Der Test mit zwei Fahrzeugen ist eine unabhängige regulatorische Gegenprüfung – keine umfassende Studie zur Unfallhäufigkeit. Tesla meldet über mehr als 100 Millionen Kilometer in fünf europäischen Ländern eine 4,1 mal niedrigere Kollisionsrate als bei manuell gefahrenen Teslas.
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: How is France’s new on-road testing of Tesla’s Full Self-Driving system—after previously judging its speed-limit and driver-attention safegu. Article summary: France’s two-car road trial is meant to give its authorities an independent, France-specific check of FSD performance—rather than relying solely on Tesla’s figures and the Dutch RDW’s assessment—before the EU Technical C. Topic tags: general, news, general web, user generated. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts w
Frankreich hat mit Erprobungen von Teslas Full Self-Driving (Supervised) auf französischen Straßen begonnen. Zwei Fahrzeuge werden eingesetzt. Der Schritt folgt auf den früheren Widerstand Frankreichs gegen eine Zulassung des Systems in seiner damaligen Form: Das Land verwies auf Bedenken, dass FSD Geschwindigkeitsüberschreitungen ermöglichen könne und die Sicherung der Fahreraufmerksamkeit nicht ausreiche. Ziel ist es, vor einer möglichen Abstimmung des Technischen Ausschusses für Kraftfahrzeuge der Europäischen Union am 6. Oktober eigene Erkenntnisse zu gewinnen. 17
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Der Test ist vor allem eine unabhängige regulatorische Gegenprüfung. Frankreich kann damit bewerten, wie sich FSD (Supervised) auf seinen Straßen und im dortigen Verkehrsalltag verhält, statt sich ausschließlich auf die Unterlagen von Tesla oder die Bewertung der niederländischen Straßenverkehrsbehörde RDW zu stützen.
Das ist relevant, weil die RDW nach 18 Monaten mit Tests auf Testgeländen und öffentlichen Straßen eine vorläufige Genehmigung erteilte und anschließend die Europäische Kommission über ihre Absicht informierte, eine breitere Nutzung vorzuschlagen. Belgien, Dänemark, Estland und Litauen folgten mit vorläufigen nationalen Genehmigungen. 19
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Frankreichs frühere Einwände waren konkret: Verkehrsminister Philippe Tabarot erklärte, das System könne zu schnelles Fahren zulassen und biete insbesondere in komplexen städtischen Situationen keine ausreichende Gewähr dafür, dass Fahrerinnen und Fahrer aufmerksam bleiben. 18
Ein Versuch mit zwei Autos kann für sich genommen keine statistisch belastbare Unfallrate nachweisen. Sein Nutzen ist enger, aber wichtig: Er kann das Betriebsverhalten unabhängig untersuchen – etwa die Erkennung lokaler Verkehrsbedingungen, die Einhaltung von Geschwindigkeitsregeln und die Wirksamkeit der menschlichen Aufsicht.
Über eine EU-weite Entscheidung würde der Technische Ausschuss für Kraftfahrzeuge beraten. Erforderlich wäre eine qualifizierte Mehrheit: mindestens 55 % der Mitgliedstaaten, die zugleich mindestens 65 % der EU-Bevölkerung vertreten. 6
In diesen fünf Ländern besteht bereits eine vorläufige nationale Genehmigung:
Diese nationalen Genehmigungen entscheiden die EU-Frage nicht vorweg. Frankreichs Haltung wiegt besonders schwer, weil das Land öffentlich bezweifelt hat, dass FSD in seiner derzeitigen Ausgestaltung die nötige Sicherheitsanforderung erfüllt. 18
Tesla hat ein nach Artikel 39 erstelltes Evidenz-Dashboard veröffentlicht, das nach Angaben des Unternehmens die niederländische Genehmigung stützte. Tesla erklärt, FSD (Supervised) sei von April bis August in den fünf zugelassenen Ländern mehr als 100 Millionen Kilometer gefahren und habe dabei eine 4,1-mal niedrigere Kollisionsrate als manuell gefahrene Tesla-Fahrzeuge erreicht. 1
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Nach Teslas Methodik wird eine Kollision FSD zugerechnet, wenn die Funktion irgendwann in den fünf Sekunden vor dem Ereignis aktiv war. 13
Das Dashboard macht mehr von dem Material sichtbar, das Tesla den Behörden vorgelegt hat. Es ist jedoch keine unabhängige kontrollierte Sicherheitsstudie. Reuters berichtete, Verkehrssicherheitsforscher hätten Teslas selbst veröffentlichte statistische Vergleiche als potenziell irreführend kritisiert: Unterschiede bei Strecken, Fahrenden, Wetter- und Verkehrsbedingungen sowie der Nutzungshäufigkeit könnten solche Vergleiche beeinflussen. 2
Genau hier setzt der französische Test an. Eine vom Unternehmen gemeldete günstigere Kollisionsrate kann relevant sein. Die Behörden müssen dennoch entscheiden, ob die Daten unabhängig prüfbar sind und ob sich ihre Aussage auf die Straßen übertragen lässt, auf denen FSD eingesetzt werden soll.
