Die EU Kommission stellte am 10. Juli 2026 vorläufig einen Verstoß Metas gegen den Digital Services Act fest und fordert Änderungen an Funktionen wie Infinite Scroll, Autoplay, Push Benachrichtigungen und personalisie...
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What child-safety protections is the European Commission demanding Meta extend to children and teenagers in the European Union after Meta’s. Article summary: The Commission is pressing Meta to give EU children and teenagers equivalent protection by changing the products’ allegedly addictive design—not merely by copying the U.S. settlement’s two-hour daily limit and midnight-t. Topic tags: general, news, general web, government. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts with f
Die Europäische Kommission will Instagram und Facebook weniger zwanghaft nutzbar machen – und setzt dabei nicht nur bei der Bildschirmzeit an. Im Mittelpunkt stehen grundlegende Designentscheidungen der beiden Plattformen: endloses Scrollen, automatisch startende Videos, Push-Benachrichtigungen und stark personalisierte Empfehlungssysteme. Nach Ansicht der Kommission können diese Funktionen insbesondere bei Kindern und Jugendlichen eine zwanghafte Nutzung begünstigen.
Damit geht der EU-Vorstoß über ein bloßes tägliches Zeitlimit hinaus. Ein in den USA vereinbarter Vergleich sieht für Jugendliche standardmäßig zwei Stunden Nutzung pro Tag auf Facebook und Instagram vor. Außerdem soll der Zugriff zwischen Mitternacht und 6 Uhr ohne Zustimmung der Eltern blockiert werden. Die vorliegenden Belege zeigen jedoch nicht, dass die Kommission genau diese Beschränkungen für die gesamte Europäische Union angeordnet hat. 27
Die vorläufige Einschätzung der Kommission konzentriert sich auf vier miteinander verbundene Elemente des Plattformdesigns:
Die Kommission erklärte, Meta habe die Risiken dieser Funktionen für das körperliche und mentale Wohlbefinden nicht ausreichend bewertet oder eingedämmt. Das gelte auch für Minderjährige und andere besonders gefährdete Nutzer. Die vorläufigen Feststellungen deuten darauf hin, dass zentrale Funktionen mit Suchtpotenzial deaktiviert oder standardmäßig ausgeschaltet werden sollen. Außerdem geht es um weniger engagement-orientierte Empfehlungen und deutlichere Pausen bei der Bildschirmzeit.
Der US-Vergleich enthält konkrete Vorgaben für Jugendliche. Neben dem standardmäßigen Limit von zwei Stunden täglich über beide Plattformen hinweg sieht er Altersprüfungen, eine nächtliche Sperre von Mitternacht bis 6 Uhr sowie die Deaktivierung der meisten Push-Benachrichtigungen während der Schulzeit von 8 bis 15 Uhr vor. 27
Meta könnte im Rahmen der Vereinbarung über zehn Jahre bis zu 18 Milliarden US-Dollar zahlen. Damit sollen Klagen von US-Bundesstaaten und Territorien beigelegt werden, die dem Unternehmen vorwerfen, Facebook und Instagram so gestaltet zu haben, dass junge Nutzer daran festgehalten werden. 26
Der EU-Fall beruht dagegen auf einer anderen Rechtsgrundlage und zielt auf eine andere Art von Abhilfe. Nach dem Digital Services Act (DSA) prüft die Kommission, ob Meta die systemischen Risiken seines Plattformdesigns richtig bewertet und ausreichend reduziert hat. Im Vordergrund stehen daher Änderungen an Produkten und Benutzeroberflächen – nicht allein eine numerische Begrenzung der Nutzungsdauer.
Bei der Einschätzung der Kommission handelt es sich um vorläufige Feststellungen. Sie sind weder eine endgültige Entscheidung über einen Rechtsverstoß noch bereits eine Geldstrafe. Meta kann zu den Vorwürfen Stellung nehmen, bevor das Verfahren abgeschlossen wird.
