohnen. Palantir erklärte, es handle sich um begrenzte Daten, die andere Behörden im Rahmen von Vereinbarungen bereitstellten, welche eine Nutzung zur Durchsetzung des Einwanderungsrechts erlaubten. 18
Aktivisten führen zudem die Weitergabe von Medicaid-Daten als Risiko für die Privatsphäre von Patienten an. In Berichten über Demonstrationen im Raum Washington wurde darauf verwiesen, dass demokratische Generalstaatsanwälte mehrerer Bundesstaaten wegen einer Vereinbarung zum Datenaustausch zwischen den Centers for Medicare & Medicaid Services und ICE geklagt hatten. Jüngste Gerichtsunterlagen sollen zudem eine unzulässige Weitergabe von Medicaid-Daten durch ICE belegen. 4 Diese Vorwürfe betreffen staatliche Praktiken beim Datenaustausch; sie sind keine gerichtliche Feststellung, dass Palantir Patientendaten unrechtmäßig erhalten hätte.
In Minnesota geht es nicht nur um Verträge, sondern auch um staatliche Investments. Das Minnesota Anti-War Committee organisierte Veranstaltungen mit der Forderung, der Minnesota State Board of Investment solle sich von Palantir trennen. Nach Angaben der Organisatoren hielt der Staat rund 57 Millionen US-Dollar in Aktien des Unternehmens. Sie verknüpfen die Forderung mit Überwachung, Einwanderungsdurchsetzung und weitergehenden Menschenrechtsbedenken. 20
Aktivisten stellten ihre Kampagne außerdem in den Zusammenhang mit der Operation Metro Surge, einer Maßnahme des US-Heimatschutzministeriums DHS. Minnesota sowie die Städte Minneapolis und Saint Paul fochten diese in einer Klage an und argumentierten, die Operation verstoße gegen Gesetze und die Verfassung. Dass Palantirs Analysefähigkeiten solche Einsätze unterstützen könnten, ist eine Position der Kampagne – keine gerichtliche Feststellung über Palantirs konkrete Rolle bei der Operation.
In England ist Palantirs Vertrag über 330 Millionen Pfund für die NHS Federated Data Platform (FDP) zum zentralen Konfliktpunkt geworden. Die Plattform soll bereits vorhandene Daten des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS verbinden und verwalten. Der Rollout löste jedoch Sorgen über Datenschutz, Kontrolle, öffentliches Vertrauen und die Abhängigkeit von einem US-Technologieanbieter aus. 15
Ein Bündnis aus Gesundheits-, Patienten-, Menschenrechts-, Gewerkschafts- und Verbraucherorganisationen forderte NHS-Einrichtungen auf, einer Vorgabe zur Nutzung von Palantir-Software nicht zu folgen. Laut BMJ baten die Gruppen NHS-Trusts, keine Absichtserklärung zur FDP zu unterzeichnen. Auch der politische Druck wächst: Reuters berichtete, die britische Regierung überprüfe den NHS-Vertrag. Hintergrund sind Forderungen, Anfang 2027 eine Ausstiegsklausel zu ziehen, nachdem ein Parlamentsausschuss das Vertragsende empfohlen hatte. 1
Zur Kampagne No Palantir in Our NHS zählen unter anderem Amnesty International UK, Medact und Healthcare Workers for a Free Palestine. Ihre Kritik verbindet Bedenken zu Patientendaten und der Steuerung des Gesundheitssystems mit grundsätzlicheren Einwänden gegen Palantirs Arbeit in Sicherheits- und Militärkontexten.
Daneben wurde ein geplanter Vertrag der Metropolitan Police in London über 50 Millionen Pfund zu einem aufsehenerregenden Beschaffungskonflikt. Das Londoner Bürgermeisteramt für Polizei und Kriminalität stoppte den Deal und sprach von einem „klaren und schwerwiegenden Verstoß“ gegen Beschaffungsverfahren. Später durfte die Polizei ihren bestehenden Palantir-Piloten für bis zu zwölf Monate verlängern – mit Ausstiegsklausel und einem Höchstwert von 2 Millionen Pfund –, während sie einen neuen Wettbewerb für einen langfristigen Anbieter durchführen muss. Palantir ging gegen die Blockade des größeren Vertrags vor.
Der Vorgang zeigt, wie unterschiedlich die Kritik in Großbritannien gelagert ist: Ein Teil dreht sich um Rechte, Ethik und öffentliches Vertrauen. Beim Streit um die Londoner Polizei geht es zugleich um Vergabeverfahren, Wettbewerb und das Preis-Leistungs-Verhältnis.
Statt einer einheitlichen Führung gibt es erkennbare Schwerpunkte:
Die Kritik ist transatlantisch, weil Palantirs Präsenz im öffentlichen Sektor transatlantisch ist. Kritiker sehen in den Rollen des Unternehmens bei Gesundheitsdaten, Polizeiarbeit und Einwanderungsdurchsetzung ein gemeinsames Muster. Sie setzen auf Demonstrationen, Anfechtung von Verträgen, öffentliche Kampagnen und Forderungen nach Desinvestitionen.
