Die globale Hartkorallenbedeckung lag zwischen 2020 und 2024 um 9,5 Prozent unter dem Durchschnitt der Referenzperiode 1980 bis 2009. Korallenbleichen treten inzwischen ungefähr alle fünf bis sechs Jahre auf – oft zu schnell, damit die Riffe vollständig wachsen, reifen und sich fortpflanzen können.
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What does the Global Coral Reef Monitoring Network’s landmark report reveal about the accelerating decline of the world’s coral reefs—includ. Article summary: GCRMN’s *Status of Coral Reefs of the World: 2025* finds that warming-driven marine heatwaves are no longer occasional shocks: they are recurring fast enough to prevent many reefs from rebuilding mature, reproductive cor. Topic tags: general, education, general web, government, academic. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermark
Die zentrale Erkenntnis des Berichts Status of Coral Reefs of the World: 2025 des Global Coral Reef Monitoring Network (GCRMN) lautet nicht nur, dass Korallenriffe Korallen verlieren. Entscheidend ist: Die Hitzewellen im Meer kehren zurück, bevor sich viele Riffe vollständig erholen konnten. Damit schrumpft das Zeitfenster, in dem Korallen wachsen, geschlechtsreif werden und sich fortpflanzen können. Wiederholte Schäden könnten so in einen langfristigen und möglicherweise unumkehrbaren Niedergang übergehen. 1
5
Der Bericht untersucht die Entwicklung der Riffe von 1980 bis 2024. Grundlage sind mehr als 21 Millionen Beobachtungen aus über 87.000 Untersuchungen an 36.886 Standorten in 124 Ländern, Gebieten und Volkswirtschaften. Die enorme Datengrundlage ermöglicht es, langfristige regionale Entwicklungen zu vergleichen, statt jede Korallenbleiche als isolierte Krise zu betrachten. 8
13
Als wichtigste Kennzahl dient die Bedeckung mit Hartkorallen – also der Anteil der Riffoberfläche, auf dem lebende riffbildende Korallen wachsen. Zwischen 2020 und 2024 lag dieser Wert weltweit 9,5 Prozent unter dem Durchschnitt der Referenzperiode von 1980 bis 2009. Das beschreibt den Unterschied zwischen den beiden Zeiträumen; es bedeutet nicht, dass allein zwischen 2020 und 2024 exakt 9,5 Prozentpunkte verloren gingen. 3
4
11
Nach einer Bleiche können sich Korallen erholen: Überlebende Kolonien gewinnen ihre Gesundheit zurück, während neue Korallen wachsen. Das Problem ist laut der Untersuchung die zunehmende Häufigkeit der Schocks. Globale Korallenbleichen treten mittlerweile im Abstand von etwa fünf bis sechs Jahren auf – früher lagen zwischen vergleichbaren Ereignissen deutlich längere Zeiträume. 5
Dass Riffe grundsätzlich regenerationsfähig sind, zeigen die Daten ebenfalls. Nach dem dritten globalen Korallenbleiche-Ereignis nahm die weltweite Hartkorallenbedeckung zwischen 2017 und 2019 um rund 6 Prozent zu. Doch solche Erholungsphasen werden immer schwerer erreichbar: Eine weitere schwere Hitzewelle kann eintreffen, bevor die Korallen groß und reif genug sind, um sich fortzupflanzen und die Riffstruktur wieder aufzubauen. 1
Wissenschaftler sprechen deshalb von einem schrittweisen Niedergang: Jedes Ereignis kann Korallen zerstören, während das nächste einsetzt, bevor das Ökosystem den vorherigen Verlust ausgeglichen hat.
