Vietnam verschiebt den Schwerpunkt seiner Auslandsinvestitionen von möglichst viel Kapital hin zu Technologie, Forschung und Entwicklung, qualifizierten Arbeitskräften und engeren Verbindungen zu heimischen Zulieferern. Premierminister Lê Minh Hưng forderte chinesische Unternehmen zu Projekten in Bahnverkehr, Logist...
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: How did Vietnamese Prime Minister Le Minh Hung’s separate meetings in Hanoi with Chinese investors and Samsung Electronics CEO Roh Tae-moon. Article summary: The two meetings conveyed a common message: Vietnam still welcomes foreign manufacturers, but now seeks investors that embed technology, R&D, skilled jobs, local suppliers, and durable innovation capacity in the economy.. Topic tags: general, general web, news. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with fake numbers,
Vietnam bleibt ein äußerst aktiver Standort für ausländische Direktinvestitionen (FDI). Doch die Spielregeln ändern sich: Bei Treffen in Hanoi am 26. und 27. August 2026 verlangte Premierminister Lê Minh Hưng von chinesischen Unternehmen und Samsung Electronics mehr als Kapital und zusätzliche Fabrikkapazitäten. Im Mittelpunkt standen fortschrittliche Technologien, Forschung und Entwicklung, ausgebildete Ingenieurinnen und Ingenieure, Technologietransfer sowie engere Verbindungen zu vietnamesischen Unternehmen. 1
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Die Forderungen passen zur Richtung der Politbüro-Resolution 10-NQ/TW. Sie soll Vietnams Investitionspolitik von einem mengenorientierten Modell zu einem höherwertigen Ökosystem mit Technologie, Innovation, Industrieclustern und stärkerer Einbindung in globale Wertschöpfungsketten führen.
Bei einem Treffen mit in Vietnam tätigen chinesischen Unternehmen forderte Hưng, politische Vereinbarungen zwischen beiden Ländern in konkrete Projekte und Produkte zu übersetzen. Genannt wurden unter anderem Eisenbahnverbindungen zwischen Vietnam und China, Stadtbahnen, Logistik, intelligente Grenzübergänge, saubere Energie sowie moderne Verarbeitungs- und Fertigungsindustrie. Auch Zukunftsfelder wie künstliche Intelligenz, Halbleiter, 5G und Big Data sollen eine größere Rolle spielen.
Dabei ging es ausdrücklich nicht nur um Finanzierung oder Bauleistungen. Hưng verlangte fortschrittliche Technologien, Managementwissen, international wettbewerbsfähige Lösungen, Forschung und Entwicklung, Technologietransfer, die Ausbildung von Fachkräften und umweltfreundlichere Produktionsverfahren. Außerdem sollen chinesische Unternehmen enger mit vietnamesischen Firmen zusammenarbeiten, damit mehr lokale Zulieferer in die Lieferketten gelangen und größere wirtschaftliche Spillover-Effekte entstehen.
Damit behandelt Hanoi chinesische Investitionen als mögliche Quelle strategischer Fähigkeiten. Infrastruktur kann die Vernetzung und industrielle Kapazität des Landes stärken. Digitale und technologieintensive Projekte könnten Vietnam zugleich helfen, Know-how in Bereichen aufzubauen, die für die internationale Wettbewerbsfähigkeit immer wichtiger werden.
Chinesische Unternehmen sind bereits in großem Umfang in Vietnam aktiv. Ende Juli 2026 verfügten sie laut den Berichten zum Treffen über mehr als 7.000 laufende Projekte mit einem registrierten Kapital von knapp 37 Milliarden US-Dollar. Die Investitionen erstrecken sich zunehmend über die klassische Fertigung hinaus auf Infrastruktur, Energie, Elektronik und Technologie. 4
Diese Größenordnung eröffnet Chancen, bringt bei Technologiekooperationen aber auch strategische Zielkonflikte mit sich. Vietnam hat zuletzt Vereinbarungen zum 5G-Ausbau mit Huawei und ZTE unterzeichnet – obwohl das Land 2020 einer von den USA angeführten Initiative beigetreten war, deren Teilnehmer auf Ausrüstung der beiden Unternehmen verzichten wollten. Westliche Regierungen und Partner verweisen auf Sicherheitsbedenken; Huawei und ZTE weisen diese zurück.