Sollte die Kommission am Ende einen Verstoß gegen den DSA feststellen, könnte Meta laut Berichten mit einer Strafe von bis zu 6 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes belegt werden. Dieser mögliche Höchstbetrag darf jedoch nicht mit einer bereits verhängten Strafe verwechselt werden: Die vorliegenden Belege bestätigen keine endgültige Geldbuße.
Meta hat die vorläufige Einschätzung der Kommission zurückgewiesen.
Die Untersuchung zum möglicherweise zwanghaften Design ist Teil einer umfassenderen EU-Prüfung des Jugendschutzes bei Meta. In einem getrennten, im April veröffentlichten vorläufigen Befund kam die Kommission zu dem Schluss, dass Meta Kinder unter 13 Jahren nicht wirksam vom Zugang zu Facebook und Instagram abgehalten habe – obwohl die Plattformen selbst ein Mindestalter von 13 Jahren vorsehen.
Beide Fälle betreffen unterschiedliche Fragen: Im April ging es um Alterskontrollen und den Zugang von unter 13-Jährigen. Im späteren Verfahren geht es darum, ob Funktionen wie endlose Feeds und Autoplay eine zwanghafte Nutzung fördern können. Zusammen zeigen die Untersuchungen, dass Brüssel sowohl darauf schaut, wer Metas Dienste nutzen kann, als auch darauf, wie diese Dienste gestaltet sind.
Unabhängig davon hat Polen die Kommission aufgefordert, Meta wegen mutmaßlicher Versäumnisse beim Vorgehen gegen betrügerische Anzeigen und Scam-Inhalte mit 250 Millionen Euro zu bestrafen. 13
Diese Forderung gehört nicht zum Verfahren über das Plattformdesign. Im EU-Jugendschutzfall geht es um systemische Risiken von Facebook und Instagram; Polens Beschwerde betrifft den Umgang Metas mit irreführender Werbung. Beide Vorgänge erhöhen den Druck auf große Plattformen, ihre Risiken für Nutzer wirksamer zu kontrollieren – rechtlich und inhaltlich handelt es sich jedoch um getrennte Vorwürfe.
Der US-Vergleich weist den Weg zu festen Regeln für Jugendliche: zwei Stunden tägliche Nutzung, grundsätzlich keine Nutzung über Nacht und weniger Benachrichtigungen während der Schulzeit. Der EU-Vorstoß ist struktureller. Brüssel will die Mechanismen angehen, die Nutzer zum Weiterscrollen, Anschauen und Zurückkehren bewegen – darunter Infinite Scroll, Autoplay, Benachrichtigungen und hochgradig personalisierte Empfehlungen. 27
Für Kinder und Jugendliche in der EU gibt es deshalb zunächst kein bestätigtes neues Zeitlimit. Möglich ist aber, dass Meta zentrale Bestandteile von Instagram und Facebook neu gestalten muss, falls sich die vorläufige Einschätzung der Kommission in einer endgültigen Entscheidung bestätigt.
Studio Global AI
Diese Seite enthält eine quellengestützte Antwort, die Sie in Studio Global fortsetzen können.
Die EU Kommission stellte am 10. Juli 2026 vorläufig einen Verstoß Metas gegen den Digital Services Act fest und fordert Änderungen an Funktionen wie Infinite Scroll, Autoplay, Push Benachrichtigungen und personalisie...
Die EU Kommission stellte am 10. Juli 2026 vorläufig einen Verstoß Metas gegen den Digital Services Act fest und fordert Änderungen an Funktionen wie Infinite Scroll, Autoplay, Push Benachrichtigungen und personalisie... Der EU Ansatz geht über den US Vergleich hinaus: Dieser sieht für Jugendliche standardmäßig zwei Stunden tägliche Nutzung sowie eine Sperre von Mitternacht bis 6 Uhr vor.
Das Verfahren zum Plattformdesign ist getrennt von Polens Forderung nach einer EU Strafe von 250 Millionen Euro wegen mutmaßlich unzureichender Maßnahmen gegen betrügerische Anzeigen.