Die Zahl der in die EU gelangenden günstigen Pakete ist laut französischen Zollangaben seit dem 1. Die 3 Euro fallen nicht pauschal pro Paket an: Für unterschiedliche Zolltarifpositionen innerhalb einer Sendung können mehrere Gebühren entstehen.
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: How has the EU’s €3 customs duty on low value e commerce parcels, introduced on July 1, 2026 to replace the exemption for shipments under €1. Article summary: The early evidence suggests the duty has materially reduced direct low value Chinese parcel imports, but it has not stopped cross border e commerce; instead, it is raising checkout and compliance costs, encouraging selle. Topic tags: general web, code, regulation, finance, ecommerce. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, c
Der neue EU-Zoll zeigt offenbar schnell Wirkung. Nach Angaben des französischen Wirtschaftsministeriums, das sich auf französische Zolldaten beruft, ist die Zahl der günstigen Pakete, die seit dem 1. Juli in die Europäische Union gelangen, um rund 30 bis 40 Prozent zurückgegangen. Betroffen sind insbesondere Sendungen, die mit Plattformen wie Shein, Temu und AliExpress in Verbindung stehen. 45
Das ist ein deutlicher kurzfristiger Mengeneffekt. Daraus lässt sich jedoch noch nicht ableiten, wie sich die langfristigen Umsätze oder Marktanteile der Plattformen in Europa entwickeln werden. Möglich ist auch, dass Anbieter ihre Lieferketten und Lagerstandorte anpassen, statt sich vollständig aus dem grenzüberschreitenden Geschäft zurückzuziehen.
Seit dem 1. Juli 2026 gilt für Waren in Sendungen bis einschließlich 150 Euro nicht mehr die frühere Zollbefreiung. Stattdessen wird ein vorläufiger Pauschalzoll von 3 Euro erhoben. Entscheidend ist: Die Gebühr gilt nicht einfach einmal pro Paket, sondern je unterschiedlicher Zolltarifposition beziehungsweise Warenkategorie in der Sendung. 12
Ein Paket mit mehreren Kleidungsstücken derselben zollrechtlichen Kategorie kann daher bei 3 Euro bleiben. Enthält es dagegen beispielsweise Kleidung, Schmuck und Elektronik, können daraus drei Tarifpositionen und somit 9 Euro Zoll werden. 211
Diese Struktur trifft besonders günstige, gemischte „Haul“-Bestellungen. Bei einem Artikel für 2 oder 5 Euro fällt der Fixbetrag deutlich stärker ins Gewicht als bei einer Bestellung im Wert von 100 Euro. Für Händler entsteht zugleich ein Anreiz, Waren in EU-Lagern vorzuhalten, Bestellungen anders zu bündeln oder die Kosten von Anfang an in den Verkaufspreis einzurechnen.
Die Regelung belastet vor allem das Geschäftsmodell, bei dem einzelne günstige Waren direkt aus China per Luftfracht an europäische Verbraucher verschickt werden. Erste Logistikdaten zeichnen jedoch kein einheitliches Bild.
Vor dem Inkrafttreten war kein ausgeprägter Versandansturm zu erkennen; die Luftfrachtmengen aus China und Hongkong nach Europa gingen in der letzten vollständigen Juniwoche sogar zurück. Nach dem Start der neuen Regel wurden zugleich Rückgänge bei der direkten Frachtkapazität zwischen China und Europa gemeldet. Die niederländische Beratung Rotate verzeichnete zunächst einen Rückgang der dedizierten Frachterkapazität um 18 Prozent innerhalb von 48 Stunden, der sich in der ersten vollen Woche auf 14 Prozent abschwächte. 18
Spätere Berichte deuten ebenfalls auf Veränderungen bei den China-Europa-Luftfrachtströmen hin. Das spricht eher für eine Neuordnung der E-Commerce-Logistik als für den Beleg, dass die gesamte europäische Luftfrachtnachfrage eingebrochen ist. Die EU hatte 2025 rund 5,8 Milliarden E-Commerce-Sendungen verzeichnet. 18
Bei US-Händlern, die über ePost Global versenden, war zunächst kein starker Volumenschock zu beobachten. Stattdessen verschoben Unternehmen ihre Versandpraxis offenbar von DDU zu DDP.