Der Streit zeigt die Grenzen einer einfachen „China plus eins“-Strategie. Chinesische Unternehmen können Infrastrukturkapazitäten, wettbewerbsfähige Kosten und Erfahrung mit Telekommunikation und digitalen Systemen bieten. Zugleich kann eine starke Abhängigkeit von chinesischer Technologie in sensiblen Bereichen wie 5G, KI und Dateninfrastruktur beeinflussen, wie andere Partner Vietnams Investitionsumfeld bewerten. Die EU warnte, eine chinesische Beteiligung am vietnamesischen 5G-Netz könne manche Investoren abschrecken.
Vietnams Herausforderung besteht daher darin, Technologie aus unterschiedlichen globalen Quellen zu gewinnen, ohne dass eine einzelne Investitionsbeziehung die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit, technologische Eigenständigkeit oder strategische Bewegungsfreiheit des Landes schwächt.
Das Treffen mit Samsung-CEO Roh Tae-moon zeigte, wie Hanoi diesen Kurs gegenüber einem bereits etablierten ausländischen Hersteller umsetzen will. Samsung hat Vietnam zu einem wichtigen Produktionsstandort innerhalb seiner globalen Wertschöpfungskette gemacht und damit zur Industrie, zu den Exporten, zur Beschäftigung und zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes beigetragen. 3
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Trotzdem forderte Hưng den Konzern auf, Vietnam von einer Produktionsbasis zu einem Zentrum für Technologie, Forschung und Entwicklung sowie Innovation weiterzuentwickeln. Im Einzelnen geht es um:
Samsung bezifferte seine kumulierten Investitionen in Vietnam Ende 2025 auf 24 Milliarden US-Dollar. Die Mobiltelefon-Produktionsgesellschaften in Bắc Ninh und Thái Nguyên erreichten Ende Juni 2026 kumulierte Exporte von 500 Milliarden US-Dollar – 17 Jahre nach dem Produktionsstart im Land. 4
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Diese Zahlen belegen den Erfolg des vietnamesischen Fertigungsmodells. Sie erklären aber auch, weshalb Hanoi nun eine tiefere Form der Zusammenarbeit anstrebt. Hohe Exportvolumen allein garantieren nicht, dass lokale Unternehmen fortgeschrittene Fähigkeiten erwerben oder dass Forschung, Design und wichtige Entscheidungen mit hoher Wertschöpfung dauerhaft in der vietnamesischen Wirtschaft verankert werden. Künftig sollen genau diese Spillover-Effekte stärker im Land bleiben.
Roh erklärte, Samsung betrachte Vietnam als strategischen Partner für Forschung und Entwicklung sowie Hochtechnologie. Das Unternehmen will demnach seine Investitionen in Forschung und die Ausbildung von Technologie-Fachkräften fortsetzen. Zudem soll die Zusammenarbeit zwischen dem Samsung-Forschungszentrum in Hanoi und vietnamesischen Universitäten ausgebaut werden; parallel will Samsung in Talente und technologische Kapazitäten investieren. 4
Die am 8. Juni 2026 verabschiedete Resolution 10-NQ/TW liefert den politischen Rahmen für diesen Kurswechsel. Ihr zentraler Ansatz besteht darin, nicht mehr vor allem ausländisches Kapital anzuziehen, sondern eine strategische, auslandsinvestierte Wirtschaft aufzubauen, die Wettbewerbsfähigkeit und langfristiges Wachstum stärkt.
Die Resolution legt den Schwerpunkt auf hochwertige Investitionen, fortschrittliche Technologien, Nachhaltigkeit, Technologietransfer und engere Verbindungen zwischen ausländisch investierten Unternehmen und vietnamesischen Firmen. Investitionen sollen stärker in Industrieclustern, Wertschöpfungsketten und Innovationsökosystemen organisiert werden – und weniger als isolierte Einzelprojekte, die hauptsächlich mit Standortvorteilen oder Vergünstigungen konkurrieren.
Die beiden Treffen in Hanoi setzten diesen Rahmen unterschiedlich um:
Die entscheidende Frage lautet damit nicht mehr: „Wie viel Kapital bringt ein Projekt?“ Sondern: „Welche Fähigkeiten bleiben in Vietnam, wenn das Projekt läuft?“
Die Gespräche deuten darauf hin, dass Vietnam für Investoren aus China, Südkorea, den USA, Europa und anderen Märkten offen bleiben will – zugleich aber genauer auf deren wirtschaftlichen Beitrag schaut. Das Land verabschiedet sich nicht von der Fertigung. Vielmehr soll sie gemeinsam mit Infrastruktur- und Digitalinvestitionen dazu beitragen, vietnamesische Kompetenzen in Technologie, Ausbildung, Zulieferung und Innovation aufzubauen.
