Der weltweite Pure Play Foundry Markt legte im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr um 29 Prozent zu – getrieben von KI Chip Aufträgen und einer Verlagerung von Produktionskapazitäten. TSMC behauptete mit 73 Prozent im zweiten Quartal in Folge die Marktführung.
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: How did surging AI-chip demand drive 29% year-over-year growth in the worldwide pure-play foundry market in Q2 2026, what factors enabled TS. Article summary: AI demand lifted foundry revenue because AI accelerators are high-value, leading-edge chips that also require scarce packaging and memory; the resulting allocation of capacity pushed both volumes and pricing upward. Coun. Topic tags: general, news, general web, user generated, government. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermar
Die künstliche Intelligenz verändert die Halbleiterfertigung – von der Waferfabrik bis zur Endmontage. Im zweiten Quartal 2026 wuchs der weltweite Markt für sogenannte Pure-Play-Foundries, also Auftragsfertiger ohne eigenes Chipdesign-Geschäft, im Jahresvergleich um 29 Prozent. Haupttreiber waren die stark gestiegenen Bestellungen für KI-Chips und die Verlagerung vorhandener Kapazitäten zugunsten dieser Programme. TSMC kam im zweiten Quartal erneut auf 73 Prozent Marktanteil. Samsung Foundry blieb mit rund 7 Prozent auf Platz zwei. 4 14
Für Elektronikhersteller ist die wichtigste Erkenntnis: Ein gesicherter Prozessor allein reicht nicht mehr. KI-Systeme benötigen eine abgestimmte Kette aus modernen Wafern, Speicher, Substraten, fortschrittlicher Chip-Verpackung und Tests. Fehlt nur ein Glied, kann sich die Auslieferung des gesamten Produkts verzögern.
KI-Beschleuniger werden überwiegend in hochmodernen Fertigungsprozessen hergestellt. Diese Kapazitäten sind teuer und lassen sich nicht kurzfristig ausweiten. Gleichzeitig erzeugt der Ausbau von KI-Rechenzentren zusätzliche Nachfrage nach Speicher- sowie nach Verbindungs-, Steuerungs- und Energiemanagement-Chips.
Counterpoint Research nennt zwei zentrale Ursachen für das Wachstum im zweiten Quartal: den starken Anstieg der KI-bezogenen Aufträge und die Neuzuteilung von Produktionskapazitäten. Dadurch entstanden Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage sowohl bei modernen als auch bei ausgereiften Fertigungsprozessen. 4
Das ist entscheidend, weil ein KI-Server aus mehr besteht als nur aus dem zentralen Rechenchip. Auch Netzwerkbausteine, Stromversorgung, Controller und weitere Komponenten werden benötigt – teilweise auf anderen Prozessknoten. Wenn Foundries Maschinen, Ingenieurteams und Fertigungskapazitäten auf KI-Projekte konzentrieren, kann sich der Engpass daher über das gesamte Portfolio erstrecken. 4
Die Dominanz von TSMC beruht auf einer Kombination aus moderner Prozesstechnologie und breiter Kapazitätsabdeckung:
TSMC verfügt damit nicht einfach über mehr Waferkapazität, sondern ist an mehreren miteinander verbundenen Produktionsstufen gut positioniert. Das half dem Unternehmen, im ersten und zweiten Quartal 2026 jeweils 73 Prozent Marktanteil zu halten. 4
Samsung Foundry behauptete im zweiten Quartal den zweiten Platz. Der Marktanteil blieb gegenüber dem Vorquartal weitgehend unverändert. Counterpoint verwies auf verbesserte Fertigungsausbeuten beim Prozess SF2, die stärkere Nachfrage nach SF4 und SF5 sowie gestiegene Waferpreise im ersten Halbjahr als wichtige Faktoren. 14
Darüber hinaus erhöhte Samsung im Juli die Preise für bestimmte Aufträge zur fortschrittlichen Auftragsfertigung um bis zu 15 Prozent, wie Reuters unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtete. Die Erhöhungen unterschieden sich nach Prozess und Kundenregion. Bei SF4 waren einige Kunden in China und den USA besonders stark betroffen. 1
Der Zeitpunkt ist wichtig: Die Preiserhöhungen begannen im Juli und damit nach Abschluss des zweiten Quartals. Sie erklären daher eher den Preis- und Kostendruck in der zweiten Jahreshälfte 2026 als das im zweiten Quartal gemeldete Marktwachstum. 1
Samsung steht somit vor einer doppelten Aufgabe. Das Unternehmen profitiert von der Nachfrage nach etablierten modernen Prozessen wie SF4 und SF5, muss aber zugleich die Ausbeute und Wirtschaftlichkeit von SF2 verbessern. Ob daraus dauerhaft höhere Marktanteile entstehen, hängt deshalb nicht nur von den Preisen, sondern vor allem von der Fertigungsleistung ab.
Ein fertiger KI-Beschleuniger besteht aus mehr als einem produzierten Logik-Wafer. Für leistungsfähige Systeme müssen Rechenchip, High-Bandwidth Memory (HBM), also besonders breit angebundener Hochgeschwindigkeitsspeicher, sowie komplexe Verbindungen zusammengeführt werden. Danach folgen spezialisierte Montage-, Test- und Wärmemanagementprozesse.