Für Händler ist DDP aufwendiger, weil Zollberechnung, Einzug und Abwicklung in den Verkaufs- und Versandprozess integriert werden müssen. DDU ist zwar zunächst einfacher, birgt aber ein erhebliches Risiko für Kundenzufriedenheit und Zustellbarkeit.
Verbraucherorganisationen warnen davor, dass Einfuhrabgaben nicht immer klar im beworbenen Gesamtpreis enthalten sind. Bei einer DDU-Sendung kann deshalb nach der Bestellung eine zusätzliche Zahlungsaufforderung folgen. Mögliche Konsequenzen sind Verzögerungen beim Zoll, die Annahmeverweigerung, Rücksendekosten und Streit über Erstattungen. 3
Auch für Händler kann das Modell unwirtschaftlich werden: Bei einem sehr günstigen Produkt übersteigt eine fixe Abgabe zusammen mit Bearbeitungsgebühren des Zustellers schnell den wirtschaftlich erwarteten Vorteil der Bestellung. Die neue Regel erhöht damit nicht nur den Preis, sondern auch die Bedeutung einer transparenten Preisangabe an der Kasse.
Die EU-Kommission beschreibt den 3-Euro-Zoll als vorläufige Regelung, die bis zum 1. Juli 2028 gelten soll. Danach ist eine reguläre zolltarifliche Behandlung vorgesehen, abhängig von der jeweiligen Warenart. 1
Mehrere Berichte erwarten ab November 2026 zusätzlich eine Bearbeitungsgebühr von 2 Euro. Die vorliegenden Informationen bezeichnen diese Abgabe jedoch als geplant beziehungsweise erwartet, nicht als abschließend nachgewiesen und EU-weit umgesetzte Gebühr. 68
Sollte sie eingeführt werden, läge die Belastung bei einer Tarifposition bereits bei mindestens 5 Euro – noch ohne mögliche Gebühren des Versanddienstleisters oder zusätzliche Kosten einer DDU-Abwicklung. Das würde besonders niedrigpreisige Einzelkäufe weiter unter Druck setzen.
Die bisherigen Daten sprechen dafür, dass der EU-Zoll die frühere Flut zollfreier Kleinsendungen rasch verringert hat. Er beendet den grenzüberschreitenden Onlinehandel jedoch nicht. Wahrscheinlicher ist eine Verschiebung des Geschäftsmodells:
Die Belastung ist dabei nach Warenwert ungleich verteilt. Ein fixer Zoll von 3 Euro – oder mehrere 3-Euro-Beträge für verschiedene Tarifpositionen – trifft einen Artikel für 2 bis 10 Euro prozentual erheblich stärker als eine Bestellung im Wert von 100 Euro. Der Erfolg der Regelung wird deshalb nicht nur an sinkenden Paketmengen gemessen werden, sondern auch daran, ob Händler die Kosten verständlich ausweisen und Verbraucher vor unerwarteten DDU-Nachforderungen geschützt werden.
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Die Zahl der in die EU gelangenden günstigen Pakete ist laut französischen Zollangaben seit dem 1.
Die Zahl der in die EU gelangenden günstigen Pakete ist laut französischen Zollangaben seit dem 1. Die 3 Euro fallen nicht pauschal pro Paket an: Für unterschiedliche Zolltarifpositionen innerhalb einer Sendung können mehrere Gebühren entstehen.
US Händler wechseln zunehmend von DDU zu DDP, damit Zollkosten bereits beim Kauf eingezogen werden und Kunden keine überraschenden Nachzahlungen erhalten.