Dieser Ansatz ist auch eine Form wirtschaftlicher Absicherung angesichts des Wettbewerbs zwischen den USA und China um KI, Halbleiter, Daten und Telekommunikation. Vietnam möchte Zugang zu unterschiedlichen Kapital- und Technologiequellen behalten, aber zugleich lokale Spillover-Effekte schaffen, die langfristig Abhängigkeiten verringern können. Die Debatte über Huawei und ZTE zeigt, wie schwierig dieses Gleichgewicht ist: Dieselbe Technologiepartnerschaft, die den Infrastrukturausbau beschleunigen kann, wirft zugleich Fragen zu Sicherheit, Investorenvertrauen und strategischer Ausrichtung auf. 1
Die klarste Botschaft der beiden Treffen lautet deshalb: Vietnam präsentiert sich nicht mehr nur als Standort für kostengünstige Produktion. Hanoi fordert ausländische Unternehmen auf, an einem Industrie- und Innovationsökosystem mitzuwirken – mit Forschung, Fachkräften, heimischen Zulieferern und technologischen Fähigkeiten ebenso wie mit Exporten.
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Vietnam verschiebt den Schwerpunkt seiner Auslandsinvestitionen von möglichst viel Kapital hin zu Technologie, Forschung und Entwicklung, qualifizierten Arbeitskräften und engeren Verbindungen zu heimischen Zulieferern.
Vietnam verschiebt den Schwerpunkt seiner Auslandsinvestitionen von möglichst viel Kapital hin zu Technologie, Forschung und Entwicklung, qualifizierten Arbeitskräften und engeren Verbindungen zu heimischen Zulieferern. Premierminister Lê Minh Hưng forderte chinesische Unternehmen zu Projekten in Bahnverkehr, Logistik, sauberer Energie, KI, Halbleitern, 5G und Big Data auf – verbunden mit Technologietransfer, Ausbildung und größerer...
Samsung soll Vietnam von einem wichtigen Produktionsstandort zu einem Zentrum für Technologie, Forschung und Innovation weiterentwickeln; der Konzern meldete 24 Milliarden US Dollar kumulierte Investitionen und 500 Mi...
Vietnam verschiebt den Schwerpunkt seiner Auslandsinvestitionen von möglichst viel Kapital hin zu Technologie, Forschung und Entwicklung, qualifizierten Arbeitskräften und engeren Verbindungen zu heimischen Zulieferern. Premierminister Lê Minh Hưng forderte chinesische Unternehmen zu Projekten in Bahnverkehr, Logist...
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Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: How did Vietnamese Prime Minister Le Minh Hung’s separate meetings in Hanoi with Chinese investors and Samsung Electronics CEO Roh Tae-moon. Article summary: The two meetings conveyed a common message: Vietnam still welcomes foreign manufacturers, but now seeks investors that embed technology, R&D, skilled jobs, local suppliers, and durable innovation capacity in the economy.. Topic tags: general, general web, news. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with fake numbers,
Vietnam bleibt ein äußerst aktiver Standort für ausländische Direktinvestitionen (FDI). Doch die Spielregeln ändern sich: Bei Treffen in Hanoi am 26. und 27. August 2026 verlangte Premierminister Lê Minh Hưng von chinesischen Unternehmen und Samsung Electronics mehr als Kapital und zusätzliche Fabrikkapazitäten. Im Mittelpunkt standen fortschrittliche Technologien, Forschung und Entwicklung, ausgebildete Ingenieurinnen und Ingenieure, Technologietransfer sowie engere Verbindungen zu vietnamesischen Unternehmen. 1
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Die Forderungen passen zur Richtung der Politbüro-Resolution 10-NQ/TW. Sie soll Vietnams Investitionspolitik von einem mengenorientierten Modell zu einem höherwertigen Ökosystem mit Technologie, Innovation, Industrieclustern und stärkerer Einbindung in globale Wertschöpfungsketten führen.
Bei einem Treffen mit in Vietnam tätigen chinesischen Unternehmen forderte Hưng, politische Vereinbarungen zwischen beiden Ländern in konkrete Projekte und Produkte zu übersetzen. Genannt wurden unter anderem Eisenbahnverbindungen zwischen Vietnam und China, Stadtbahnen, Logistik, intelligente Grenzübergänge, saubere Energie sowie moderne Verarbeitungs- und Fertigungsindustrie. Auch Zukunftsfelder wie künstliche Intelligenz, Halbleiter, 5G und Big Data sollen eine größere Rolle spielen.
