Scott Bessent sieht die Abenomics Ära in Japan als beendet und spricht von einer neuen Phase der „Takaichi Nomics“, in der die Bank of Japan ihre Geldpolitik normalisieren soll. Den erneuten Rückgang des Yen in Richtung und unter 160 Yen je Dollar bezeichnete Bessent als „ziemlich gut eingedämmt“, weil die Bewegung...
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What did U.S. Treasury Secretary Scott Bessent say about the end of Abenomics, Japan’s shift toward “Takaichi-nomics,” and the Bank of Japan. Article summary: Bessent’s message was that Japan should move beyond the ultra-easy-money legacy of Abenomics: he called that era over and framed “Takaichi-nomics” as a period in which the BOJ should make independent, appropriate normali. Topic tags: general, news, general web, user generated. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts w
Die Botschaft von US-Finanzminister Scott Bessent an Japan ist deutlich, aber bewusst diplomatisch formuliert: Die Ära der Abenomics sei wahrscheinlich vorbei. Nun müsse die Bank of Japan (BOJ) ihre Geldpolitik schrittweise normalisieren – allerdings auf Grundlage eigener Entscheidungen.
Bessent sagte, er erwarte von BOJ-Gouverneur Kazuo Ueda, mit Unterstützung von Premierministerin Sanae Takaichi „das Richtige“ für Japans Wirtschaft zu tun. Zugleich vermied er eine direkte Forderung nach unmittelbar aufeinanderfolgenden Zinserhöhungen.
Mit „Abenomics“ ist der wirtschaftspolitische Kurs verbunden, der unter dem früheren Premierminister Shinzo Abe insbesondere auf sehr niedrige Zinsen, umfangreiche geldpolitische Unterstützung und eine Belebung der Inflation setzte. Bessent sieht diese reflationäre Phase nun als abgeschlossen. Als nächsten Abschnitt bezeichnete er sinngemäß die „Takaichi-Nomics“. 9
Damit deutete er einen Kurswechsel an: Die BOJ soll sich nicht dauerhaft an der Tradition extrem lockerer Geldpolitik orientieren, sondern prüfen, wie schnell sie die Zinsen normalisieren muss. Bessent sagte jedoch ausdrücklich, er werde den japanischen Entscheidungsträgern nicht vorschreiben, was sie tun sollten. Von Ueda erwarte er vielmehr ein angemessenes Urteil im Interesse der japanischen Wirtschaft.
Das ist politisch relevant. Bessent signalisiert, dass eine straffere Geldpolitik den schwachen Yen stützen könnte, überlässt den Zeitpunkt und das Tempo aber offiziell der unabhängigen Notenbank.
Der Yen war nach einer gemeinsamen Intervention der USA und Japans am 31. Juli zeitweise um mehr als fünf Yen je Dollar gestiegen. Die Aktion sollte als Reaktion auf ungeordnete, stark schwankende Bewegungen am Devisenmarkt verstanden werden. Später gab die japanische Währung jedoch einen Teil ihrer Gewinne wieder ab und bewegte sich erneut in Richtung 160 Yen je Dollar. 4
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Bessent unterschied dabei zwischen dem Niveau des Yen und der Art seiner Bewegung. Ein Kurs nahe oder unter 160 Yen ist für Marktteilnehmer zwar eine wichtige Schwelle. Er löst aber nicht automatisch eine weitere Intervention aus. Nach Bessents Einschätzung verlief der jüngste Rückgang vergleichsweise kontrolliert und nicht so schnell oder destabiliserend, dass eine Notfallmaßnahme nötig wäre. 8
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Deshalb versprach er weder eine sofortige Wiederholung des gemeinsamen Eingriffs noch einen festen Zeitplan für schnellere BOJ-Zinsschritte. Seine Äußerungen enthielten damit wichtige Signale für die mittelfristige Ausrichtung, aber wenig neue Informationen für den kurzfristigen Handel.