Wichtig bleibt die Unterscheidung: Es handelt sich um überlappende Kampagnen mit gemeinsamen Anliegen, nicht um ein nachweislich einheitliches Bündnis, das jede Aktion zentral lenkt. Ihr Einfluss dürfte davon abhängen, ob sie öffentliche Bedenken in Änderungen bei Beschaffung, Datenschutz- und Kontrollmechanismen, Klinikentscheidungen und Anlagerichtlinien übersetzen können.
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In den USA und Großbritannien richten sich teils überlappende Kampagnen gegen Palantirs Rolle bei Gesundheitsdaten, Einwanderungsbehörden und Polizeiarbeit.
In den USA und Großbritannien richten sich teils überlappende Kampagnen gegen Palantirs Rolle bei Gesundheitsdaten, Einwanderungsbehörden und Polizeiarbeit. US Pflegekräfte verknüpfen Sorgen über Krankenhaussoftware und Datenschutz mit Palantirs Arbeit für ICE; in Minnesota fordern Aktivisten den Verkauf staatlicher Palantir Anteile.
In England steht der 330 Millionen Pfund Vertrag für die NHS Federated Data Platform im Zentrum der Kritik.
In den USA und Großbritannien richten sich teils überlappende Kampagnen gegen Palantirs Rolle bei Gesundheitsdaten, Einwanderungsbehörden und Polizeiarbeit. US Pflegekräfte verknüpfen Sorgen über Krankenhaussoftware und Datenschutz mit Palantirs Arbeit für ICE; in Minnesota fordern Aktivisten den Verkauf staatlicher...
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Der Widerstand gegen Palantir wird in den USA wie in Großbritannien sichtbarer. Im Kern geht es Kritikern nicht allein um künstliche Intelligenz, sondern um die Bündelung besonders sensibler Daten im öffentlichen Sektor – und um Palantirs Einsatzfelder im Gesundheitswesen, bei Einwanderungsbehörden und in der Polizeiarbeit.
Die Kampagnen überschneiden sich bei Beteiligten und Argumenten. Die vorliegenden Belege zeigen jedoch nicht, dass sämtliche Proteste in den USA und Großbritannien von einer einzigen Organisation gesteuert würden. Plausibler ist das Bild verbundener, thematisch ähnlicher Bewegungen: Pflegekräfte, Patientenvertreter, Datenschutz- und Bürgerrechtsgruppen, Initiativen für Migrantenrechte sowie Friedens- und Palästina-Solidaritätsgruppen.
Am 27. August organisierte die Gewerkschaft National Nurses United (NNU) Aktionen des zivilen Ungehorsams in acht US-Städten: Palo Alto, Los Angeles, Chicago, Washington, D.C., Portland, Asheville, Austin und New Orleans. Nach Angaben der Gewerkschaft forderten Pflegekräfte, Patienten und Unterstützer Krankenhäuser und gewählte Vertreter dazu auf, die Zusammenarbeit mit Palantir zu beenden. Bei der koordinierten Aktion wurde der Verkehr blockiert. 6
Die Proteste verbanden zwei Debatten, die oft getrennt geführt werden: Fragen zu Automatisierung in Krankenhäusern, Personaleinsatz, Transparenz und Patientendatenschutz einerseits – sowie Palantirs langjährige Regierungsaufträge, darunter Verträge mit der US-Einwanderungsbehörde ICE (Immigration and Customs Enforcement), andererseits. 7
4
Im Mittelpunkt der Kritik an der Einwanderungsbehörde steht auch ein konkretes Werkzeug. NPR berichtete über die Aussage eines ICE-Beamten, der Palantirs Anwendung ELITE als eine Art Karte beschrieb: Sie zeige Aufenthaltsorte von Personen, die möglicherweise abgeschoben werden können, sowie die Wahrscheinlichkeit, dass sie an bestimmten Adressen wohnen. Palantir erklärte, es handle sich um begrenzte Daten, die andere Behörden im Rahmen von Vereinbarungen bereitstellten, welche eine Nutzung zur Durchsetzung des Einwanderungsrechts erlaubten. 18
Aktivisten führen zudem die Weitergabe von Medicaid-Daten als Risiko für die Privatsphäre von Patienten an. In Berichten über Demonstrationen im Raum Washington wurde darauf verwiesen, dass demokratische Generalstaatsanwälte mehrerer Bundesstaaten wegen einer Vereinbarung zum Datenaustausch zwischen den Centers for Medicare & Medicaid Services und ICE geklagt hatten. Jüngste Gerichtsunterlagen sollen zudem eine unzulässige Weitergabe von Medicaid-Daten durch ICE belegen. 4 Diese Vorwürfe betreffen staatliche Praktiken beim Datenaustausch; sie sind keine gerichtliche Feststellung, dass Palantir Patientendaten unrechtmäßig erhalten hätte.