Dabei ging es ausdrücklich nicht nur um Finanzierung oder Bauleistungen. Hưng verlangte fortschrittliche Technologien, Managementwissen, international wettbewerbsfähige Lösungen, Forschung und Entwicklung, Technologietransfer, die Ausbildung von Fachkräften und umweltfreundlichere Produktionsverfahren. Außerdem sollen chinesische Unternehmen enger mit vietnamesischen Firmen zusammenarbeiten, damit mehr lokale Zulieferer in die Lieferketten gelangen und größere wirtschaftliche Spillover-Effekte entstehen.
Damit behandelt Hanoi chinesische Investitionen als mögliche Quelle strategischer Fähigkeiten. Infrastruktur kann die Vernetzung und industrielle Kapazität des Landes stärken. Digitale und technologieintensive Projekte könnten Vietnam zugleich helfen, Know-how in Bereichen aufzubauen, die für die internationale Wettbewerbsfähigkeit immer wichtiger werden.
Chinesische Unternehmen sind bereits in großem Umfang in Vietnam aktiv. Ende Juli 2026 verfügten sie laut den Berichten zum Treffen über mehr als 7.000 laufende Projekte mit einem registrierten Kapital von knapp 37 Milliarden US-Dollar. Die Investitionen erstrecken sich zunehmend über die klassische Fertigung hinaus auf Infrastruktur, Energie, Elektronik und Technologie. 4
Diese Größenordnung eröffnet Chancen, bringt bei Technologiekooperationen aber auch strategische Zielkonflikte mit sich. Vietnam hat zuletzt Vereinbarungen zum 5G-Ausbau mit Huawei und ZTE unterzeichnet – obwohl das Land 2020 einer von den USA angeführten Initiative beigetreten war, deren Teilnehmer auf Ausrüstung der beiden Unternehmen verzichten wollten. Westliche Regierungen und Partner verweisen auf Sicherheitsbedenken; Huawei und ZTE weisen diese zurück.
Der Streit zeigt die Grenzen einer einfachen „China plus eins“-Strategie. Chinesische Unternehmen können Infrastrukturkapazitäten, wettbewerbsfähige Kosten und Erfahrung mit Telekommunikation und digitalen Systemen bieten. Zugleich kann eine starke Abhängigkeit von chinesischer Technologie in sensiblen Bereichen wie 5G, KI und Dateninfrastruktur beeinflussen, wie andere Partner Vietnams Investitionsumfeld bewerten. Die EU warnte, eine chinesische Beteiligung am vietnamesischen 5G-Netz könne manche Investoren abschrecken.
Vietnams Herausforderung besteht daher darin, Technologie aus unterschiedlichen globalen Quellen zu gewinnen, ohne dass eine einzelne Investitionsbeziehung die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit, technologische Eigenständigkeit oder strategische Bewegungsfreiheit des Landes schwächt.
Das Treffen mit Samsung-CEO Roh Tae-moon zeigte, wie Hanoi diesen Kurs gegenüber einem bereits etablierten ausländischen Hersteller umsetzen will. Samsung hat Vietnam zu einem wichtigen Produktionsstandort innerhalb seiner globalen Wertschöpfungskette gemacht und damit zur Industrie, zu den Exporten, zur Beschäftigung und zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes beigetragen. 3
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Trotzdem forderte Hưng den Konzern auf, Vietnam von einer Produktionsbasis zu einem Zentrum für Technologie, Forschung und Entwicklung sowie Innovation weiterzuentwickeln. Im Einzelnen geht es um:
Samsung bezifferte seine kumulierten Investitionen in Vietnam Ende 2025 auf 24 Milliarden US-Dollar. Die Mobiltelefon-Produktionsgesellschaften in Bắc Ninh und Thái Nguyên erreichten Ende Juni 2026 kumulierte Exporte von 500 Milliarden US-Dollar – 17 Jahre nach dem Produktionsstart im Land. 4
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Diese Zahlen belegen den Erfolg des vietnamesischen Fertigungsmodells. Sie erklären aber auch, weshalb Hanoi nun eine tiefere Form der Zusammenarbeit anstrebt. Hohe Exportvolumen allein garantieren nicht, dass lokale Unternehmen fortgeschrittene Fähigkeiten erwerben oder dass Forschung, Design und wichtige Entscheidungen mit hoher Wertschöpfung dauerhaft in der vietnamesischen Wirtschaft verankert werden. Künftig sollen genau diese Spillover-Effekte stärker im Land bleiben.