Advanced Packaging ist deshalb ein eigener Kapazitätsengpass. Die Verfahren benötigen spezielle Anlagen, Materialien, Prozessintegration und ein aufwendiges Ausbeutemanagement. Diese Kapazitäten lassen sich nicht zwangsläufig so schnell erweitern wie die Zahl der gestarteten Wafer. Counterpoint nannte die angespannte Versorgung mit Advanced Packaging neben den Engpässen bei ausgereiften Prozessen ausdrücklich als Faktor für den Foundry-Markt. 4
Das hat zwei unmittelbare Folgen:
Die Investitionen der Branche zeigen, wie strategisch wichtig Packaging geworden ist. SK hynix legte in West Lafayette im US-Bundesstaat Indiana den Grundstein für seine erste US-amerikanische HBM-Packaging-Basis. Das Projekt soll mehr als 4 Milliarden US-Dollar kosten; die Serienproduktion von HBM der nächsten Generation ist für die zweite Jahreshälfte 2029 vorgesehen.
Auch Powertech Technology baut die Fertigung von Fan-out-Panel-Level-Packaging aus. Die Kapazität für diese Technologie soll bis 2030 vollständig ausgebucht sein; AMD und Broadcom wurden als Kunden genannt. Zudem genehmigte Powertech ein 400-Millionen-US-Dollar-Joint-Venture mit Broadcom in Singapur, das sich auf fortschrittliche Panel-Level-Montagetechnik konzentriert.
Die verfügbaren Berichte belegen diese Aufträge und Investitionsvorhaben. Die häufig genannte Summe von 2,2 Milliarden US-Dollar für ein Powertech-Projekt lässt sich anhand der vorliegenden belastbaren Quellen jedoch nicht unabhängig bestätigen und sollte daher nicht als gesicherte Zahl verwendet werden.
Parallel zur Foundry-Kapazität steigen die Investitionen in Speicherchips. Kioxia und Sandisk wollen bis 2032 mehr als 31 Milliarden US-Dollar in Japan investieren, um Technologie und Produktionskapazitäten auszubauen. Das Vorhaben steht unter dem Vorbehalt staatlicher Unterstützung und umfasst unter anderem Infrastruktur an den Standorten Yokkaichi und Kitakami.
Diese Projekte betreffen einen anderen Teil der KI-Lieferkette als TSMCs Logikchip-Fertigung. Der strategische Zusammenhang ist jedoch direkt: KI-Systeme brauchen sowohl leistungsfähige Rechenchips als auch große Mengen an Hochleistungsspeicher und Datenspeicher. Wird nur eine Seite ausgebaut, bleibt die Gesamtversorgung anfällig.
Die Marktdaten für das zweite Quartal sprechen für einen Kurswechsel in der Beschaffung. KI-Chips sollten nicht mehr als voneinander unabhängige Einzelkomponenten eingekauft werden. Gefragt ist vielmehr eine integrierte Kapazitätsplanung.
Lange Lieferzeiten und eine hohe Auslastung machen kurzfristige Einkäufe am Spotmarkt riskanter. Unternehmen mit belastbaren Nachfrageprognosen sollten früher Gespräche über Wafer-, Speicher- und Packaging-Kontingente führen. Dabei sind realistische Bandbreiten sinnvoller als eine einzelne, scheinbar exakte Prognose.
Klassische Halbleiter-Dashboards konzentrieren sich oft auf Waferzuteilungen und verfügbare Prozessknoten. Bei KI-Produkten sollten Beschaffungsteams zusätzlich freie Slots für Advanced Packaging, HBM-Verfügbarkeit, Substrate, Testkapazitäten und Verpackungsausbeuten überwachen.
Ein zweiter Foundry- oder Packaging-Anbieter ist bei modernen KI-Designs meist kein problemloser Ersatz. Eine frühzeitige Qualifizierung alternativer Lieferanten kann die Abhängigkeit von einer einzigen Fertigungsroute dennoch reduzieren und Integrationsprobleme sichtbar machen, bevor eine Produktionskrise entsteht.
Ein belastbarer Beschaffungsplan sollte folgende Schritte miteinander verbinden:
Das Wachstum von 29 Prozent im zweiten Quartal zeigt, wie schnell die KI-Nachfrage durch die Halbleiterindustrie läuft. Die Marktanteile machen aber ebenso deutlich, dass dieses Wachstum stark konzentriert ist. TSMCs Anteil von 73 Prozent unterstreicht den Wert einer abgestimmten Plattform aus moderner Prozesstechnologie, Kapazitäten bei ausgereiften Knoten und Advanced Packaging. 4
Samsung bleibt mit SF4- und SF5-Nachfrage sowie den Bemühungen um bessere SF2-Ausbeuten klar die Nummer zwei. Die Preiserhöhungen zeigen zugleich, wie knapp die Kapazitäten werden. 1 14
Für Abnehmer liegt der entscheidende Engpass daher nicht mehr nur in der Frage, ob ein Chip entworfen oder ein Wafer gefertigt werden kann. Entscheidend ist, ob alle benötigten Produktionsstufen gleichzeitig gesichert sind.
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Der weltweite Pure Play Foundry Markt legte im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr um 29 Prozent zu – getrieben von KI Chip Aufträgen und einer Verlagerung von Produktionskapazitäten.
Der weltweite Pure Play Foundry Markt legte im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr um 29 Prozent zu – getrieben von KI Chip Aufträgen und einer Verlagerung von Produktionskapazitäten. TSMC behauptete mit 73 Prozent im zweiten Quartal in Folge die Marktführung. Ausschlaggebend waren unter anderem die 2 nm Serienproduktion, der Ausbau von 3 nm sowie Engpässe bei ausgereiften Prozessen und Advanced Pa...
Samsung Foundry blieb mit rund 7 Prozent auf Platz zwei. Verbesserte SF2 Ausbeuten sowie die Nachfrage nach SF4 und SF5 stützten das Geschäft.