Am 29. August 2026 konzentriert Russland seine Angriffe im Gebiet Donezk vor allem auf Pokrowsk und Kostjantyniwka; der behauptete Durchbruch bis auf vier Kilometer vor Slowjansk bleibt unbestätigt.
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What is the current military, strategic, and diplomatic situation in Russia’s war against Ukraine, including Valery Gerasimov’s claim that R. Article summary: Russia is maintaining intense pressure in Donetsk, especially around Pokrovsk, Kostiantynivka, and the approaches to Sloviansk, but the evidence supports a slow, costly offensive rather than a verified Russian breakthrou. Topic tags: general, general web, news, user generated. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts w
Russland erhöht den Druck im Gebiet Donezk, insbesondere bei Pokrowsk, Kostjantyniwka und an den Zugängen zu Slowjansk. Die verfügbaren Belege bestätigen jedoch nicht den entscheidenden Durchbruch, den der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow gemeldet hat. Das vorsichtigere Lagebild spricht für schrittweise Geländegewinne, Infiltrationsversuche und schwere Kämpfe – bei anhaltendem ukrainischem Widerstand und Gegenangriffen. 456
Am 27. August erklärte Gerassimow, russische Truppen hätten die erste Verteidigungslinie des befestigten Raums Slowjansk–Kramatorsk durchbrochen. Die Offensive erstrecke sich demnach über eine rund 160 Kilometer breite Front. Außerdem seien russische Einheiten nur noch etwa vier Kilometer vom östlichen Stadtrand Slowjansks entfernt. Diese Angaben wurden von russischen staatsnahen beziehungsweise vom russischen Verteidigungsministerium verbreiteten Quellen veröffentlicht. Sie sind damit zunächst die Darstellung einer Kriegspartei – keine unabhängig verifizierten Fakten zum Frontverlauf. 12314
Unabhängige Analysen bestätigen zwar russische Bewegungen östlich und südöstlich von Slowjansk, nicht aber die gesamte Dimension von Gerassimows Darstellung. Das Institute for the Study of War (ISW) berichtete über russische Geländegewinne östlich der Stadt. Zugleich bewertete es diese als Teil des Versuchs, günstige Ausgangspositionen für mögliche spätere Angriffe auf Slowjansk und den weiteren befestigten Verteidigungsraum zu sichern. Frühere Lagebilder verzeichneten zudem ukrainische Vorstöße oder weiterhin gehaltene ukrainische Positionen in Richtung Slowjansk. 456
Der Unterschied ist entscheidend: In einzelne Stellungen einzudringen oder isolierte Positionen zu erreichen, bedeutet nicht automatisch, eine zusammenhängende Front zu kontrollieren oder ein befestigtes Verteidigungssystem zu durchbrechen. Auch am 28. August registrierte das ISW an mehreren wichtigen Abschnitten weiterhin russische Angriffe ohne Geländegewinne sowie begrenzte ukrainische taktische Erfolge im Raum Kostjantyniwka.
Der ukrainische Generalstab meldete für den 28. August insgesamt 250 Gefechte. Davon entfielen 40 russische Angriffe auf den Frontabschnitt Pokrowsk und 35 auf den Raum Kostjantyniwka – die höchsten Konzentrationen an diesem Tag. In Richtung Slowjansk wurden sieben russische Angriffe gemeldet.
Dieses Muster deutet darauf hin, dass Russlands Operationsziel über einen direkten Vorstoß auf Slowjansk hinausgeht. Moskau versucht, den ukrainischen Verteidigungsgürtel in Donezk aus mehreren Richtungen zu schwächen. Der Druck auf Kostjantyniwka bedroht dabei den südlichen Teil des befestigten Raums, der Slowjansk, Kramatorsk und weitere Städte umfasst. Das ISW berichtete über russische Infiltrationsaktionen in und um Kostjantyniwka. Frühere Analysen kamen jedoch zu dem Schluss, dass diese Versuche bislang keine operationell bedeutende Einnahme der Stadt bewirkt haben.
Die Lage Slowjansks zeigt dennoch, wie stark die Gefahr wächst. Die Gebietsverwaltung von Donezk stufte die Stadt nach schweren Angriffen auf Slowjansk und Kramatorsk als aktives Kampfgebiet ein. Ukrainische Behörden verstärkten daraufhin die Verteidigungsmaßnahmen in der Region. 7
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, Russland habe seit Jahresbeginn 267.000 personelle Verluste erlitten, darunter etwa 155.000 Tote. Zudem fielen nach seinen Angaben 70 bis 80 Prozent der russischen Verluste im Raum Kostjantyniwka an. Diese Zahlen stammen von ukrainischen Behörden und sind durch die verfügbaren Belege nicht unabhängig bestätigt.