Roh erklärte, Samsung betrachte Vietnam als strategischen Partner für Forschung und Entwicklung sowie Hochtechnologie. Das Unternehmen will demnach seine Investitionen in Forschung und die Ausbildung von Technologie-Fachkräften fortsetzen. Zudem soll die Zusammenarbeit zwischen dem Samsung-Forschungszentrum in Hanoi und vietnamesischen Universitäten ausgebaut werden; parallel will Samsung in Talente und technologische Kapazitäten investieren. 4
Die am 8. Juni 2026 verabschiedete Resolution 10-NQ/TW liefert den politischen Rahmen für diesen Kurswechsel. Ihr zentraler Ansatz besteht darin, nicht mehr vor allem ausländisches Kapital anzuziehen, sondern eine strategische, auslandsinvestierte Wirtschaft aufzubauen, die Wettbewerbsfähigkeit und langfristiges Wachstum stärkt.
Die Resolution legt den Schwerpunkt auf hochwertige Investitionen, fortschrittliche Technologien, Nachhaltigkeit, Technologietransfer und engere Verbindungen zwischen ausländisch investierten Unternehmen und vietnamesischen Firmen. Investitionen sollen stärker in Industrieclustern, Wertschöpfungsketten und Innovationsökosystemen organisiert werden – und weniger als isolierte Einzelprojekte, die hauptsächlich mit Standortvorteilen oder Vergünstigungen konkurrieren.
Die beiden Treffen in Hanoi setzten diesen Rahmen unterschiedlich um:
Die entscheidende Frage lautet damit nicht mehr: „Wie viel Kapital bringt ein Projekt?“ Sondern: „Welche Fähigkeiten bleiben in Vietnam, wenn das Projekt läuft?“
Die Gespräche deuten darauf hin, dass Vietnam für Investoren aus China, Südkorea, den USA, Europa und anderen Märkten offen bleiben will – zugleich aber genauer auf deren wirtschaftlichen Beitrag schaut. Das Land verabschiedet sich nicht von der Fertigung. Vielmehr soll sie gemeinsam mit Infrastruktur- und Digitalinvestitionen dazu beitragen, vietnamesische Kompetenzen in Technologie, Ausbildung, Zulieferung und Innovation aufzubauen.
Dieser Ansatz ist auch eine Form wirtschaftlicher Absicherung angesichts des Wettbewerbs zwischen den USA und China um KI, Halbleiter, Daten und Telekommunikation. Vietnam möchte Zugang zu unterschiedlichen Kapital- und Technologiequellen behalten, aber zugleich lokale Spillover-Effekte schaffen, die langfristig Abhängigkeiten verringern können. Die Debatte über Huawei und ZTE zeigt, wie schwierig dieses Gleichgewicht ist: Dieselbe Technologiepartnerschaft, die den Infrastrukturausbau beschleunigen kann, wirft zugleich Fragen zu Sicherheit, Investorenvertrauen und strategischer Ausrichtung auf. 1
Die klarste Botschaft der beiden Treffen lautet deshalb: Vietnam präsentiert sich nicht mehr nur als Standort für kostengünstige Produktion. Hanoi fordert ausländische Unternehmen auf, an einem Industrie- und Innovationsökosystem mitzuwirken – mit Forschung, Fachkräften, heimischen Zulieferern und technologischen Fähigkeiten ebenso wie mit Exporten.
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Vietnam verschiebt den Schwerpunkt seiner Auslandsinvestitionen von möglichst viel Kapital hin zu Technologie, Forschung und Entwicklung, qualifizierten Arbeitskräften und engeren Verbindungen zu heimischen Zulieferern.
Vietnam verschiebt den Schwerpunkt seiner Auslandsinvestitionen von möglichst viel Kapital hin zu Technologie, Forschung und Entwicklung, qualifizierten Arbeitskräften und engeren Verbindungen zu heimischen Zulieferern. Premierminister Lê Minh Hưng forderte chinesische Unternehmen zu Projekten in Bahnverkehr, Logistik, sauberer Energie, KI, Halbleitern, 5G und Big Data auf – verbunden mit Technologietransfer, Ausbildung und größerer...
Samsung soll Vietnam von einem wichtigen Produktionsstandort zu einem Zentrum für Technologie, Forschung und Innovation weiterentwickeln; der Konzern meldete 24 Milliarden US Dollar kumulierte Investitionen und 500 Mi...