Der Transport einer VLCC durch die Straße von Hormus und zurück kostet laut TotalEnergies rund 20 Millionen US Dollar – etwa 10 US Dollar je Barrel. Rohöl aus dem Golf ist für etwa 50 bis 60 US Dollar je Barrel erhältlich.
Forschungsantwort

Create a landscape editorial hero image for this Studio Global article: How did TotalEnergies CEO Patrick Pouyanne characterize the profitability and risks of crude-oil shipments through the Strait of Hormuz amid. Article summary: Pouyanné’s message was that Hormuz remains extraordinarily risky but can still be profitable for crude: distressed producer discounts more than compensate for war-risk freight and insurance. That does not apply to refine. Topic tags: general, news, general web, user generated. Style: premium digital editorial illustration, source-backed research mood, clean composition, high detail, modern web publication hero. Use reference image context only for broad subject, composition, and topical grounding; do not copy the exact image. Avoid: logos, brand marks, copyrighted characters, real person likenesses, fake screenshots, UI text, readable text, watermarks, charts w
TotalEnergies-Chef Patrick Pouyanné beschreibt die Straße von Hormus als gefährlich, aber nicht für jede Ölladung als wirtschaftlich unpassierbar. Das Unternehmen transportiert weiterhin ausgewähltes irakisches und katarisches Rohöl – allerdings diskret. Der Grund: Die starken Preisnachlässe der Produzenten können die zusätzlichen Kosten für Fracht, Versicherung und Sicherheitsrisiken mehr als ausgleichen. Gleichzeitig investiert TotalEnergies in Exportwege, die den Engpass langfristig weniger wichtig machen sollen. 18
Pouyanné zufolge kostet es ungefähr 20 Millionen US-Dollar, einen Very Large Crude Carrier (VLCC), also einen besonders großen Rohöltanker, durch Hormus und wieder zurück zu bringen. Verteilt auf eine Ladung von rund 2 Millionen Barrel entspricht das etwa 10 US-Dollar zusätzlichen Kosten je Barrel. 15
Diese Prämie lässt sich verkraften, wenn die Produzenten im Golf dringend Abnehmer für ihr Öl suchen. Pouyanné sagte, Rohöl werde dort für ungefähr 50 bis 60 US-Dollar je Barrel angeboten – und damit deutlich unter dem internationalen Brent-Preis. In dieser Lage kann der Preisnachlass die höheren Transport-, Versicherungs- und Risikokosten übertreffen. 18
Das bedeutet allerdings nicht, dass die Route wieder zum Normalbetrieb zurückgekehrt ist. Der Markt bewertet vielmehr zwei gegensätzliche Faktoren gleichzeitig: einen Sicherheitsaufschlag für die Passage durch Hormus und einen noch größeren Rabatt von Produzenten, die ihre Ölmengen nur schwer exportieren können.
Bei Benzin, Diesel und anderen raffinierten Produkten fällt die Rechnung wesentlich schlechter aus. Produkttanker transportieren in der Regel kleinere Mengen als VLCCs. Dadurch verteilen sich die Kosten einer riskanten Fahrt auf weniger Barrel. Pouyanné bezifferte die daraus resultierenden Transportkosten auf ungefähr 50 US-Dollar je Barrel – viele solcher Lieferungen werden damit unwirtschaftlich. 9
Das erklärt die ungewöhnliche Spaltung des Marktes: Rohöl kann stark verbilligt sein, während raffinierte Kraftstoffe vergleichsweise knapp und teuer bleiben. Eine Wasserstraße kann also für einzelne Rohölladungen kommerziell nutzbar sein, ohne dass der gesamte Ölhandel wieder normal funktioniert. 9
TotalEnergies will in den Ausbau der West-Ost-Rohölpipeline von Abu Dhabi investieren. Die Leitung transportiert Öl von Abu Dhabi nach Fujairah an der Küste des Golfs von Oman. Von dort kann es über ein Seehafenterminal exportiert werden, ohne die Straße von Hormus zu passieren. 6
Der Ausbau soll 2027 den Betrieb aufnehmen. Damit wäre diese Verbindung die zeitlich näherliegende Entlastungsoption unter den genannten Projekten. Sie betrifft jedoch Rohöl aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und ersetzt nicht automatisch jede Exportmenge, die bislang auf Hormus angewiesen ist.