Das vierte globale Korallenbleiche-Ereignis begann 2023 und war nach Einschätzung von NOAA Coral Reef Watch wahrscheinlich 2025 beendet. NOAA zufolge war zwischen Januar 2023 und September 2025 in rund 84,4 Prozent der weltweiten Riffgebiete Hitzestress auf Bleiche-Niveau festzustellen. Massenbleichen wurden in mindestens 83 Ländern und Gebieten dokumentiert. 17
Eine separate wissenschaftliche Analyse kommt auf rund 87 Prozent der globalen Riffgebiete, die von Hitzestress betroffen waren. Demnach lag der Median des aufgelaufenen Hitzestresses fast 50 Prozent über dem bisherigen Rekord eines globalen Ereignisses. Die unterschiedlichen Prozentangaben beruhen auf verschiedenen Methoden und Messgrößen. Beide Quellen bewerten das Ereignis jedoch als außergewöhnlich großflächig und intensiv. 18
Die Entwicklung macht deutlich, warum Rekordtemperaturen der Meere für Riffe so gefährlich sind: Korallenbleichen sind keine seltenen, weit auseinanderliegenden Störungen mehr. Sie werden Teil eines wiederkehrenden Zyklus aus Hitzestress und unvollständiger Erholung.
Die Warnung des Berichts fällt in eine Phase anhaltend warmer Ozeane. Zugleich beobachten Wissenschaftler die Möglichkeit eines weiteren starken El Niño. Dieses natürliche Klimaphänomen kann die ohnehin erhöhten Meerestemperaturen kurzfristig zusätzlich verstärken und dadurch das Risiko neuer mariner Hitzewellen und Korallenbleichen erhöhen. 18
Einige Berichte über Korallenarchive verweisen zudem auf Hinweise, dass El Niño in den vergangenen Jahrzehnten möglicherweise intensiver geworden ist. Diese Frage wird jedoch weiterhin wissenschaftlich untersucht und gilt nicht als abschließende Erklärung für jede Veränderung des El-Niño-Verhaltens.
Die unmittelbare Sorge ist einfacher: Auch ohne diese langfristige Frage zu klären, setzen höhere Grundtemperaturen der Meere die Riffe stärker unter Druck, sobald natürliche Klimaschwankungen zusätzliche Hitze bringen.
Der Bericht wurde in Palau im Umfeld des Pacific Islands Forum vorgestellt. Damit gelangten die globalen Riffdaten vor die politischen Vertreter einer Region, deren Gemeinschaften, Wirtschaft und Küsten eng mit dem Meer verbunden sind. Die Veröffentlichung verlieh den Ergebnissen zudem im Vorfeld der COP31 zusätzliche politische Bedeutung, da die pazifischen Staaten auf ambitioniertere Klimaschutzmaßnahmen drängen.
Dieser Kontext unterstreicht die politische Kernaussage des Berichts: Der Schutz von Korallenriffen lässt sich nicht von der Klimapolitik trennen. Lokale Schutzmaßnahmen können die Überlebenschancen eines Riffs verbessern. Sie können jedoch nicht verhindern, dass sich der Ozean weiter erwärmt, wenn die weltweiten Treibhausgasemissionen hoch bleiben.
Die notwendige Antwort besteht aus zwei miteinander verbundenen Teilen:
Die Lage ist damit ernst, aber der Bericht sagt nicht, dass jedes Riff bereits verloren ist. Korallen haben gezeigt, dass Erholung möglich bleibt, wenn der Hitzestress nachlässt und die örtlichen Bedingungen günstig sind. Die entscheidende Frage ist, ob die künftigen Erholungsphasen noch lang genug sein werden – und ob die Emissionen schnell genug sinken –, damit diese Widerstandskraft weltweit eine Chance bekommt.
Studio Global AI
Diese Seite enthält eine quellengestützte Antwort, die Sie in Studio Global fortsetzen können.
Die globale Hartkorallenbedeckung lag zwischen 2020 und 2024 um 9,5 Prozent unter dem Durchschnitt der Referenzperiode 1980 bis 2009.
Die globale Hartkorallenbedeckung lag zwischen 2020 und 2024 um 9,5 Prozent unter dem Durchschnitt der Referenzperiode 1980 bis 2009. Korallenbleichen treten inzwischen ungefähr alle fünf bis sechs Jahre auf – oft zu schnell, damit die Riffe vollständig wachsen, reifen und sich fortpflanzen können.
Das vierte globale Korallenbleiche Ereignis von 2023 bis 2025 war das bisher ausgedehnteste und intensivste; je nach Messmethode waren rund 84 bis 87 Prozent der weltweiten Riffgebiete von Hitzestress betroffen.