Das Gesamtbild weist allerdings auf sehr hohe russische Verluste hin. Das ISW verwies auf ukrainische Angaben von mehr als 42.000 russischen Verlusten allein im Juli, betonte aber zugleich, dass Verlustzahlen der Kriegsparteien grundsätzlich vorsichtig bewertet werden müssen. Exakte Gesamtzahlen sowie die Abgrenzung zwischen Toten, Verwundeten und weiteren Verlustkategorien lassen sich in Echtzeit nur schwer überprüfen.
Auch Aussagen über russische Geländegewinne im August sollten nicht ohne klare Methodik als gesichert gelten. In seiner Analyse vom 22. August verzeichnete das ISW für russische Truppen seit Monatsbeginn 8,52 Quadratkilometer erobertes oder infiltriertes Gebiet. Gleichzeitig habe Russland bis dahin 27,09 Quadratkilometer Kontrolle verloren. Diese Angaben entsprechen nicht einem bestätigten russischen Nettogewinn von 27 Quadratkilometern.
Die Ukraine greift weiterhin russische Militärinfrastruktur, Treibstoffproduktion und Logistik an. Gemeldet wurden unter anderem Treffer auf eine große Ölraffinerie und einen Flugplatz, der mit der russischen strategischen Luftwaffe verbunden ist. Das ISW bewertete die ukrainischen Angriffe auf die russische Öl-Infrastruktur als fortlaufend. 5
Mit diesen Angriffen sollen die Systeme gestört werden, die Russlands Offensive tragen: Treibstoffversorgung, Logistik, Luftwaffe und Rüstungsproduktion. Sie können den Preis des russischen Vorgehens erhöhen, ersetzen aber nicht die Notwendigkeit, den Verteidigungsgürtel um Kostjantyniwka, Slowjansk und Kramatorsk zu halten.
Strategisch bedeutsam ist außerdem die Entscheidung Großbritanniens und Frankreichs, der Ukraine Technologie für eine eigene Produktion von Storm-Shadow-/SCALP-Marschflugkörpern zugänglich zu machen. Großbritannien will dafür geheime Technologie freigeben, Frankreich unterstützt die Lizenzierung für die französische Variante. 18 Das könnte Kiew eine nachhaltigere Fähigkeit für weitreichende Präzisionsschläge verschaffen. Es belegt jedoch weder den Beginn einer ukrainischen Serienproduktion noch, dass eine bestimmte russische Anlage zur Herstellung ballistischer Raketen angegriffen werden soll.
Spanien, Schweden, Polen und die Niederlande drängen die Europäische Union, die Beratungen über eine Nutzung blockierter russischer Staatsvermögen zugunsten der Ukraine wieder aufzunehmen. Nach Reuters sind in der EU rund 210 Milliarden Euro an Vermögen der russischen Zentralbank eingefroren. Belgien lehnt den Plan wegen rechtlicher und finanzieller Bedenken weiterhin ab. 1719
Die Initiative ist daher politisch und juristisch weiterhin offen. Für die Ukraine hat die Debatte dennoch unmittelbare strategische Bedeutung: Verlässliche Finanzmittel beeinflussen den Einkauf von Munition, die Luftverteidigung, den Ausbau der Rüstungsindustrie und die Fähigkeit des Staates, einen langen Krieg durchzuhalten.
Russland besitzt in mehreren Abschnitten des Gebiets Donezk die Initiative und setzt das ukrainische Verteidigungssystem erheblich unter Druck. Die Behauptung Gerassimows, russische Truppen stünden nur vier Kilometer vor Slowjansk und hätten die erste Verteidigungslinie durchbrochen, ist durch die verfügbaren unabhängigen Lagebilder jedoch nicht belegt. 15
Die am besten gestützte Schlussfolgerung fällt deshalb enger aus: Russland hat lokal Gelände gewonnen und versucht, seine Truppen für Angriffe auf den befestigten Verteidigungsgürtel in Stellung zu bringen. Die Ukraine hält dagegen, verstärkt Slowjansk und wehrt den Druck bei Kostjantyniwka und Pokrowsk ab. Entscheidend wird nicht eine einzelne Schlagzeile sein, sondern ob Russland seine Infiltrationen und taktischen Erfolge in dauerhafte Kontrolle umwandeln kann – und ob die Ukraine ihre Verteidigung hält, während sie ihre weitreichenden Angriffe ausbaut und weitere europäische Unterstützung sichert.
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Am 29. August 2026 konzentriert Russland seine Angriffe im Gebiet Donezk vor allem auf Pokrowsk und Kostjantyniwka; der behauptete Durchbruch bis auf vier Kilometer vor Slowjansk bleibt unbestätigt.
Am 29. August 2026 konzentriert Russland seine Angriffe im Gebiet Donezk vor allem auf Pokrowsk und Kostjantyniwka; der behauptete Durchbruch bis auf vier Kilometer vor Slowjansk bleibt unbestätigt. Die Ukraine meldete für den 28. August 250 Gefechte.
Parallel versucht Kiew, die Kosten der russischen Offensive durch Angriffe auf Öl und Militärinfrastruktur, eine mögliche eigene Produktion von Storm Shadow /SCALP Marschflugkörpern und zusätzliche europäische Finanzh...