Schwedens Verkehrsbehörde hat die EU aufgefordert, FSD (Supervised) nicht zu genehmigen, solange die Möglichkeit zum Überschreiten erkannter Tempolimits nicht entfernt wird. Dabei geht es nicht nur um die Frage, ob ein Mensch eine unangemessene Geschwindigkeit wählen kann. Der Einwand lautet, ein Assistenzsystem dürfe nicht systematisch Verhalten erleichtern, das den ausgeschilderten gesetzlichen Höchstgeschwindigkeiten widerspricht. 2
Frankreich hatte einen ähnlichen Punkt angesprochen. Demnach könne FSD sich am Tempo schnellerer Fahrzeuge orientieren, auch wenn dieses über dem ausgeschilderten Limit liegt. 18
Die französischen Fahrversuche können daher eine grundlegende Regulierungsfrage beleuchten: Verhält sich das System verlässlich als Fahrassistenz, die Verkehrsrecht befolgt? Oder lässt es Geschwindigkeitsverhalten zu, das Aufsichtsbehörden bei einer automatisierten Fahrhilfe für nicht akzeptabel halten?
FSD wird als „Supervised“ vermarktet. Das bedeutet: Die fahrende Person bleibt dafür verantwortlich, die Straße zu beobachten und bei Bedarf sofort zu übernehmen. Deshalb ist die Qualität der Fahrerüberwachung ein zentraler Teil jeder Sicherheitsbewertung.
Frankreich stellte zuvor ausdrücklich infrage, ob Teslas Schutzmechanismen in städtischen Situationen die Aufmerksamkeit der Fahrenden ausreichend sicherstellen können. 18 Ein Straßentest kann zeigen, wie Aufforderungen, Warnungen und Übernahmeerwartungen des Systems in Situationen funktionieren, in denen Menschen tatsächlich eingreifen müssen.
Die weitergehende Erkenntnis: Selbst eine bestätigte niedrige Kollisionsrate würde nicht allein beantworten, ob ein überwachtes System sicher genug ist. Regulierer müssen auch bewerten, ob Menschen die dauerhaft geforderte Kontrolle in der Praxis realistisch leisten können.
Europäische Behörden entscheiden anhand europäischer Straßendaten. Der US-Kontext bleibt dennoch relevant. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA untersucht Teslas FSD unter anderem wegen möglicher Probleme bei eingeschränkter Sicht; im März weitete sie eine Untersuchung auf 3,2 Millionen Fahrzeuge aus.
Ein tödlicher Unfall im Juni in Katy im US-Bundesstaat Texas erhielt zunächst besondere Aufmerksamkeit, weil FSD (Supervised) eingeschaltet gewesen war. Das National Transportation Safety Board teilte später mit, ausgelesene elektronische Daten zeigten, dass der Fahrer das System durch vollständiges Durchtreten des Gaspedals manuell übersteuert hatte, bevor das Fahrzeug in ein Wohnhaus fuhr.
Dieser Befund belegt nicht, dass FSD den Unfall verursacht hat. Er zeigt aber, warum die Zuordnung von Verantwortung bei Unfällen mit überwachten Fahrassistenzsystemen kompliziert sein kann: Ermittler müssen Systemverhalten, Eingriffe des Menschen, Straßenumfeld und Zeitpunkt einer Übernahme voneinander trennen.
Die NHTSA prüft außerdem Verzögerungen bei Teslas vorgeschriebenen Unfallmeldungen zu fortschrittlichen Fahrerassistenz- und autonomen Fahrsystemen.
Die RDW erklärte, zentrale Details ihrer FSD-Tests wegen Regeln zu geschäftlich sensiblen Informationen nicht veröffentlichen zu wollen. Reuters berichtete zudem, Tesla habe in US-Unterlagen für Aufsichtsbehörden beantragt, grundlegende Details zu Unfällen zu schwärzen. 19
Damit bleibt eine unvermeidliche politische Frage: Wie viel Evidenz muss öffentlich überprüfbar sein, bevor Behörden und Verkehrsteilnehmende Aussagen über einen breiten Einsatz bewerten können? Frankreichs eigene Tests können einen zusätzlichen unabhängigen Datenpunkt liefern. Sie ersetzen aber weder transparente Methoden noch klare Sicherheitsanforderungen.
Frankreichs Test ist keine neue Zulassung von Tesla FSD. Er soll klären, ob die Daten der niederländischen RDW und von Tesla einer französischen regulatorischen Prüfung standhalten – besonders bei Geschwindigkeitsüberschreitungen, Fahreraufmerksamkeit und dem Verhalten im realen Verkehr.
Teslas Aussage einer 4,1-mal niedrigeren Kollisionsrate kann die Argumentation des Unternehmens stärken. Sie bleibt jedoch ein unternehmenseigener beobachtender Vergleich. Vor einer weitergehenden EU-Genehmigung steht deshalb die Kernfrage im Raum, ob Behörden das Systemverhalten unabhängig verifizieren können, ob es Verkehrsregeln einhält und ob die fahrende Person tatsächlich verantwortlich und aufmerksam bleibt. 1
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Der Test mit zwei Fahrzeugen ist eine unabhängige regulatorische Gegenprüfung – keine umfassende Studie zur Unfallhäufigkeit.
Der Test mit zwei Fahrzeugen ist eine unabhängige regulatorische Gegenprüfung – keine umfassende Studie zur Unfallhäufigkeit. Tesla meldet über mehr als 100 Millionen Kilometer in fünf europäischen Ländern eine 4,1 mal niedrigere Kollisionsrate als bei manuell gefahrenen Teslas.
Für eine breitere EU Freigabe sind insbesondere die Einhaltung von Tempolimits, wirksame Fahrerüberwachung und überprüfbare Sicherheitsnachweise entscheidend.