Siemens Energy soll Goldman Sachs mit der Vorbereitung eines Verkaufsprozesses für eine Mehrheitsbeteiligung an „Transformation of Industry“ beauftragt haben. Im bevorzugten Szenario würden etwa 60 Prozent verkauft, während Siemens Energy 40 Prozent behielte.
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: What is Siemens Energy’s reported plan, with Goldman Sachs advising, for selling a majority stake in its Transformation of Industry division. Article summary: Siemens Energy is reportedly preparing, with Goldman Sachs as adviser, to solicit offers for a controlling interest in its Transformation of Industry (ToI) division—centred on industrial steam turbines and also including. Topic tags: general web, ai, workflow, marketing, growth. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts
Siemens Energy bereitet einem Bericht zufolge gemeinsam mit Goldman Sachs die Einholung von Angeboten für eine Mehrheitsbeteiligung an seiner Sparte Transformation of Industry (ToI) vor. Im Mittelpunkt stehen das Geschäft mit industriellen Dampfturbinen sowie angrenzende Aktivitäten mit Generatoren und Kompressoren. Dabei handelt es sich bislang um einen möglichen Verkaufsprozess, nicht um eine abgeschlossene Transaktion. Der Aufsichtsrat sollte bei einer außerordentlichen Sitzung am 25. August über das weitere Vorgehen beraten. 2
Das derzeit diskutierte Modell sieht offenbar den Verkauf von rund 60 Prozent der Sparte vor. Siemens Energy würde mit 40 Prozent beteiligt bleiben. Als mögliche Bieter wurden CVC Capital Partners, EQT, Bain Capital, Brookfield und KKR genannt. Der Unternehmensbereich könnte bei einem Verkauf mit mehr als 10 Milliarden Euro bewertet werden – abhängig von den eingehenden Angeboten und der Zustimmung des Aufsichtsrats. 2
Transformation of Industry erzielte den vorliegenden Berichten zufolge in den ersten sechs Monaten 2,7 Milliarden Euro Umsatz. Das entsprach 13,5 Prozent des Konzernumsatzes. In der Sparte arbeiten rund 17.000 Menschen.
Zuvor war auch über eine Abspaltung oder einen Börsengang (IPO) diskutiert worden. Eine solche Lösung könnte ein vergleichsweise margenschwächeres und zyklischeres Industriegeschäft vom übrigen Konzern trennen und dadurch möglicherweise zusätzlichen Wert für die Aktionäre freisetzen. Der Verkauf einer Mehrheit wäre ein Mittelweg: Siemens Energy gäbe die Kontrolle ab, bliebe aber in erheblichem Umfang beteiligt.
Ein Verkauf würde den Konzern stärker auf Grid Technologies und Gas Services ausrichten. Beide Bereiche profitieren vom Ausbau der Stromnetze. Zudem steigt die Nachfrage nach Gasturbinen, unter anderem weil Betreiber für den wachsenden Strombedarf von KI- und Rechenzentren zusätzliche Erzeugungskapazitäten benötigen. Siemens Energy hatte zuletzt Rekordwerte bei Umsatz, Auftragseingang und Margen gemeldet; Rückenwind kam auch aus der Nachfrage nach Rechenzentrums- und Energieprojekten im Nahen Osten. 1
Für die Aktionäre wäre die entscheidende Frage, ob ein Verkauf tatsächlich einen Preis oberhalb von 10 Milliarden Euro rechtfertigt. Eine hohe Bewertung könnte die These stützen, dass der eigenständige ToI-Bereich mehr wert ist als bisher im Siemens-Energy-Konzernverbund sichtbar. Gleichzeitig hängt der endgültige Wert von verbindlichen Geboten, möglichen Verbindlichkeiten, der Finanzierung und der künftig gehaltenen 40-Prozent-Beteiligung ab.
Die Siemens-Energy-Aktie legte im frühen Handel nach Bekanntwerden der Berichte um etwa 1,4 bis 1,6 Prozent auf rund 151 Euro zu. Damit lag sie jedoch weiterhin ungefähr 23 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 195,38 Euro. 6 Die erste Reaktion des Marktes deutete damit eher auf vorsichtige Zustimmung als auf eine umfassende Neubewertung des Konzerns hin.
Auch die Analysten blieben grundsätzlich optimistisch. Bernstein bestätigte seine Outperform- beziehungsweise Kaufempfehlung und ein Kursziel von 210 Euro. RBC behielt ebenfalls die Einstufung Outperform bei, senkte das Kursziel jedoch von 210 auf 200 Euro. 6
Die gemeldete mögliche Bewertung von mehr als 10 Milliarden Euro liegt damit über dem früheren eigenständigen Bewertungsrahmen, den RBC für ToI angesetzt hatte. Ob sich diese höhere Bewertung durchsetzt, entscheidet sich allerdings erst, wenn konkrete und verbindliche Angebote vorliegen.
Der mögliche Umbau fällt in eine Phase, in der Siemens Energy operativ deutliche Fortschritte meldet. Siemens Gamesa erzielte das erste positive Quartalsergebnis seit dem vierten Quartal des Geschäftsjahres 2022. Gleichzeitig verzeichnete der Konzern Rekordaufträge und eine deutlich verbesserte Profitabilität. 4
Darüber hinaus schloss Siemens Energy am 14. August die zweite Tranche seines Aktienrückkaufprogramms ab. Dabei wurden eigene Aktien im Wert von rund 1 Milliarde Euro zurückgekauft. Das Gesamtprogramm sieht Rückkäufe von bis zu 6 Milliarden Euro bis zum Geschäftsjahr 2028 vor. 9
Der nächste formale Schritt ist die Entscheidung des Aufsichtsrats über die Einleitung eines Verkaufsprozesses. Danach müsste sich zeigen, ob die genannten Finanzinvestoren tatsächlich Gebote abgeben und ob diese die kolportierte Bewertung von mehr als 10 Milliarden Euro bestätigen. In den zugrunde liegenden Berichten war eine verbindliche Vereinbarung von Siemens Energy noch nicht öffentlich bestätigt worden.
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Siemens Energy soll Goldman Sachs mit der Vorbereitung eines Verkaufsprozesses für eine Mehrheitsbeteiligung an „Transformation of Industry“ beauftragt haben.
Siemens Energy soll Goldman Sachs mit der Vorbereitung eines Verkaufsprozesses für eine Mehrheitsbeteiligung an „Transformation of Industry“ beauftragt haben. Im bevorzugten Szenario würden etwa 60 Prozent verkauft, während Siemens Energy 40 Prozent behielte.
Der Konzern würde sich damit stärker auf Stromnetze und Gasturbinen konzentrieren – Märkte, die vom Netzausbau und der steigenden Nachfrage rund um KI Rechenzentren profitieren.