Die zweite geplante Route soll irakisches Rohöl durch Syrien zu Exportanlagen am Mittelmeer führen. Irakische Barrel könnten so die internationalen Märkte erreichen, ohne zuvor den Golf und die Straße von Hormus zu durchqueren. 6
Diese Lösung liegt deutlich weiter in der Zukunft. Mit dem Vorhaben vertraute Quellen sagten Reuters, der Bau werde mindestens vier Jahre dauern und mindestens 15 Milliarden US-Dollar kosten. Außerdem sei eine vollständig neue Pipeline-Infrastruktur erforderlich; die bloße Wiederherstellung einer alten Leitung reiche nicht aus.
Der Unterschied ist entscheidend: Der Ausbau nach Fujairah könnte ab 2027 zusätzliche Kapazitäten außerhalb von Hormus schaffen. Die Irak-Syrien-Verbindung ist dagegen ein mehrjähriges strategisches Investment, dessen Zeitplan und Umsetzung noch unsicher sind.
Die wirtschaftliche Kalkulation spielt sich vor dem Hintergrund eines massiven Verkehrsrückgangs ab. Nach von Reuters zitierten Kpler-Daten wurden an mehreren Augusttagen nur einstellige Zahlen von Frachtschiffen registriert: sieben Schiffe am 21. August, neun am 20. August und acht am 12. August.
Das liegt deutlich unter dem Verkehrsaufkommen vor dem Krieg. Reuters zufolge liefen vor Beginn des Konflikts etwa ein Fünftel der weltweiten Transporte von Rohöl und Flüssigerdgas durch Hormus.
Die geringe Zahl sichtbarer Durchfahrten zeigt zudem, warum „offen“ und „normal betrieben“ nicht dasselbe bedeuten. Einige Schiffe können weiterhin passieren – teilweise mit militärischer Koordination oder über weniger sichtbare Routen. Reeder meiden die Wasserstraße jedoch möglicherweise weiterhin wegen Angriffen, Drohungen und der Unsicherheit über den Zugang.
Auch die Menge des Öls, das die Region weiterhin verlässt, ist umstritten. Der US-Energieminister Chris Wright sagte, koordinierte Maßnahmen des US-Militärs und der Golfstaaten hätten ermöglicht, dass fast 9 Millionen Barrel pro Tag durch Hormus ausgeführt werden. Analysen von Schiffsbewegungen kamen dagegen zu dem Schluss, dass der sichtbare Strom höchstens etwa halb so groß sei.
Die Angaben messen möglicherweise nicht exakt dasselbe. Regierungserklärungen können eskortierte Transporte, operative Schätzungen oder schwer beobachtbare Lieferungen einschließen. Tracking-Unternehmen stützen sich hingegen stark auf Schiffsbewegungen und Transponderdaten. CNN berichtete, ein großer Teil des jüngsten Verkehrs sei „dunkel“ gewesen – also über die üblichen Ortungssysteme kaum sichtbar.
Die vorsichtigste Schlussfolgerung liegt daher unterhalb der jeweiligen Schlagzeilen: Öl fließt weiterhin, doch das genaue Volumen ist unklar und die Wasserstraße bleibt stark beeinträchtigt.
Die Aussagen des TotalEnergies-Chefs deuten auf eine Doppelstrategie hin – nicht auf die Überzeugung, dass Hormus sicher wiederhergestellt sei.
Die übergeordnete Lehre lautet: Ein strategischer Engpass kann wirtschaftlich nutzbar bleiben, ohne sicher zu sein. TotalEnergies nutzt den Rohölrabatt, solange er besteht. Die Pipeline-Investitionen zeigen zugleich, dass der Konzern mit einem Markt plant, in dem die Abhängigkeit von Hormus ein strukturelles – und nicht nur vorübergehendes – Risiko darstellt.
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Der Transport einer VLCC durch die Straße von Hormus und zurück kostet laut TotalEnergies rund 20 Millionen US Dollar – etwa 10 US Dollar je Barrel.
Der Transport einer VLCC durch die Straße von Hormus und zurück kostet laut TotalEnergies rund 20 Millionen US Dollar – etwa 10 US Dollar je Barrel. Rohöl aus dem Golf ist für etwa 50 bis 60 US Dollar je Barrel erhältlich. Die hohen Produzentenrabatte können Fracht , Versicherungs und Sicherheitskosten ausgleichen.
TotalEnergies unterstützt zwei Umgehungsrouten: den Ausbau der Pipeline von Abu Dhabi nach Fujairah, der 2027 in Betrieb gehen soll, sowie eine neue Pipeline vom Irak über Syrien zum Mittelmeer.