In Minnesota geht es nicht nur um Verträge, sondern auch um staatliche Investments. Das Minnesota Anti-War Committee organisierte Veranstaltungen mit der Forderung, der Minnesota State Board of Investment solle sich von Palantir trennen. Nach Angaben der Organisatoren hielt der Staat rund 57 Millionen US-Dollar in Aktien des Unternehmens. Sie verknüpfen die Forderung mit Überwachung, Einwanderungsdurchsetzung und weitergehenden Menschenrechtsbedenken. 20
Aktivisten stellten ihre Kampagne außerdem in den Zusammenhang mit der Operation Metro Surge, einer Maßnahme des US-Heimatschutzministeriums DHS. Minnesota sowie die Städte Minneapolis und Saint Paul fochten diese in einer Klage an und argumentierten, die Operation verstoße gegen Gesetze und die Verfassung. Dass Palantirs Analysefähigkeiten solche Einsätze unterstützen könnten, ist eine Position der Kampagne – keine gerichtliche Feststellung über Palantirs konkrete Rolle bei der Operation.
In England ist Palantirs Vertrag über 330 Millionen Pfund für die NHS Federated Data Platform (FDP) zum zentralen Konfliktpunkt geworden. Die Plattform soll bereits vorhandene Daten des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS verbinden und verwalten. Der Rollout löste jedoch Sorgen über Datenschutz, Kontrolle, öffentliches Vertrauen und die Abhängigkeit von einem US-Technologieanbieter aus. 15
Ein Bündnis aus Gesundheits-, Patienten-, Menschenrechts-, Gewerkschafts- und Verbraucherorganisationen forderte NHS-Einrichtungen auf, einer Vorgabe zur Nutzung von Palantir-Software nicht zu folgen. Laut BMJ baten die Gruppen NHS-Trusts, keine Absichtserklärung zur FDP zu unterzeichnen. Auch der politische Druck wächst: Reuters berichtete, die britische Regierung überprüfe den NHS-Vertrag. Hintergrund sind Forderungen, Anfang 2027 eine Ausstiegsklausel zu ziehen, nachdem ein Parlamentsausschuss das Vertragsende empfohlen hatte. 1
Zur Kampagne No Palantir in Our NHS zählen unter anderem Amnesty International UK, Medact und Healthcare Workers for a Free Palestine. Ihre Kritik verbindet Bedenken zu Patientendaten und der Steuerung des Gesundheitssystems mit grundsätzlicheren Einwänden gegen Palantirs Arbeit in Sicherheits- und Militärkontexten.
Daneben wurde ein geplanter Vertrag der Metropolitan Police in London über 50 Millionen Pfund zu einem aufsehenerregenden Beschaffungskonflikt. Das Londoner Bürgermeisteramt für Polizei und Kriminalität stoppte den Deal und sprach von einem „klaren und schwerwiegenden Verstoß“ gegen Beschaffungsverfahren. Später durfte die Polizei ihren bestehenden Palantir-Piloten für bis zu zwölf Monate verlängern – mit Ausstiegsklausel und einem Höchstwert von 2 Millionen Pfund –, während sie einen neuen Wettbewerb für einen langfristigen Anbieter durchführen muss. Palantir ging gegen die Blockade des größeren Vertrags vor.
Der Vorgang zeigt, wie unterschiedlich die Kritik in Großbritannien gelagert ist: Ein Teil dreht sich um Rechte, Ethik und öffentliches Vertrauen. Beim Streit um die Londoner Polizei geht es zugleich um Vergabeverfahren, Wettbewerb und das Preis-Leistungs-Verhältnis.
Statt einer einheitlichen Führung gibt es erkennbare Schwerpunkte:
Die Kritik ist transatlantisch, weil Palantirs Präsenz im öffentlichen Sektor transatlantisch ist. Kritiker sehen in den Rollen des Unternehmens bei Gesundheitsdaten, Polizeiarbeit und Einwanderungsdurchsetzung ein gemeinsames Muster. Sie setzen auf Demonstrationen, Anfechtung von Verträgen, öffentliche Kampagnen und Forderungen nach Desinvestitionen.
Wichtig bleibt die Unterscheidung: Es handelt sich um überlappende Kampagnen mit gemeinsamen Anliegen, nicht um ein nachweislich einheitliches Bündnis, das jede Aktion zentral lenkt. Ihr Einfluss dürfte davon abhängen, ob sie öffentliche Bedenken in Änderungen bei Beschaffung, Datenschutz- und Kontrollmechanismen, Klinikentscheidungen und Anlagerichtlinien übersetzen können.
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In den USA und Großbritannien richten sich teils überlappende Kampagnen gegen Palantirs Rolle bei Gesundheitsdaten, Einwanderungsbehörden und Polizeiarbeit. US Pflegekräfte verknüpfen Sorgen über Krankenhaussoftware und Datenschutz mit Palantirs Arbeit für ICE; in Minnesota fordern Aktivisten den Verkauf staatlicher Palantir Anteile.
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