Nvidia hat am 24. August auf der Hot Chips bekannt gegeben, dass der Groq 3 LPX in die Vollproduktion gegangen ist. Der rackbasierte Beschleuniger ist als besonders latenzarme Inferenzkomponente der Vera-Rubin-Plattform gedacht. Seine Aufgabe: Bei KI-Agenten möglichst schnell den jeweils nächsten Token zu erzeugen, damit Antworten und mehrstufige Aktionen zügig wirken.
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Was Nvidia angekündigt hat
In einem Benchmark von Artificial Analysis erreichte ein Groq-3-LPX-System mit Googles offenem Modell Gemma 4 31B und einem Kontext von 100.000 Token eine Geschwindigkeit von 3.431 Ausgabetoken pro Sekunde. Nvidia rundete den Wert in seiner Ankündigung auf 3.400 Token pro Sekunde.
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Nach Angaben des Unternehmens war der LPX bei diesen langen, besonders latenzkritischen Arbeitslasten damit viermal reaktionsschneller als die nächstbeste alternative Plattform.
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Der LPX soll dabei nicht die GPUs und die vielseitigeren Vera-Rubin-Systeme ersetzen. Er konzentriert sich auf den sogenannten Decode- beziehungsweise Generierungsschritt der Inferenz: die schnelle Ausgabe neuer Token. Die Vera Rubin NVL72 bleibt für Training, die Verarbeitung großer Kontexte, Prefill-Berechnungen und allgemeinere Inferenzaufgaben zuständig.
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Nvidia ordnet den Groq 3 LPX als siebten wichtigen Chip der Vera-Rubin-Plattform ein. Zu den weiteren Komponenten gehört unter anderem die Vera-CPU mit 88 speziell entwickelten Olympus-Kernen.
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Erste Abnehmer
Nebius soll der erste KI-Cloud-Anbieter sein, der den Groq 3 LPX übernimmt. Das Unternehmen will ihn in seine Produktionsplattform Token Factory integrieren.
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Auch Groq selbst kündigte an, zu den ersten Abnehmern zu gehören. Der Anbieter will LPX-Beschleuniger gemeinsam mit Vera-Rubin-NVL72-Systemen in seiner spezialisierten KI-Inferenz-Cloud einsetzen.
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Warum der Schritt wichtig ist
Nvidias Botschaft lautet, dass künftige KI-Rechenzentren stärker auf unterschiedliche Arbeitslasten zugeschnitten werden. GPUs und Vera-Rubin-Systeme sollen flexible, groß angelegte KI-Berechnungen übernehmen. Der LPX soll dagegen den Flaschenhals bei interaktiven Anwendungen adressieren: die möglichst schnelle Token-Ausgabe, die maßgeblich darüber entscheidet, wie unmittelbar ein KI-Agent reagiert.
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Ein wichtiger Hinweis zum Groq-Deal
Die häufige Beschreibung, Nvidia habe Groq für 20 Milliarden US-Dollar gekauft, ist nach der verfügbaren Berichterstattung nicht ganz korrekt. Demnach schloss Nvidia eine Vereinbarung zur nicht exklusiven Lizenzierung der Groq-Technologie und stellte wichtige Mitarbeiter ein – darunter Gründer Jonathan Ross und Präsident Sunny Madra. Groq blieb anschließend als eigenständiges Unternehmen aktiv und nahm weiteres Kapital auf.
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Nicht ausreichend belegt sind hingegen konkrete Angaben zu 256 Chips pro Rack, 500 MB On-Chip-SRAM pro Chip, einer Fertigung durch Samsung im Gegensatz zur GPU-Produktion bei TSMC sowie angeblichen Reaktionen von AMD, Cerebras oder OpenAI. Auch weitergehende Details zu einem geplanten Einsatz von Vera-CPUs durch SpaceXAI – etwa für bestimmte Werkzeuge, Simulationen oder Satellitenanwendungen – lassen sich aus den vorliegenden Belegen nicht zuverlässig ableiten. Belegt ist lediglich, dass SpaceXAI Vera-CPUs für Anwendungen mit KI-Agenten einsetzen will.
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