Ein schwacher Yen verteuert importierte Waren und Rohstoffe in japanischer Währung. Das betrifft unter anderem Energie, Lebensmittel und andere Güter, die Japan aus dem Ausland bezieht. Bessent warnte außerdem, ein zu schwacher Yen könne in Asien einen breiteren Abwertungswettlauf auslösen. 1
Auch die BOJ richtet ihren Blick inzwischen stärker auf die Aufwärtsrisiken bei der Inflation. Nachdem sie ihren Leitzins im Juli bei 1 Prozent belassen hatte, warnte sie, dass die zugrunde liegende Inflation ihr Ziel überschreiten könnte. Künftige Beratungen sollten deshalb den Preisdruck stärker berücksichtigen.
Für die Notenbank entsteht ein schwieriger Zielkonflikt: Zinserhöhungen könnten den Yen stützen und die importierte Inflation dämpfen. Gleichzeitig würden höhere Finanzierungskosten die wirtschaftliche Aktivität belasten. Die Frage lautet daher nicht allein, ob ein bestimmter Wechselkurs verteidigt werden soll, sondern ob der Preisdruck inzwischen dauerhaft genug ist, um einen schnelleren Abbau der geldpolitischen Unterstützung zu rechtfertigen.
Am 31. August zeigten die Preise an den Overnight-Swap-Märkten eine Wahrscheinlichkeit von 88 Prozent für eine Zinserhöhung bei der BOJ-Sitzung am 17. und 18. September. Dafür sprachen mehrere Entwicklungen:
Die Erwartungen hatten sich bereits vor Bessents jüngsten Aussagen stark verändert. Die eingepreiste Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im September stieg von 24 Prozent am 30. Juli auf 76 Prozent Mitte August. Als Bessent den Yen anschließend als „ziemlich gut eingedämmt“ bezeichnete, war ein großer Teil der Aussicht auf einen baldigen Zinsschritt daher bereits in den Kursen enthalten.
Ueda hat zu verstehen gegeben, dass die BOJ bei der Inflation nicht hinter der Entwicklung zurückfallen dürfe. Zugleich ließ er die Möglichkeit offen, das Tempo der Zinserhöhungen zu steigern, falls die Finanzierungsbedingungen zu locker blieben und der Inflationsausblick dies rechtfertigte.
Das bedeutet nicht automatisch, dass die BOJ künftig in jedem Quartal die Zinsen anheben wird. Es macht den weiteren Kurs aber stärker von neuen Inflations- und Konjunkturdaten abhängig als von einem festen Zeitplan. Berichte über eine mögliche Beschleunigung über das bisherige Niveau von ungefähr zwei Erhöhungen jährlich hinaus verstärkten die Erwartungen an einen Zinsschritt im September und an weitere Erhöhungen danach.
Die verhaltene Reaktion des Yen war vor allem eine Folge der bereits hohen Markterwartungen. Händler hatten die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September schon weitgehend berücksichtigt. Bessents Äußerungen bestätigten deshalb eher ein bestehendes Szenario, als dass sie einen völlig neuen politischen Impuls geliefert hätten.
Zudem vermied der US-Finanzminister genau jene Aussagen, die eine stärkere unmittelbare Bewegung hätten auslösen können: Er verlangte keine ausdrücklich aufeinanderfolgenden BOJ-Zinserhöhungen und versprach keine erneute Intervention. Stattdessen lobte er Ueda und verwies auf dessen Einschätzung.
Für den Yen ergibt sich daraus ein Signal mit eher mittelfristiger Bedeutung. Washington unterstützt offenbar einen stärkeren Yen und eine Abkehr von der extrem lockeren Geldpolitik. Wie schnell Japan diesen Kurs einschlägt, entscheidet jedoch weiterhin die Bank of Japan in Tokio.
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Scott Bessent sieht die Abenomics Ära in Japan als beendet und spricht von einer neuen Phase der „Takaichi Nomics“, in der die Bank of Japan ihre Geldpolitik normalisieren soll.
Scott Bessent sieht die Abenomics Ära in Japan als beendet und spricht von einer neuen Phase der „Takaichi Nomics“, in der die Bank of Japan ihre Geldpolitik normalisieren soll. Den erneuten Rückgang des Yen in Richtung und unter 160 Yen je Dollar bezeichnete Bessent als „ziemlich gut eingedämmt“, weil die Bewegung aus seiner Sicht nicht chaotisch oder destabilisierend verlief.
Die Märkte preisten Ende August eine Wahrscheinlichkeit von 88 Prozent für eine Zinserhöhung der Bank of Japan bei der Sitzung am 17.